Wirksamer Widerspruch des Mieterbundes und wie beantworten

Dieses Thema im Forum "Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung" wurde erstellt von Vermida, 09.01.2014.

  1. #1 Vermida, 09.01.2014
    Vermida

    Vermida Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    09.11.2013
    Beiträge:
    29
    Zustimmungen:
    1
    Hallo,

    ich habe Mal wieder ein freundliches Schreiben vom Mieterbund bzgl. der Heizkostenabrechnung für unseren Mieter erhalten:

    Der Betriebskostenabrechnung 2012 wird bezüglich der Heizkostenabrechnung und des Brennstoffverbrauchs widersprochen.

    Wir bitten Sie zunächst den Brennstoffverbrauch nachzuweisen, insbesondere den Anfangsbestand von XX Litern, den Endbestand von 3.500 Litern sowie die Betankung vom XXX nachzuweisen durch Vorlage der entsprechenden Rechnung.

    Des Weiteren bitten wir die Berechnung der Heizkosten im Einzelnen darzulegen, Ihre Ausführungen, in dem an ..... gerichteten Schreiben vom XXXX beinhalten zwar einige theoretische Ausführungen, belegen allderings nicht den abgerechneten Verbrauch. Wir bitten Sie, diesen nachvolziehbar darzulegen und zu belegen mit dem Bewertungsfaktor für den jeweiligen Heizkörper, wobeei der Bewertungsfaktor ebenfalls nachzuweisen ist.

    Das schreibt der Mieterbund also, wenn er sonst nichts findet.

    Hierzu bitte ich Euch um Hilfe zu folgenden Punkten:

    1.) Ist der Widerspruch überhaupt rechtens. Es sind hier ja keine Unrichtigkeiten bemängelt worden, sondern nur eine Vielzahl von Dingen angefordert worden, die in einer Standard-Heizkostenabrechnung.
    2.) Bin ich gesetzlich verpflichtet, das alles (also auch die Daten der anderen Mieter) offen zu legen und in der geforderten Art und Weise aufzubereiten? Das macht schon eine Menge Arbeit.
    3.) Kann ich die Kosten für meinen Aufwand dem Mieter in Rechnung stellen, wenn ja mit meinem Stundensatz.
    4.) Hat jemand eine Idee wie man die gewünschte Darstellung des Verbrauchs am besten machen könnte. Die aktuelle Abrechnung des Mieters enthält je HKV in seiner Wohnung (Anfangsbestand HKV, Endbestand HKV, Bewertungsfaktor, (Differenz Endbestand HKV - Anfangsbestand HKV) X Bewertungsfaktor = Verbrauchseinheiten
    Heizkosten für den Mieter = seine Verbrauchseinheiten / Verbrauchseinheiten Gesamtobjekt x Brennstoffkosten Verbrauch

    Lieben Dank im Voraus.
    Was wollen die hier noch erklärt haben?
     
  2. AdMan

    Schau mal hier in diesem Ratgeber. Dort findet man viele Antworten!

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. sara

    sara Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    04.03.2013
    Beiträge:
    1.449
    Zustimmungen:
    202
    Ort:
    NRW
    das müsste doch vorliegen. Alte Abrechnung Endstand = Anfangstand + Rechnungen - Endstand.


    das ist doch nicht gefordert. Nur die Gesamtheit der abgelesenen Werte müssen natürlich bei der Berechnung erkennbar sein.

    Nein.

    diese ganze Beschreibung kann man so nicht nachvollziehen, da müsstet du deine Abrechnung mal anonymisiert hier reinstellen um sie beurteilen zu können.
     
  4. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    26.09.2010
    Beiträge:
    7.755
    Zustimmungen:
    341
    Hallo Vermida,

    liegt dem Schreiben des Vereins eine Vollmacht des Mieters bei?
    Wer hat die HeizkAbrechnung erstellt?
    Wv. WE hat das Haus?
    Wohnst Du auch in dem Haus?
     
  5. Andres

    Andres
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    04.09.2013
    Beiträge:
    6.713
    Zustimmungen:
    1.254
    Wenn du in deinem alten Thread weiterschreibst, muss man nicht erst die Vorgeschichte suchen ...

    Nochmal der Hinweis: Ich kommuniziere mit dem Mieter, nicht mit dem Mieterbund.

    Der Mieter kann Einsicht in die Belege nehmen. Wenn das nicht zumutbar ist (große Entfernung, Krankheit, ...) kann er auch Kopien fordern, muss dafür allerdings bezahlen. Und ganz genau so würde ich das auch hier machen.


    Die Mängel werden dann wohl noch beanstandet werden, sobald die Sachlage geklärt ist.


    Von Daten anderer Mieter lese ich nichts. Und da die Abrechnung für den Mieter nachvollziehbar sein muss, musst du die Berechnungsgrundlagen selbstverständlich offen legen.

    Bewertungsfaktoren sind ja eine Wissenschaft für sich. Woher hast du die Faktoren? Der "Nachweis" fällt dann evtl. sehr einfach aus ...


    Nein. Eine korrekte und belegbare Abrechnung zu erstellen, gehört zu deinen Pflichten als Vermieter. Dieser Verwaltungsaufwand ist mit der Miete abgegolten.


    Enthält die Abrechnung nur diese Daten oder auch ihre Verknüpfung miteinander? Dann wäre nämlich eigentlich nichts mehr zu erklären außer dem Zustandekommen der Bewertungsfaktoren.

    Ob das dann alles stimmt, ist eine andere Frage. Ich vermisse hier die Heizkosten, die nicht Brennstoffkosten sind und die Aufteilung nach Fläche und nach Verbrauch.
     
  6. #5 Vermida, 09.01.2014
    Vermida

    Vermida Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    09.11.2013
    Beiträge:
    29
    Zustimmungen:
    1
    Hallo,

    danke erst mal für die Antworten.

    Ich meine Vorgehensweise hier etwas verkürzt dargestellt, natürlich ist auch nach Verbrauchs- und Grundkosten differenziert etc. Die Bewertung der Heizkörper hat damals eine Firma gemacht. Ich habe diese heute angerufen und sie gebeten mir eine geeignete Unterlage zu schicken.

    Gesamtverbrauch kann ich auch liefern. Ich habe hier eine Tabelle mit allen Zählern, Ständen und Bewertungsfaktoren.

    Bezüglich Daten der anderen Mieter bin ich davon ausgegangen, dass ich z.B. auch Ableseprotokolle liefern muss (und da geht es ganz klar in den Bereich Datenschutz, bzw. bei Wohnungsübergabeprotokollen in denen auch Zählerstände vermerkt sind stehen auch Dinge drin, die die nix angehen.

    Ich leite dieses Erfordernis aus dem fett markierten Satzteil her. Wir bitten Sie, diesen nachvollziehbar darzulegen und zu belegen mit dem Bewertungsfaktor für den jeweiligen Heizkörper, wobeei der Bewertungsfaktor ebenfalls nachzuweisen ist.

    Wie sollte ich denn sonst "belegen"?

    Danke und Gruß
     
  7. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    26.09.2010
    Beiträge:
    7.755
    Zustimmungen:
    341
    Posting #3 noch nicht beantwortet...
     
  8. #7 Vermida, 09.01.2014
    Vermida

    Vermida Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    09.11.2013
    Beiträge:
    29
    Zustimmungen:
    1
    Nein, es liegt keine Vollmacht bei.

    Die Heizkostenabrechnung wurde durch uns selbst erstellt (nach dem Muster der Heizkostenabrechnungen, die in den Vorjahren durch ein professionelles Abrechnungsunternehmen erstellt wurden)

    Es sind 4 Wohneinheiten

    Nein, wir haben dort aber ein separates Zimmer, das wir zum Übernachten nutzen, wenn wir in Vermietungsdingen unterwegs sind (mit eigenen HKV)

    Übrigens: um die gute Meinung von Mieterbünden zu verbessern. Da ich mir unsicher bin, wie ich die Unterlagen aufbereiten soll (damit die endlich mal Ruhe geben), habe ich freundlich beim Mieterbund angerufen, um die Kontaktdaten des zuständigen Anwalts zu erfragen, um mit diesem diese Fragen zu besprechen (ich bin ja willens) und das macht man doch bei Klärungsbedarf eigentlich so.

    Fazit: Der Mieterbund hat sich geweigert irgendwelche Auskünfte zu geben, hat angegeben, dass er sich nur um Schriftliches kümmert und dann unangekündigt einfach aufgelegt. Es geht hier überhaupt nicht um die Sache, sondern nur darum, einem zahlungsunwilligen Mieter den Rücken zu stärken.
     
  9. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    26.09.2010
    Beiträge:
    7.755
    Zustimmungen:
    341
    Unter diesen Umständen würde ich weitere Kommunikation mit denen ablehnen.
     
  10. #9 Pharao, 10.01.2014
    Zuletzt bearbeitet: 10.01.2014
    Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    24.01.2012
    Beiträge:
    7.861
    Zustimmungen:
    508
    Hi,

    ich würde das dann hier auch so handhaben: "Ich kommuniziere mit dem Mieter, nicht mit dem Mieterbund" und dem Mieter würde ich kurz schriftlich mitteilen, das er gerne in die Unterlagen Einblick haben kann, nach voriger Terminabsprache.

    Naja, wenn das eine Firma gemacht hat mit den Faktor oder/und dem Ablesen, dann ist das doch ganz einfach mit dem Belegen. Wenn das also eine Firma gemacht hat, dann muss der Mieter ggf. sich mit dieser Firma auseinander setzen bei Unklarheiten. Ich würde hier drauf verweisen, das ich das so bekommen hab von der Firma und deswegen auch so abrechnen werde/muss.

    Ansonsten verstehe ich nicht ganz, was die mit "... beinhalten zwar einige theoretische Ausführungen, belegen allderings nicht den abgerechneten Verbrauch" gemeint ist.
     
  11. #10 Vermida, 10.01.2014
    Vermida

    Vermida Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    09.11.2013
    Beiträge:
    29
    Zustimmungen:
    1
    Der Mieterbund hatte im ersten Schreiben bemängelt, dass die Heizkostenabrechnung unrichtig sei, da die auf die Verbräuche angewendeten Faktoren falsch seien und angefordert, den Gradtagszahlenfaktor anzuwenden.

    Diese Anforderung war natürlich Blödsinn. In meiner Aufstellung waren folgende Daten vorhanden:

    - Zählerstand bei Einzug
    - Zählerstand zum 31.12.2012
    - Differenz der Zählerstände (=Verbrauchseinheiten für den Nutzungszeitraum)
    - Gewichtung der Differenz mit dem Faktor für den Heizkörper
    = Ergebnis

    Summe aller Einzelergebnisse für die HKV in der Wohnung = Verbrauch für die Wohnung

    Verbrauch für die Wohnung / Verbrauch Gesamtobjekt x Verbrauchskosten Heizung = Verbrauskosten Mieter Heizung

    Ich habe das denen dann im Detail erklärt, wie ich das berechnet habe und warum es so richtig ist, aber offensichtlich kann ein studierter Rechtsanwalt das nicht nachrechnen,

    @Berny: Was nützt es mir, wenn ich die Kommunikation mit denen verweigere. Mein Mieter schuldet mir Geld und wenn ich auf offiziellem Weg versuche, das geltend zu machen, wird er sich darauf berufen, dass er über den Mieterbund einen Widerspruch eingereicht hat. Keine gute Ausgangssituation. Das weitere Problem ist, dass, wenn ich das nicht kläre, dieses Spielchen bei der nächsten Abrechnung gerade wieder von vorne beginnt. Des Weiteren hat der MIeter aufgrund des Widerspruchs auch die Betriebskostenerhöhung, die ich zum 01.01.2014 durchgeführt habe, auch nicht überwiesen.
     
  12. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    24.01.2012
    Beiträge:
    7.861
    Zustimmungen:
    508
    Hi,

    also bemängelt der Mieterbund, das die Faktoren der einzelnen Heizkörper nicht stimmen würden, oder was ?

    Also das haben wir durch eine Firma (die auch gleichzeitig abliest) ermitteln lassen und damit hat sich das für mich auch erledigt. Einwände muss m.E. der Mieter dann bei dieser Firma anbringen, denn genau deswegen hab ich das ja über eine Firma machen lassen, um nicht selber da rumrechnen zu müssen. D.h. m.E. muss der Mieter hier Belegen, das ggf. die Firma sich verrechnet hat, denn ich würde mich hier auf den Standpunkt stellen ==> Siehe Firma xy, die das errechnet hat.
     
  13. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    26.09.2010
    Beiträge:
    7.755
    Zustimmungen:
    341
    Vermida:

    "Der Mieterbund hatte im ersten Schreiben bemängelt, dass die Heizkostenabrechnung unrichtig sei, da die auf die Verbräuche angewendeten Faktoren falsch seien"
    - Halte ich für eine dahingeworfene Schutzbehauptung, mit der jeder Ars** argumentieren kann.

    "angefordert, den Gradtagszahlenfaktor anzuwenden."
    - Der MB hat garnichts anzufordern. Ausserdem haben die Faktoren der HK (je nach deren Grösse/kW-Leistungen) überhaupt nichts mit der Heizgradtagetabelle (nach VDI 2065) zu tun - ein Zeichen für deren "Kompetenz". Unser leider nur recht selten anwesender @Heizer hatte mal in ähnlicher Angelegenheit statt der angeforderten Faktoren einfach die Seriennummern dem MB zugesandt, womit sie dann anscheinend zufrieden waren...

    "Diese Anforderung war natürlich Blödsinn. In meiner Aufstellung waren folgende Daten vorhanden:
    - Zählerstand bei Einzug
    - Zählerstand zum 31.12.2012
    - Differenz der Zählerstände (=Verbrauchseinheiten für den Nutzungszeitraum)
    - Gewichtung der Differenz mit dem Faktor für den Heizkörper
    = Ergebnis
    Summe aller Einzelergebnisse für die HKV in der Wohnung = Verbrauch für die Wohnung
    Verbrauch für die Wohnung / Verbrauch Gesamtobjekt x Verbrauchskosten Heizung = Verbrauskosten Mieter Heizung"
    - OK.

    "Ich habe das denen dann im Detail erklärt, wie ich das berechnet habe und warum es so richtig ist, aber offensichtlich kann ein studierter Rechtsanwalt das nicht nachrechnen,"
    - Nicht "umsonst" liest man hier und da, dass RAe, welche nicht so ganz toll sind, versuchen, beim MB unterzukommen...

    "Was nützt es mir, wenn ich die Kommunikation mit denen verweigere. Mein Mieter schuldet mir Geld und wenn ich auf offiziellem Weg versuche, das geltend zu machen, wird er sich darauf berufen, dass er über den Mieterbund einen Widerspruch eingereicht hat."
    - ... welcher jedoch keine rechtliche Auswirkung hat.

    "Keine gute Ausgangssituation."
    - Ich würde MB beantragen.

    "Das weitere Problem ist, dass, wenn ich das nicht kläre, dieses Spielchen bei der nächsten Abrechnung gerade wieder von vorne beginnt."
    - Vielleicht ist bis dahin die Klage entschieden, und er hat daraus gelernt.

    "Des Weiteren hat der MIeter aufgrund des Widerspruchs auch die Betriebskostenerhöhung, die ich zum 01.01.2014 durchgeführt habe, auch nicht überwiesen."
    - Würde ich anmahnen und ihn gleichzeitig abmahnen.
     
  14. #13 sara, 10.01.2014
    Zuletzt bearbeitet: 10.01.2014
    sara

    sara Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    04.03.2013
    Beiträge:
    1.449
    Zustimmungen:
    202
    Ort:
    NRW
    Pharao, sie hat es selbst errechnet. Die Faktoren hat sie von den früher von einer Firma erstellten Heizkostenabrechnung übernommen.

    Diese prozentuale Berechnung kommt wohl aufs Gleiche hinaus,

    aber in der Regel wird das auf den Abrechnungen anders dargestellt.

    Zunächst Aufteilung Grundkosten 30% - Verbrauch 70%

    Grundkostenanteil geteilt durch qm Gesamtwohnfläche X qm Wohnfläche

    Verbrauchskostenanteil (der 70%) geteilt durch die Gesamteinheiten Haus X Verbrauchseinheiten der Wohnung.

    Dann ist das klarer dargestellt. Deine Berechnung führt zwar zum gleichen Ergebnis ist aber auf den ersten Blick nicht so gut nachvollziehbar.
     
  15. Andres

    Andres
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    04.09.2013
    Beiträge:
    6.713
    Zustimmungen:
    1.254
    Ich will das Verhalten menschlich nicht verteidigen, in der Sache ist es aber nachvollziehbar. Es besteht keine zuverlässige Möglichkeit, den Anrufer zu identifizieren, daher sind telefonische Auskünfte sowieso eher vorsichtig zu erteilen. Verschärfend kommt dann noch die anwaltliche Schweigepflicht hinzu. Die erstreckt sich bereits auf das bloße Bestehen eines Mandats und wenn die Telefonöse (respektive der Telefonör :D) die Aussage "Sie haben mir da was geschrieben ..." nicht spontan verifizieren kann, sind jegliche Auskünfte sehr kritisch zu sehen. Bereits eine Auskunft wie "Den zuständigen Anwalt erreichen sie [wie auch immer]." ist u.U. unzulässig.

    Solange dir der Anwalt keine schriftliche Vollmachtsurkunde vorlegt, ist er zudem nicht verpflichtet, Zustellungen an seinen Mandanten anzunehmen. Du kannst also einer ggf. bestehenden Auskunfts-, Einsichts- oder sonstigen Pflicht über den Anwalt gar nicht nachkommen.

    Daher nochmal der Hinweis: Kommuniziere ausschließlich mit dem Mieter.

    Weiter muss ich Berny absolut zustimmen:

    Wenn der Mieter Einsicht in Unterlagen will, bekommt er sie - persönlich, ggf. auch Kopien gegen Kostenersatz.

    Da die Abrechnungsfrist bereits abgelaufen ist, machen Korrekturen an der Abrechnung auch höchstens dann Sinn, wenn der Mieter Rückforderungen geltend machen will. Solange es nur um deine Nachforderung geht, ist die Sache erschreckend einfach: Entweder ist deine Abrechnung gut oder sie ist es nicht.

    Da der Mieterbund ziemlich sicher nicht zugeben wird, dass du alles richtig gemacht hast, sind Diskussionen auch eher sinnlos.
     
  16. #15 Vermida, 10.01.2014
    Vermida

    Vermida Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    09.11.2013
    Beiträge:
    29
    Zustimmungen:
    1
    Danke erst mal für die vielen kompetenten Antworten, ein wirklich gutes Forum mit engagierten Mitgliedern mit Ahnung :-)

    Ich werde mal überlegen, was ich machen werde. Ich bin der Meinung, dass meine Abrechnung korrekt ist, allerdings habe ich auch keine Lust auf eine Klage (das ist halt anstrengend).Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mahnbescheid unwidersprochen bleibt, geht allerdings auch gegen 0. Sonst versteht man angeblich von allem immer nichts, aber mit diesen Dingen kennt sich mein Mieter garantiert aus.

    Ich werde also keinen Brief an den Mieterbund schreiben, sondern, wenn, dann an den Mieter.

    Noch eine Frage. Ich habe ja blöderweise letztes Jahr die Heizkostenabrechnung umsonst für meine Mieter erstellt (wir hatten ja bislang auch immer weitgehend liebe Mieter, da kann ich auch als Vermieter ja lieb sein - das entspricht auch eher meinem Naturell). M.E. darf ich die Kosten für die Erstellung der Heizkostenabrechnung mit angemessenen Kosten abrechnen. Korrekt? Wären die Rechnungen des Abrechnungsunternehmens aus den Vorjahren als Nachweis dass die Kosten angemessen sind ausreichend, oder sollte ich nochmals entsprechende Angebote einholen.

    Danke und Gruss
     
  17. Andres

    Andres
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    04.09.2013
    Beiträge:
    6.713
    Zustimmungen:
    1.254
    Nein. Deine eigene Arbeitszeit dafür darfst du nicht abrechnen.
     
  18. #17 Vermida, 10.01.2014
    Vermida

    Vermida Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    09.11.2013
    Beiträge:
    29
    Zustimmungen:
    1
    Gibt es hier noch andere Meinungen? Gem. BGH-Urteil v. 14.11.2012, VIII ZR 41/12 darf ein Vermieter selbst ausgeführte Eigenleistungen mit fiktiven Kosten abrechnen. Warum sollte sich dies nicht auch die die Erstellung der Heizkostenabrechnung (wohlgemerkt nicht Nebenkostenabrechnung) beziehen, deren Kosten normalerweise auf die Mieter verteilt werden dürfen.
     
  19. sara

    sara Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    04.03.2013
    Beiträge:
    1.449
    Zustimmungen:
    202
    Ort:
    NRW
    Andres hat Recht , die Kosten für die Erstellung von Betriebskostenabrechnungen darfst du nicht in Rechnung stellen.

    Nur wenn die Heizkostenabrechnung ein Unternehmen macht ist es umlegbar.

    Dann lass es wieder machen und du hast dann keinen Stress und die besagten Mieter zahlen dann noch etwas mehr...
     
  20. #19 Papabär, 10.01.2014
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    16.12.2010
    Beiträge:
    5.717
    Zustimmungen:
    425
    Ort:
    Berlin
    Nanü - wo ist mein Beitrag hin? Ich hatte doch gerade ... na, egal.

    Jau!
    Ich bin der Meinung, dass Du zwar den Aufwand für die Erstellung der Heizkostenabrechnung in Rechnung stellen - und diese auch umlegen kannst ... jedoch ohne jene Arbeiten, die Du im Rahmen ordnungsgemäßer Verwaltertätigkeit ohnehin machen musst (Also Buchhaltung, Rechnungsprüfung, Datenerfassung ect.).

    Somit blieben also nur der Aufwand für die Ablesung und den Ausdruck der Heizkostenabrechnung ... bei 4 + 1 Einheiten sollte das ähm ... überschaubar (um nicht zu sagen "winzig") sein.

    Allerdings wären dann ja noch irgendwo die Kosten für die Messgeräteausstattung ...
     
  21. #20 immodream, 10.01.2014
    immodream

    immodream Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    05.05.2011
    Beiträge:
    2.209
    Zustimmungen:
    461
    Hallo Vermida,
    wenn es in der Sache auch nicht weiterhilft, kann ich dir aus meinen langjährigen Erfahrungen als Vermieter mit dem Mieterbund schreiben, das ich auf Seiten des Mieterbundes bisher nur " Flachpfeifen " begegnet bin.
    Du musst dich also nicht einschüchtern lassen, wenn in einem Schreiben das Wort " Mieterbund " genannt wird.
    Ich hab mich sogar geweigert , mit denen irgendwie zu kommunizieren und hab mich dann entsprechend gut vorbereitet und es auf einen Prozeß ankommen lassen.
    Den hab ich dann auch ohne eigenen Anwalt gewonnen.
    Grüße
    Immodream
     
Thema: Wirksamer Widerspruch des Mieterbundes und wie beantworten
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. widerspruch gegen rechnung mieterbund

    ,
  2. einsprüche mieterbund beantworten

    ,
  3. widerspruch beantworten

Die Seite wird geladen...

Wirksamer Widerspruch des Mieterbundes und wie beantworten - Ähnliche Themen

  1. Eigenbedarfskündigung/ Widerspruch

    Eigenbedarfskündigung/ Widerspruch: Hallo liebes Forum, ich bin neu hier und hoffe, dass ihr mir helfen könnt. Ich wohne derzeit mit Mann und Kind in einer 2 Zimmer Wohnung auf...
  2. Widerspruch gegen Anmietung von Wasser- und Wärmemengenzählern

    Widerspruch gegen Anmietung von Wasser- und Wärmemengenzählern: Ich habe schon etliche Themen mit der Suchfunktion gelesen, aber noch keine konkrete Antwort auf meine Fragen gefunden. In §4 der...
  3. Vollmacht eines Mieters an Rechtsanwalt bei Kündigung nur mit Originalunterschrift wirksam?

    Vollmacht eines Mieters an Rechtsanwalt bei Kündigung nur mit Originalunterschrift wirksam?: Hallo, ist dieVollmacht eines Mieters an Rechtsanwalt bei Kündigung nur mit Originalunterschrift des Mieters wirksam?
  4. Widerspruch an Mieter formulieren

    Widerspruch an Mieter formulieren: Guten Abend, mein Mieter hat nach Ausmessung seiner Wohnung eine angebliche Abweichung festgestellt. Da die Abweichung knapp mehr als 10% beträgt...