Wirtschaftkrise, steigende Zinsen, Deflation oder Inflation?

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Goldhamster

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Hallo,

ich beobachte natürlich auch das Wirtschaftsgeschehen, den heimischen Anlageimmobilienmarkt und auch andere hochpreisige Dinge.

Meine erste richtige Wirtschaftkrise habe ich ca. ab dem Jahr 2002 erlebt. Da bekam man für hochpreisige Waren/Dienstleistungen kaum mehr richtigen Gegenwert geboten.
Etwas Ähnliches könnte ich mir auch in der nahen Zukunft vorstellen.

Das muß nicht auf Anlageimmobilien beschränkt sein - es gibt ja auch noch andere Werte.

Was meint ihr so?

Inflationshamster
 
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Inflationshamster

Das sind die Ursachen: FIAT Geld weltweit, Corona, Lieferketten und globale Probleme, Ukrainekrieg...

Wie sind deine Überlegung wie es weitergeht?
 
Ino75

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So ungern ich es ja auch mache, aber ich muss einer Aussage von Friedrich Merz zustimmen: Die fetten Jahre sind vorbei.

Es wird wenig geben, was man dagegen tun kann, außer sich vielleicht einzuschränken und zu akzeptieren, dass es eben nicht mehr bergauf sondern bergab geht und das wir doch zumindest gelegentlich auf recht hohem Niveau jammern.

Oder man wirft seinen letzten Rest Anstand über Bord und wettet z.B. auf steigende Getreidepreise, Staatspleiten, etc. und treibt damit die Preise für Grundnahrungsmittel noch weiter in die Höhe und unterstützt zum persönlichen finanziellen Vorteil Hungersnöte. Soweit ich gehört habe, ist da wohl noch jede Menge Geld zu machen. Ob man sich dann allerdings noch selbst im Spiegel ins Gesicht gucken mag?
 
Goldhamster

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....Oder man wirft seinen letzten Rest Anstand über Bord und wettet z.B. auf steigende Getreidepreise, Staatspleiten, etc. und treibt damit die Preise für Grundnahrungsmittel noch weiter in die Höhe und...

Hallo Ino - immer schön von dir zu lesen.

Steigende Preise für Grundnahrungsmittel sehe ich nicht als Beschränkung für meinen Wohlstand. Ebenso nicht die gestiegenen Spritpreise.

Wieviel Preissteigerung würdest du z. B. seit der Euro-Einführung für Superbenzin oder die Pizza in einem mittelklassigen Restaurant als vertretbar erachten?

Denk immer dran, die höchste Gefahr für eine Pleite geht der Spekulant selber ein!
(Das gilt besonders auch für Immobilienspekulation - und war es auch in der Vergangenheit)

Goldi
 

Hauswirtschafter

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Aufgrund der steigenden Zinsen, kurioserweise auch weiter steigenden Immobilienpreise und langsam steigender Mieten wird die Anlageform Immobilien immer unattraktiver. Wenn man in den fetten Jahren von ca. 2012 bis Anfang 2022 eingestiegen ist, hat man ziemlich viel richtig gemacht. Für junge Familien wird es zunehmend schwer oder unmöglich, Eigentum zu schaffen. Das ist sehr schade. Durch das ganze Problempaket aus Klimawandel, Krieg und Flüchtlingen, Corona, Wohnraummangel usw. ist keine Besserung in Sicht.
 
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Steigende Preise für Grundnahrungsmittel sehe ich nicht als Beschränkung für meinen Wohlstand. Ebenso nicht die gestiegenen Spritpreise.

Wieviel Preissteigerung würdest du z. B. seit der Euro-Einführung für Superbenzin oder die Pizza in einem mittelklassigen Restaurant als vertretbar erachten?

Goldi
Geehrter Inflationshamster, dass sollte auch dein Problem als Wohlhabender nicht sein!

Aber das Problem betrifft sehr viele im Mittelstand, zum Teil recht brutal.
Kein Gastronomiebesuch, keine Biolebensmittel, kein Urlaub usw...
 
SaMaa

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Geehrter Inflationshamster, dass sollte auch dein Problem als Wohlhabender nicht sein!

Aber das Problem betrifft sehr viele im Mittelstand, zum Teil recht brutal.
Kein Gastronomiebesuch, keine Biolebensmittel, kein Urlaub usw...
Man könnte es ja auch mal mit arbeiten versuchen. Die Zeiten wo man mit 7,5 Std pro Tag Arbeit sein Leben gut finanzieren konnte sind leider vorbei.

Für mich, die drei verschiedene Jobs ( selbstständig, seit Corona auch noch als Angestelle und auch noch als Dozentin tätig) hat. Kein größeres Problem 😉

Ich weiß, dass nun viele sagen werden… ich lebe doch nicht um zu arbeiten !
Ja, das ist Gott sei Dank jedem selber überlassen, wie man sein Leben lebt.

Aber ich habe früh gelernt, wenn man was haben oder erreichen möchte, geht das selten über ganz viel Freizeit. Zumindest wenn man von Beruf aus nicht Sohn/Tochter oder Ehepartner ist 😉

Somit verstehe ich oft das Gejammere der Harzer (ausgenommen kranke Harzer )
nicht…
 

Ferdl

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Ich sehe die Probleme eher langfristig.
Unser System der Altersvorsorge ist, jenseits der Pensionen, löchrig wie ein Schweizer Käse. Das Versprechen die Lücken ließen sich durch private Vorsorge schließen, läuft absehbar dank Niedrigzinsen + Inflation ins leere. Dies erzeugt Zukunftsängste und fürt zu drastisch steigendem (Bar) Sparvermögen, dieses Kapital steht dann zum Konsum nicht mehr zur Verfügung, verringert das Wirtschaftswachstum und führt langfristig zu Deflation.
Dazu kommt dass Investition in die "Märkte" (wer hat sich diesen bescheuerten Begriff für Aktienhandel denn ausgedacht?) für Normalos eher Irrwitzig sind, da dort noch mehr gelogen und betrogen wird wie in allen anderen Bereichen zusammen.

Wie man darauf reagieren soll? Keine Ahnung, ich da recht Ratlos.
 
GS_Schweig

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Ich sehe die Probleme eher langfristig.
Wie definierst du "langfristig"?
Wir selbst - toitoitoi - müssen uns eher weniger Sorgen machen, aber wenn ich mich so umschaue, wird mir echt anders.
Ich finde schon, dass das, was sich eigentlich schon vor Jahren ankündigte, sich jetzt durch Corona (aktuell der Lockdown in China und die Folgen für Industrie und Handwerk) und den Krieg exponentiell nach oben schraubt.
Und zu dem, was ihr schon schreibt, denke ich auch an die Unsummen, die jetzt in die Ukraine "gesteckt" werden. Das Geld muss doch irgendwo her kommen. Bzw., in ein paar Jahren wieder geholt werden.
Glücklich, wer ein abbezahltes Eigenheim mit großem Nutzgarten sein eigen nennt. Und der Möglichkeit, selbst Strom zu erzeugen.
 

Immofrager

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Die Preise werden sinken müssen für Immos. Leute verdienen nicht mehr und bei steigenden Zinsen würden die Raten bei gleichen Preisen zu sehr steigen. Und irgendwer will/muss immer verkaufen
 
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Ferdl

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Man könnte es ja auch mal mit arbeiten versuchen. Die Zeiten wo man mit 7,5 Std pro Tag Arbeit sein Leben gut finanzieren konnte sind leider vorbei.
Nein, Unsinnig für mich bei Spitzensteuersatz plus Sozialabgaben bleiben von 1000 Brutto gerade mal 350 € für das Geld arbeitet ein Flater nicht mehr.
Das wurde vor Jahren bereits eingestellt.
Aber ich jammere ja auch genauso nicht wie Immobilien Hamster.

Warum sollen Immobilien nominal billiger werden? Real vielleicht, aber das Problem sind die Mieten die sollten mindestens etwas unter der Inflationsrate steigen.
Wobei mit Mietpreisspiegelvorgaben usw. schon nicht leicht, oder?
 
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Ferdl

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Hm..., neulich war die Flachzange noch bei 20% Steuer...
 

Hutchinson Hatch

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Ich glaube, für Vorhersagen sind einfach zu viele Unbekannte im Spiel. Ein riesiges Problem entsteht demnächst für Einzelhändler und größere Unternehmen, dass immer weniger Kunden die gestiegenen Preise zahlen können. Wenn die fetten Jahre aber wirklich für den Mittelstand zu Ende sein sollten, wird es zunehmend schwieriger werden, den gesamten Wirtschaftskreislauf am Leben zu erhalten.

Dann wird es auf Dauer nur noch Branchen gut gehen, die essentiell für die Bevölkerung sind. Angesichts dieser bedrohlichen Entwicklung ist es geradezu fahrlässig, die Laufzeiten der Atommeiler nicht zu verlängern. Wir brauchen nicht nur Versorgungssicherheit, sondern auch bezahlbare Energie. LNG-Gas alleine (ca. 2-3facher Preis vom billigen Russen-Gas) wird Deutschland zwar durch die Winter retten, doch der wahre Schock kommt dann 2024 mit der Nebenkostenabrechnung.
 
Ino75

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Hallo Ino - immer schön von dir zu lesen.

Steigende Preise für Grundnahrungsmittel sehe ich nicht als Beschränkung für meinen Wohlstand. Ebenso nicht die gestiegenen Spritpreise.

Wieviel Preissteigerung würdest du z. B. seit der Euro-Einführung für Superbenzin oder die Pizza in einem mittelklassigen Restaurant als vertretbar erachten?
Merci, ich lese auch immer gerne von Dir :liebe001:

Also, wir sind nicht reich (aber bestimmt auch nicht an der Armutsgrenze) und ich merke das inzwischen deutlich, dass wir defacto immer weniger Kaufkraft haben. Anstatt 1-2x pro Woche essen zu gehen oder zu bestellen, machen wir das jetzt nur noch ca. 1x im Monat. Ich kaufe wieder die billigen Nudeln (obwohl die immer in Plastik verpackt sind) und nicht mehr die teuren von Barilla (die in einem Karton sind). Ich bestelle seltener beim Demeterhof. Mein Mann hat sich ein E-Bike besorgt und fährt jetzt, wann immer das Wetter es zulässt, mit dem Fahrrad zur Arbeit (hin- und zurück ca. 45km), damit wir Sprit sparen.

Wie viel Preissteigerung ich seit der Euroeinführung jetzt grundsätzlich als vertretbar erachte, ist schwer zu sagen. Aber etliches ist im Vergleich zu letztem Jahr um 20-30% teurer geworden, Strom und Gas haben sich sogar verdoppelt. Aber wie schon gesagt, das ist meckern auf hohem Niveau, wir kommen immer noch sehr gut zurecht, können unsere Sparquote problemlos aufrecht erhalten, unsere Aktien sind nur minimal im Verlust (aber das wird bestimmt, geht schon wieder bergauf) und wir verzichten eigentlich hauptsächlich auf Sachen, die wir sowie nicht wirklich brauchen. Ich kann ziemlich gut kochen, 1-2 x die Woche auswärts zu essen ist ein Luxus, darauf zu verzichten schränkt nicht wirklich ein. Und ich leide auch nicht wahnsinnig darunter, mir nicht mehr jeden Monat neuen Nagellack kaufen zu können, ich habe eh mehr von dem Zeug, als ein Mensch mit nur 10 Fingern und 10 Zehen in einem Leben verbrauchen kann ;-)

Ich weiß aber auch, dass wir verdammt viel Glück haben, und wenn auch nur einer von uns seinen Job verlieren sollte (wonach es aktuell nicht aussieht, aber man weiß halt nie), dann machen wir dicke Backen. Und es gibt eben sehr viele Menschen in Deutschland, die eh deutlich weniger Geld haben und wenn dann alles so viel teurer wird, das kann man nicht ausgleichen. Man kann heizen vielleicht reduzieren, aber ganz damit aufhören geht eben nicht, etc.
 

Wellensittich

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Hallo Ino - immer schön von dir zu lesen.

Steigende Preise für Grundnahrungsmittel sehe ich nicht als Beschränkung für meinen Wohlstand. Ebenso nicht die gestiegenen Spritpreise.

Wieviel Preissteigerung würdest du z. B. seit der Euro-Einführung für Superbenzin oder die Pizza in einem mittelklassigen Restaurant als vertretbar erachten?

Denk immer dran, die höchste Gefahr für eine Pleite geht der Spekulant selber ein!
(Das gilt besonders auch für Immobilienspekulation - und war es auch in der Vergangenheit)

Goldi
Und ich habe gerade ein schlechtes Gewissen, meine Bestandsimmobilien an unkundige Spekulanten (Neuvermieter, die das aus Instagramm und Youtube lernen) zu verkaufen…

Aber wenn das nun mal der Käufeemarkt ist…
 

Wellensittich

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Ich sehe die Probleme eher langfristig.
Unser System der Altersvorsorge ist, jenseits der Pensionen, löchrig wie ein Schweizer Käse. Das Versprechen die Lücken ließen sich durch private Vorsorge schließen, läuft absehbar dank Niedrigzinsen + Inflation ins leere. Dies erzeugt Zukunftsängste und fürt zu drastisch steigendem (Bar) Sparvermögen, dieses Kapital steht dann zum Konsum nicht mehr zur Verfügung, verringert das Wirtschaftswachstum und führt langfristig zu Deflation.
Dazu kommt dass Investition in die "Märkte" (wer hat sich diesen bescheuerten Begriff für Aktienhandel denn ausgedacht?) für Normalos eher Irrwitzig sind, da dort noch mehr gelogen und betrogen wird wie in allen anderen Bereichen zusammen.

Wie man darauf reagieren soll? Keine Ahnung, ich da recht Ratlos.
Ich hab erst gestern in der Wirtschaft vor 8 (Tagesschau Vorprogramm) vorgelesen bekommen, dass 7 Billionen Euro auf den Konten der Deutschen liegen.

Der Plan der Regierung ist es, Erneuerbare Energien und die notwendige Infrastruktur damit zu finanzieren.
Das ist immerhin auch eine Altersvorsorge für das Strom sparen und hilft der jungen Generation.
 
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Ich hab erst gestern in der Wirtschaft vor 8 (Tagesschau Vorprogramm) vorgelesen bekommen, dass 7 Billionen Euro auf den Konten der Deutschen liegen.
Wollen wir die jetzt enteignen?
Nein, der Staat sollte einen Fond dafür auflegen mit vernünftiger Verzinsung und dann könnten die Leute dort investieren.

Übrigens liegt bei mir nichts rum, dass ist alles grundsolide investiert und der Rest in Gold.
 
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