Guten Abend,
interessanter Thread.
Man kann ja am besten immer aus der eigenen Bubble berichten und so tue ich das auch. Viele Tarifverträge (Industrie, Spedition und Gesundheitsbranche) erhöhen den Lohn dieses und nächstes Jahr insgesamt um einen hohen einstelligen Betrag. Das finde ich schon beachtlich - auch wenn die Erhöhung nicht an die aktuelle Inflation herankommt, steigen bei vielen die Löhne.
Viele Bekannte und Freunde (Ende 20 bis Mitte 30) haben sich in den letzten zwei Jahren ein Haus/Wohnung zur Eigennutzung finanziert. Fast alle als Volltilger aber mindestens 20 Jahre, gerade weil die Zinsen so niedrig waren.
Vom Gefühl bleiben Anzeigen von Häuser/Wohnungen, die negative Aspekte wie starken Instandhaltungsstau, Erbpacht haben auch mal länger online und es wird nicht mehr alles weggekauft. Ein befreundetes Pärchen sucht auch schon länger und hat gesagt, dass die Kaufpreise von einigen Häusern, die schon länger online sind reduziert wurden.
Nach über zwei Jahren Suche habe ich nun auch eine passende Immobilie gefunden, die vom Preis auch fair ist. Die Finanzierung würde ich bei geringem Einsatz von Eigenkapital (12%) zu einem Zinssatz von 3,4% bekommen. Jetzt stimmt der Preis, aber die Finanzierung ist nicht mehr so gut.
Mein Tipp: Einen starken Abverkauf kann ich mir nicht vorstellen, durch die hohen Baukosten bleiben Bestandsbauten wertstabil. Auch die steigenden Löhne erlauben dezente Mietpreissteigerungen. Steigen werden die Preise aber auch nicht mehr viel. Günstiges Geld kann die Blase nicht weiter aufpumpen. Die Zinsen werden weiter angehoben, da sie längerfristig steigen müssen, sonst würde die Inflation kein Ende nehmen. Aber ob dieser Weg positiv ausgeht, weiß auch niemand.
Liebe Grüße