Wirtschaftlichkeitsgebot?

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  1. #1 Göbler, 19.12.2016
    Göbler

    Göbler Neuer Benutzer

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    Wirtschaftlichkeitsgebot?
    Muss ich jedes Jahr den günstigsten Gasanbieter suchen?
    Kann der Mieter eine Nachzahlung verweigern, wenn andere Anbieter günstiger waren?
     
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  3. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Du kannst ja mal versuchen den günstigsten Gasanbieter zu nehmen mit sämtlichen extra Konditionen, im Jahr darauf vergisst Du zu kündigen. Jetzt möchte ich mal den Mieter sehen, der den Gaspreis ohne Neukundenrabatt freiwillig zahlt.

    Ich bin mit dem günstigsten Tagrif beim örtlichen Gasanbieter, hatte noch nie Probleme mit den Preisen, dass die Mieter sich geweigert haben das zu zahlen.

    Ich denke nicht, dass Du dazu verpflichtet werden kannst. Die Mieter können ja ausziehen, wenn es zu teuer wird.
     
  4. #3 immobiliensammler, 19.12.2016
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

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    Naja, das Wirtschaftlichkeitsgebot ist natürlich zu beachten aber ich glaube nicht, dass Du hier regelmäßig Bonuszahlungen etc. zu Gunsten der Mieter mitnehmen musst. Ich habe letzte Woche 8000 Liter Heizöl bestellt, da habe ich auch keine europaweite Ausschreibung gemacht sondern den Heizölhändler meines Vertrauens angerufen.
     
  5. Fimmo

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    Ich glaube auch nicht, dass Du dazu verpflichtet bist.
    Ich habe einen ziemlich querulanten Mieter, der jedes Jahr nach der NK-Abrechnung bei mir aufläuft. Wenn es so wäre, hätte der das bei mir schon längst bemängelt.
     
  6. Berny

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    ... und wenn der Anbieterwechsel für den VM in die Hose geht, dann hat ausschliesslich er die A-Karte...
    Neenee, ich bleibe beim örtlichen Grundversorger.
     
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  7. #6 PHinske, 19.12.2016
    PHinske

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    Und DAS, Berny,
    halte ich nun wirklich für einen Verstoß gegen dein Wirtschaftlichkeitsgebot als Vermieter!

    Hier ein Auszug aus meinem Preisvergleich beim vorigen Anbieterwechsel:

    4.227 € beim günstigsten, als seriös beurteilten Versorger.
    5.587 € für Vertragsgas beim örtlichen Stadtwerk.
    6.388 € in der Grundversorgung beim örtlichen Stadtwerk.

    Verglichen wurde eine definierte Menge kWh als Schätzung auf der Grundlage der Vorjahre.
    Es geht um ein 10-Fam-Haus.

    Die genannten Kosten in der Grundversorgung dienen hier nur einer zusätzlichen Einschätzung.
    Relevant ist der Vergleich der oberen beiden Zahlen.

    Die beiden größten Wohnungen in unserem Haus hatten für das Jahr 2015 eine tatsächliche Ersparnis bei den Heizkosten von 300 bzw. 330 €, allein durch den Anbieterwechsel!
    -----
    @Göbler:
    Wie so ein Streit mit dem Mieter am Ende ausgeht, kann wohl niemand vorhersagen.
    Aber wenn das jemand problematisiert bei solchen Unterschieden wie oben, könnte die Nachforderung bei der Heizkostenabrechnung möglicherweise bei Gericht nicht oder nur zum Teil durchgesetzt werden.
    Meine Meinung. Mehr nicht, im Moment.

    Den Standpunkt von Berny in einem Verfahren auf Zahlungsklage zu vertreten, dürfte die Wahrscheinlichkeit des Prozessgewinns jedenfalls nicht gerade gravierend verbessern... ;-)

    MfG PHinske
     
  8. #7 immodream, 19.12.2016
    immodream

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    Hallo Göbler,
    ich hab vor mehreren Jahren von RWE zu Gelsenwasser gewechselt. Also ein seriöser Anbieter hier im Ruhrgebiet. Vor einem halben Jahr hab ich bei dem gleichen Anbieter nochmal seinen günstigeren Tarif genommen. Effektive Einsparung ca. 10-15 %.
    Nachteil, der Abrechnungszeitraum des Gasanbieters passt überhaupt nicht zu meinem NK-Abrechnungszeitraum.
    Freundlicherweise hat mir der neue Gasanbieter eine " Scheinrechnung " für meinen Abrechnungszeitraum erstellt.
    Wenn man für seine Mieter Geld sparen will, ist das sehr mühsam . Wenn du noch ein A.... als Mieter hast, der das alles nicht versteht und noch einen Idiotenanwalt vom Mieterverein , kann das Sparen noch mühsamer sein.
    Grüße
    Immodream
     
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  9. #8 Fremdling, 19.12.2016
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    Bei Dir "normales" Verhalten unterstellt: Ja. Nein. Nein.

    Das Wirtschaftlichkeitsgebot findet sich m.E. im ersten dürren Satz des BGB § 556 (3): "Über die Vorauszahlungen für Betriebskosten ist jährlich abzurechnen; dabei ist der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit zu beachten."

    Als Nichtjurist mal ungeschützt: Solange Du angemessene und marktübliche Preise aushandelst, die nicht deutlich überhöht (z.B. +20%) sind, gelten meine Eingangsantworten. Auch ist der Preis nicht allein entscheidend, sondern z.B. zuverlässiger Partner, Qualität, etc.

    Man stelle sich mal das Anbieter-Hopping vor, wenn stets nur die "billigsten" Anbieter genutzt werden dürfen!
     
  10. #9 immodream, 19.12.2016
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    Hallo PHinske,
    sind deine Preise Brutto oder Netto?
    5,10 ct/kWh netto beim örtlichen " seriösen " Wasseranbieter Gelsenwasser

    4,44 ct/kWh netto beim örtlichen "seriösen " Wasseranbieter Gelsenwasser.
    bei Nachfrage nach einer Werbeaktion ( sind also auch alles Drecksäcke )
    wer nicht fragt , bezahlt auch den höheren Preis

    6,8 ct /kWh netto beim örtlichen Grundversorger RWE

    Grüße
    Immodream
     
  11. #10 PHinske, 19.12.2016
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    Hallo immodream,
    das sind in der Vorschau Gesamtgaskosten für ein Jahr gewesen.
    Galt nur für unser Haus und natürlich mit Grundgebühr und allen Steuern und Abgaben.
    Das kannst du mit den Angaben von oben natürlich nicht vergleichen.

    Der Vergleich war von Oktober 2015.
    Im Herbst 2016 haben wir das Wechseln verpasst wegen Wechsel der Verwaltung.
    Wenigstens kam aber keine Preiserhöhung nach einem Jahr.

    Die Bruttopreise vom Oktober 2015 waren:
    4,36 Ct plus Grundgebühr von 220 € beim günstigen seriösen.(Zusätzlich 135 € Bonus nach dem 1. Jahr.)
    5,56 Ct plus Grundgebühr von 306 € für Vertragsgas beim Stadtwerk.
    6,66 Ct plus Grundgebühr von 118 € für Grundversorgung beim Stadtwerk.

    Seitdem sind doch Preise fast überall gesenkt worden, meine ich.
    Für uns steht der nächste Vergleich aber erst im Herbst 2017 an.

    Ich komme aus dem zentralen Ruhrgebiet.

    MfG, PHinske
     
  12. #11 immobiliensammler, 19.12.2016
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    Stimme voll zu, wenn das Pflicht wäre dann hätten damals ja alle Vermieter z.B. zu Teldafax wechseln müssen (waren ja in allen Vergleichsportalen super), dann hätte man mit den Mietern streiten dürfen, ob die durch die Insolvenz verlorene Anzahlung umlagefähig ist oder nicht ...

    Gut das es nicht so ist!
     
  13. Berny

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    Jaja, an Teldafax dachte ich auch. Werde mal den Versorger anschreiben, er möge mir zwecks Vermeidung des Wechselns einen günstigeren Tarif anbieten. Werde mal berichten, falls es interessiert.
     
  14. #13 PHinske, 20.12.2016
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    Der Beitrag von immodream hat mich veranlasst, eine neue Preiserhebung für 95.000 kWh zu machen.
    Ergebnis:
    3.936 € bei einem neuen günstigsten, als seriös beurteilten Versorger. (Enthalten 984 € als Bonus sofort und in Abschlägen)
    4.438 € beim aktuellen Versorger, ohne Bonus. ...................(Vor einem Jahr = 4.263 €; ohne Bonus)
    5.236 € für Vertragsgas beim örtlichen Stadtwerk. ............... (Vor einem Jahr = 5.587 €)
    6.046 € in der Grundversorgung beim örtlichen Stadtwerk. ..(Vor einem Jahr = 6.388 €)

    Bei 498 € Jahresersparnis gegenüber dem aktuellen Versorger ohne Bonus würde sich ein Wechsel schon wieder lohnen.

    Der neue günstige "seriös" beurteilte mit dem Riesenbonus ist bekannt als Atomkraftfirma beim Strom aus dem Süddeutschen.

    MfG, PHinske
     
  15. #14 PHinske, 20.12.2016
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    Für mich zählte TELDAFAX nie zu den vermeintlich seriösen Stromanbietern.
    Die Firma hatte ich bei meinen Strompreisvergleichen früherer Jahre IMMER aussortiert gehabt.
    Lange Zeit vor der Insolvenz zeichnete sich das Problem schon ab.

    MfG PHinske
     
  16. #15 immobiliensammler, 20.12.2016
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    Ist aktuell schon komisch, wie die großen Betreiber im jeweils (ehemals) fremden Revier wildern, wenn ich das für den Raum Nürnberg mache lande ich meist bei einem großen Anbieter aus dem Norden bzw. Osten (fängt mit V an)
     
  17. #16 immobiliensammler, 20.12.2016
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    Für mich sind solche Vorkasseangebote auch nie in Frage gekommen, ich meinte nur mit der - natürilich ironisch gemeinten - Aussage ... Verpflichtung, den günstigsten Anbieter zu nehmen ...
     
  18. #17 PHinske, 20.12.2016
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    Jetzt aber zurück zum Thema von Göbler:

    Mein unmaßgeblicher Rat gegenüber dem mutmaßlich kritischen Mieter wäre:
    1. Eine angemessene Reduzierung bei der Heizkostenabrechnung anbieten; der Differenzverlust fließt in deine Einkommensteuer ein.
    2. Eine eigene Preiserhebung vornehmen und schnellstmöglich zu einem günstigen seriösen Anbieter wechseln, damit es nicht zu einem AlleJahreWieder kommt!

    MfG PHinske
     
  19. Berny

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    Was, bitte, ist der Unterschied?
     
  20. #19 Fremdling, 20.12.2016
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    Aha, schreiben wir also allen WEG- und Wohnungsverwaltern sowie selbstverwaltenden Grundbesitzern ganz nebenbei gründliche Kenntnisse von Volks- und Betriebswirtschaft, Marktbeobachtung, Jahresabschluss-Analyse & Co. ins Pflichtenheft. Dann noch flink auf Eigentümer- und Mieterseite dieselbe Kompetenz einfordern, damit jede/r auch wirklich jeden Wechsel verstehen und akzeptieren kann. Das wäre doch mal ein guter Vorsatz für 2017 und ließe sich in die Debatte um den "Verwaltersachkundenachweis" integrieren!?

    Aber im Ernst: Die Idee eines preisinduzierten Anbieterwechsels ist völlig in Ordnung und im Einzelfall erfolgsgekrönt. Auf Seriösität ist dabei ganz selbstverständlich zu achten (auch wenn z.B. Deutsche Bank, Volkswagen, ... ihren diesbezüglchen Ruf einzubüßen scheinen!). Aber bitte nicht übertreiben, den Wechselaufwand und Reklamationen der Nutzer einpreisen und auch Unterschiede bei Miet- und WEG-Verwaltung beachten. - In diesem Sinne ein friedvolles Fest!
    :birthday dear Jesus...
     
  21. dots

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    Die? Der!
    Der billigste Anbieter.

    Aus dem Zitat kann ich nicht rauslesen, dass grundsätzlich das billigste Angebot anzunehmen ist. Es wird auch idR nicht das wirtschaftlichste sein.
    Außerdem steht nirgendwo, dass immer und überall das (eine) wirtschaftlichste Angebot anzunehmen ist.

    Wenn man mal das eigene Hirn einschaltet, wird man bestimmt und hoffentlich zu dem Schluss kommen, dass die Antwort auf Göblers Frage glasklar ist.
    Es sei denn, man kann die Begriffe "billig" und "wirtschaftlich" nicht differenzieren. Aber dann ist das auch egal, welchen Gasanbieter man nimmt.
     
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