Wohnen auf Zeit-Mieterhöhung bei Verlängerung

Diskutiere Wohnen auf Zeit-Mieterhöhung bei Verlängerung im Mietvertrag über Wohnraum Forum im Bereich Mieter- und Vermieterforum; Hallo, ich habe eine möbilierte Wohnung auf Zeit in Köln und bewohne diese seit einem Jahr. Ich zahle eine Pauschalmiete, inkl. aller...

  1. #1 DerKölner, 27.05.2014
    DerKölner

    DerKölner Gast

    Hallo,

    ich habe eine möbilierte Wohnung auf Zeit in Köln und bewohne diese seit einem Jahr.
    Ich zahle eine Pauschalmiete, inkl. aller Nebenkosten in Höhe von 500,- Euro. Angemietet durch eine Agentur.

    Am Anfang des Jahres sollte die Miete um 80,- Euro erhöht werden, wir einigten uns auf 40,- Euro.
    Grund dafür waren gestiegene Energiekosten.

    Jetzt läuft mein Mietvertrag aus. Wir vereinbarten, dass ich noch weitere Monate die Wohnung nutze.
    Mit der Bestätigung der Verlängerung kam eine erneute Erhöhung seitens der Agentur in Höhe von 40,- Euro, wohl in Absprache mit dem Vermieter.

    Der Vermieter weiß natürlich, dass ich die Wohnung brauche und koppelt an die Verlängerung eine erneute
    Mieterhöhung von 40,- Euro. Meine Frage ist, ob dies rechtens ist.
    Ich kann die Erhöhung natrülich ablehnen, müsste dann aber aus der Wohnung raus, in der ich aber eigentlich wohnen bleiben möchte.

    Meine Frage ist jetzt, ob ich noch andere Alternativen habe, außer der Zustimmung der Mieterhöhung oder dem Auszug aus der Wohnung.

    Vielen Dank schon einmal für eure Antworten und Hilfen.

    Andreas
     
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  3. #2 Bürokrat, 27.05.2014
    Bürokrat

    Bürokrat Erfahrener Benutzer

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    Was ist im MV vereinbart?
     
  4. #3 BHShuber, 27.05.2014
    BHShuber

    BHShuber Erfahrener Benutzer

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    Zeitmietverträge

    Hallo,

    ganz einfache Antwort:

    JA, denn nach Ablauf des Mietvertrages auf Zeit wäre es eine Neuvermietung und wenn der Mieter, bzw. für einen erneuten Mietvertrag auf Zeit mehr Geld verlangt wird, kann man sich überlegen ob man das will oder nicht.

    Ich gehe mal davon aus, dass man hier über die Agentur eine Wohnen auf Zeit genommen hat voll möbliert, soweit mir bekannt, ginge das aber nur über jeweils einen Vertragszeitraum von max. 6 Monaten alles darüber würde dann unter das Mietrechtsgesetz fallen und die Verträge wären unwirksam.

    Mal genau die Geschäftsbedingungen durchforsten und sich kundig machen bei Tante Google.

    Gruß

    BHShuber
     
  5. #4 Pharao, 27.05.2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27.05.2014
    Pharao

    Pharao Gast

    Hi DerKölner,

    hier wäre u.U. zu überprüfen, ob hier ein Mietvertrag auf Zeit laut §575 BGB vorliegt, denn u.a. heißt es dort:

    " .... und er dem Mieter den Grund der Befristung bei Vertragsschluss schriftlich mitteilt. Anderenfalls gilt das Mietverhältnis als auf unbestimmte Zeit abgeschlossen(...)

    Entfällt der Grund, so kann der Mieter eine Verlängerung auf unbestimmte Zeit verlangen. Die Beweislast für den Eintritt des Befristungsgrundes und die Dauer der Verzögerung trifft den Vermieter.
    "

    Ansonsten heißt es im §560 BGB Abs 1:

    "Bei einer Betriebskostenpauschale ist der Vermieter berechtigt, Erhöhungen der Betriebskosten durch Erklärung in Textform anteilig auf den Mieter umzulegen, soweit dies im Mietvertrag vereinbart ist. Die Erklärung ist nur wirksam, wenn in ihr der Grund für die Umlage bezeichnet und erläutert wird."
     
  6. #5 Crocodilian Berlin, 16.07.2017
    Crocodilian Berlin

    Crocodilian Berlin Neuer Benutzer

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    Beim Zeitmietvertrag, wie auch bei allen anderen Verträgen, sind Mieter und Vermieter die Vertragspartner. Nicht die Zeitwohnagentur. Von daher sind deren AGB nicht ausschlaggebend. Ein Zeitmietvertrag, der für länger als 6 Monate abgeschlossen wird, ist auch nicht automatisch ein unbefristeter Vertrag. Was den Befristungsgrund angeht, kommt es darauf an, ob die Wohnung für einen fest definierten Zeitraum "untervermietet" oder angeboten wird. Falls der Vermieter die Wohnung längerfristig auf Zeit vermietet, kann kein Befristungsgrund angegeben werden. Das heißt aber nicht, dass jeder Richter hier sofort einen unbefristeten Vertrag sieht.

    Ich arbeite für eine Zeitwohnagentur in Berlin und ich würde nicht empfehlen, es in solchen Fällen auf einen Rechtsstreit ankommen zu lassen. Wohnen auf Zeit kann wirklich nur dann funktionieren, wenn es eine Win-win Situation für beide Seiten gibt. In diesem Fall finde ich die Forderungen des Vermieters wirklich nicht nmaßlos.Es ging um zuerst um 80 Euro, er hat Ihnen schließlich 40 Euro erlassen, will aber jetzt bei der erneuten Verlängerung den vollen Betrag. Vielleicht die Kosten insgesamt gestiegen, ihr Verbrauch war höher als geplant etc. Das sind alles nachvollziehbare Gründe.
    Wenn der Mieter sich in einem solchen Fall auf ein unbefristetes Mietverhältnis beruft, kann der Vermieter ihn auch ärgern: z.B. könnte er die Kaution länger einbehalten, als es beim Zeitwohnen üblich ist. Bei der Zeitvermietung wird zügig rückerstattet, bei der unbefristeten Vermietung kann es schon mal bis zu 6 Monate dauern. Auch da lohnt es sich nicht zu klagen, selbst wenn Sie der Meinung sind, dass der Vermieter eigentlich spätestens nach 3 Monaten die Kaution - für einen unbefristeten Vertrag - zurückerstatten müsste. Man sollte sich immer die Frage stellen, ob sich ein Streit lohnt und was die Konzequenzen sein könnten und ob man ein gutes Verhältnis wegen einer geringen Zahlung aufs Spiel setzen möchte. :-)
     
Thema: Wohnen auf Zeit-Mieterhöhung bei Verlängerung
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