Wohnen bei einer Wohnungsbaugenossenschaft

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Wubbu, 20.03.2012.

  1. Wubbu

    Wubbu Erfahrener Benutzer

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    Hallo zusammen,

    ja, auch ein Moderator hat Fragen ;)

    Und zwar ist es so, wir ziehen möglicherweise demnächst um, fast sicher in eine Wohnung einer Wohnungsbaugenossenschaft. Nun wollte ich von euch mal einfach grob ein paar Sachen gewusst haben, ob euch das geläufig ist oder eher nicht.

    Die Wohnung war ursprünglich eine WBS-Wohnung. Auf diesen hätten meine Frau und ich aber keinen Anspruch gehabt. Der Vorstand hat diese Wohnung nun aber freigegeben, sodaß auch nicht WBS berechtigte Mieter einziehen können. Einen Reservierungsvertrag (Vorvertrag) haben wir schon unterzeichnet.

    Nun ist es aber so, für den Boden, die Wände und auch die Decken sind die Mieter verantwortlich. Ist das so normal? Es ist zwar ein Laminat drin, auch Deckenpaneele sind vorhanden und Rauputz an den Wänden. Nun hieß es, wir können das vom Vormieter übernehmen. Wenn wir aber mal ausziehen und der neue Mieter möchte das nicht, dann müssen wir die Sachen entfernen. Rauputz abschlagen ist aber auch nicht ganz so einfach. Auf Nachfrage meinte man, man "könnte" es im Übergabeprotokoll vermerken, sodass wir nicht für die Entfernung verantwortlich wären. Wie genau sollte man das denn eurer Meinung nach formulieren, damit das für uns auch wasserdicht ist?

    Einen Laminatboden rausreissen oder Deckenpaneele runterreissen sollte nicht das Problem sein. Ich möchte aber nachher ungern tausende von Euro bezahlen für Sachen, die ich ja nicht eingebaut hab. Wie sieht es denn aus, wenn durch den nicht fachgerechten Einbau (Decken, Boden) Schäden entstanden sind? Wäre das unser Problem oder das Problem vom Vormieter? Müsste man das entsprechend im Übergabeprotokoll festhalten?

    Freu mich über eure Antworten und viele Grüße
     
  2. AdMan

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  3. #2 Martens, 20.03.2012
    Martens

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    moin Sascha,

    es scheint bei Genossenschaften üblich zu sein, die Mietereinbauten dem Nachmieter überzubürden. Findet dieser niemanden, der das so übernimmt, hat es den Originalzustand herzustellen.
    Ich wäre als Mieter sehr vorsichtig, mich auf solche Verpflichtungen einzulassen.

    Ihr solltet einfach darauf achten, welche Formulierungen Euch im Mietvertrag zur Unterschrift vorgelegt werden, ggfs. mit dem genauen Wortlaut hier nochmal nachfragen.

    Christian Martens
     
  4. Wubbu

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    Klar, das machen wir.

    Auf Nachfrage teilte mir dann eben mit, daß wir bei Auszug eben im schlimmsten Falle Tapeten, Deckenpaneele und Laminatboden rausmachen müssten. An dem soll es ja nicht unbedingt scheitern. Nur möchte ich eben ungern immense Kosten dadurch haben. Jetzt muss erstmal der Nutzungsvertrag kommen, dann sehen wir vielleicht etwas klarer.

    Die Frage ist ja jetzt auch, einen Reservierungsvertrag wurde vereinbart, wenn mir nun aber der Nutzungsvertrag nicht gefällt, müssten wir dann die Wohnung trotzdem nehmen? Lustigerweise stand nämlich im Reservierungsvertrag drin, daß wir Einsicht in den Nutzungsvertrag hätten und uns informieren konnten, was nicht der Fall war. Haben wir da vielleicht etwas zu vorschnell den Reservierungsvertrag unterschrieben?
     
  5. #4 Papabär, 20.03.2012
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    Hallo Wubbu,

    mal ganz nebenbei: Hinter Paneelen an Wänden und/oder Decken versammeln sich gerne mal "nette" kleine Pilzsporen, weil i.d.R. dort die Luft nicht so gut zirkulieren kann. Wenn Du vor Vertragsunterzeichnung mal einen Blick dahinter werfen kannst, dürfte das zumindest nicht schaden.
     
  6. Wubbu

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    Das dürfte wohl eher nicht funktionieren. Die sind bündig montiert.

    Ich bin nun doch etwas unentschlossen. Naja, erstmal den Nutzungsvertrag abwarten, was dort drin steht.
     
  7. #6 Martens, 21.03.2012
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    Auch für Genossenschaften gilt das BGB, wenn die das auch gerne anders hätten.
    Ein Reservierungsvertrag (wasauchimmerdasseinsoll) ist kein Wohnungsmietvertrag sondern höchstens eine Absichtserklärung.

    Es wird im Einzelfalle nicht damit getan sein, z.B. die Wandverkleidungen zu entfernen, denn der Zustand der Wand ist dann vom Mieter ordentlich herzustellen - so denkt sich das zumindest die Genossenschaft.

    Christian Martens
     
  8. Wubbu

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    Der Rauputz, der an den meisten Wänden ist, wurde damals nach dem Wohnungsbrand dort durch eine Firma angebracht. Die Genossenschaft wusste davon auch. Folglich gehört der Rauputz an den Wänden (bis auf 2 andere Räume, dort sind Tapeten dran) auch der Genossenschaft. Es wird nun im Übergabeprotokoll festgehalten, daß wir diesen Rauputz bei Auszug nicht abschlagen/entfernen müssen, so die telefonische Auskunft heute. Wie würdet ihr das denn wasserdicht formulieren, damit uns da dann bei Auszug keine Nachteile entstehen?

    Mein Gedanke war ja, alle Wände, die mit Rauputz versehen sind, sehr genau begutachten und auch von den Schäden dann Bilder machen. Wäre die Vorgehensweise in Ordnung? Oder gibt es was besseres, was man machen könnte?
     
  9. #8 Papabär, 21.03.2012
    Papabär

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    Hallo Wubbu,

    was Martens Dir m.E. mit dem Verweis auf das BGB sagen wollte ist, dass
    zwar allgemeiner Vermieterwunsch - aber dennoch Mumpitz ist.

    Reine Schönheitsreparaturen können zwar auf den Mieter abgewälzt werden ... was Instandsetzung/Instandhaltung angeht, sind die Einbauten jedoch Bestandteil der Mietsache und damit Angelegenheit des Vermieters.

    Vorhandene Schäden sollte man schriftlich dokumentieren - Bilder runden die Sache ab. Dabei auch nicht vergessen zu vereinbaren, wer für die Beseitigung der Schäden verantwortlich ist - schon um evtl. Minderungsansprüche nicht zu gefährden.


    Der Vormieter übergibt die Wohnung keinem anderen als dem Eigentümer bzw. seinem Vertreter ... dieser übergibt dann Dir die Wohnung. Wenn Dir dabei Fernseher, Geschirrspüler und Deckenpaneele mit übergeben werden, dann sind diese Dinge nunmehr Bestandteil der Mietsache.

    Nö ... grundsätzlich erst mal nicht, das wäre dann ja eine bauliche Veränderung der Mietsache. Wichtig ist m. E. nur, daß der Zustand bei Vertragsbeginn - also auch das da Rauputz an welcher Wand vorhanden ist - ordentlich dokumentiert wird.

    Macht das ... schaden wird´s IMHO nicht. Evtl. sollte man sich ein Hintertürchen offen lassen, das man zur Entfernung berechtigt ist ... Zierputz ist zwar eigentlich zeitlos, aber wer weiß - vlt. hast Du Dich in fünf Jahres daran satt gesehen (bei meiner Madame genügen da ja für gewöhnlich schon 2-3 Jahre).

    Welcher Zustand bei Rückgabe der Mietsache geschuldet ist, wird für gewöhnlich im Mietvertrag vereinbart. Hier müsste man dann aber die genaue Formulierung sehen, um Dir sagen zu können, ob diese Vereinbarung Gültigkeit besitzt oder nicht. Da in den letzten Jahren bereits eine Vielzahl solcher Klauseln von verschiedenen Gerichten (allen voran der BGH) gekippt wurden, müsste man sich weiterhin Heizers Glaskugel ausleihen um zu schauen, was zum Zeitpunkt Deines Auszuges dann tatsächlich noch genau davon übrig bliebe.
     
  10. Wubbu

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    Hallo Papabär,

    erstmal danke für Deine Antwort. Teilweise ist es doch aber üblich, daß manche Vermieter ohne Bodenbelag und Wand-/Deckenbelag vermieten. Sozusagen der originale Zustand der Wohnung.

    Bei Auszug, so wie ich es bislang verstanden hab, müssten wir ja lediglich die Beläge wieder entfernen, nicht nochmal neu kaufen und verlegen (lassen). Blöd ist halt im Moment, daß ich den Wortlaut des Nutzungsvertrages nicht kenne.
     
  11. #10 Papabär, 22.03.2012
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    Richtig ... sonst müsste der Vermieter ja während der Mietzeit permanent für irgendwelche Reparaturen gerade stehen - na wer will das schon.


    Naja, das "müssten" sehe ich im Moment noch nicht ... andererseits dürfte das aber auch kein Hinderungsgrund sein.
     
  12. Wubbu

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    Was mich irgendwie an der ganzen Geschichte etwas irritiert (ich kenne es bislang einfach nicht), selbst die Fliesen in Küche und Bad wären unser Bier. Ich mein, ich kann doch aber nicht auch noch Fliesen rausreissen, wenn wir mal ausziehen. Dazu müsste dann ja ein Installateur kommen, der mir dann Waschbecken, Duschwanne samt Armaturen und WC Schüssel abmontiert.

    Wie gesagt, es wäre einfach wunderbar, hätten wir den Nutzungsvertrag und könnten uns diesen mal durchlesen. Ob wir mit dem dann auch noch zum Anwalt gehen sollten um ihn prüfen zu lassen?
     
  13. #12 Papabär, 22.03.2012
    Papabär

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    NEIIN ... sind sie nicht. Ich hab´ das doch bereits in #8 geschrieben.

    Sieh nur zu, daß im Übergabeprotokoll notiert wird, in welchem Raum, an welcher Wand welche Oberfläche vorhanden ist.


    Nuja, schaden würde es sicher nicht.
     
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