Wohnfläche in der Betriebskostenabrechnung

Dieses Thema im Forum "Abrechnungs-/Umlagmaßstab" wurde erstellt von galaxy, 25.08.2013.

  1. #1 galaxy, 25.08.2013
    Zuletzt bearbeitet: 29.06.2014
    galaxy

    galaxy Benutzer

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    Hallo,

    wir haben nur Ärger mit einem Mieter, den wir mit dem Hauskauf vor 2 Jahren (MFH) übernehmen mussten. Das Mietverhältnis besteht seit ca. 40 Jahren, es gibt aber keinen schriftlichen Mietvertag und keine vertraglich vereinbarte Wohnfläche. Der Voreigentümer hat die Betriebskosten früher nach der Personenzahl abgerechnet. Ab 2005 bestanden die Mieter darauf, dass der gesetzliche Umlagemaßstab nach der Wohnfläche anzuwenden sei, weil im Mietvertrag kein bestimmter Verteilerschlüssel vereinbart worden ist. Der Vorvermieter hat dann die Betriebskosten nach der vermeintlichen Wohnfläche von 68m² abgerechnet.

    Im Jahr 2006 hat der vorige Eigentümer das Haus vermessen lassen und es hat sich herausgestellt, dass die Wohnung tatsächlich 6m² größer ist.
    Der Vorvermieter hat dieses den Mietern mitgeteilt und angekündigt, die BK-Abrechnungen ab 2007 nach den tatsächlichen Wohnflächen zu erstellen. Das wurde dann auch so akzeptiert.

    Nach unserer Hausübernahme haben wir die BK-Abrechnung für 2011 wie in den vergangenen Jahren nach der Wohnfläche von 74m² erstellt. Jetzt wird diese Wohnfläche bestritten und die Mieter behaupten, es gelten die 68m², da der vorige Vermieter diese Wohnfläche in den letzten 20 Jahren als Grundlage für Mieterhöhungen angewendet hat und dadurch sei eine konkludente Vereinbarung zu einer bestimmten Wohnfläche geschaffen worden.

    Der Streit ist vor Gericht gelandet. Das Gericht ist der Meinung, die tatsächliche Wohnfläche sei hier anzuwenden. Da keine Einigung erzielt werden konnte, ist jetzt ein Sachverständiger zur Ermittlung der Wohnfläche beauftragt worden. Die Mieter wollen das Gutachten nicht anerkennen und werfen dem Richter eine "prozessordnungswidrige" Entscheidung vor und haben bereits die Berufung beantragt.

    Wie ist Eure Meinung zu dem Fall? Welche Wohnfläche gilt?


    Danke für Eure Antworten
     
  2. AdMan

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  3. Berny

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    Ich gehe davon aus, dass die Berufung in die Hose geht. Euer Prozesshanselmieter muss für dummes Zeugs ja viel Geld "übrig" haben (finanziert von den Mietminderungen?).
     
  4. #3 anitari, 25.08.2013
    anitari

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    Meine Meinung? Dummer Mieter. Der hätte sich nicht an der Wohnfläche, sondern an der Tatsache das es nur einen mündlichen Vertrag gibt "hoch ziehen sollen". Damit hätte er sicher mehr Erfolg gehabt als mit dem Streit um läppische 6 m².

    Ansonsten sehe ich das wie Berny.
     
  5. GJH27

    GJH27 Erfahrener Benutzer

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    @anitari: weshalb genau? Wegen der Tatsache, dass bei nem mündlichen Vertrag (logischerweise) keine schriftliche Vereinbarung des Inhalts "neben der Grundmiete werden Betriebskosten umgelegt, und zwar: ..." existiert, sodass eigentlich keine Betriebskosten wirksam umgelegt sind?
     
  6. galaxy

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    Es werden nur die verbrauchsabhängigen Betriebskosten umgelegt, Wasser, Abwasser, Müll und Hausstrom. Dazu gab es eine schriftliche Vereinbarung des Mieters mit dem Voreigentümer vor 30 Jahren. Da diese Kosten in der Folgezeit nach der Personenzahl abgerechnet wurden, war auch hier eine Vereinbarung zu einer Wohnfläche nicht notwendig.
     
  7. #6 anitari, 26.08.2013
    anitari

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    Genau das meine ich.

    Lese aber das es zu verbrauchsabhängigen NK eine schriftlich Vereinbarung gibt.

    Na ja, dieser Mieter scheint einer der Menschen zu sein die um des Streites Willen streiten.
     
  8. Berny

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