Wohnflächenberechnung bei Zimmervermietung

Diskutiere Wohnflächenberechnung bei Zimmervermietung im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo,ich bin absoluter Neuling in Sachen Vermietung und benötige mal Hilfe zur Ausgestaltung eines Mietvertrages: Ich bin Eigentümer eines...

  1. #1 Kristall60, 14.04.2019
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    Hallo,ich bin absoluter Neuling in Sachen Vermietung und benötige mal Hilfe zur Ausgestaltung eines Mietvertrages: Ich bin Eigentümer eines selbstbewohnten Reihenhauses und möchte mein gesamtes oberstes Dachgeschoss bestehend aus 2 Zimmern (1 vollmöbliert) und 1 Flur zum 01.05.an eine schwangere ALG2 Bezieherin vermieten. Es soll eine Küchen-und Badbenutzung (in den unteren Etagen) mietvertraglich vereinbart werden. Hinzu kommt noch eine Mitnutzung von Keller, Terrasse, Gäste-WC und (logischerweise) die Flure über 3 Etagen. Wieviel Wohnfläche darf ich im Mietvertrag angeben ? Nur die komplette Fläche des Dachgeschosses, oder anteilig auch die Fläche für Küche und Bad ? Oder anteilig alle Flächen (inkl.Keller,Terrasse; Gäste-WC, Flure) ? Kann ich die vom Jobcenter geforderten Angaben der Betriebskosten (enthalten im Regelsatz), als auch die Heizkosten jeweils als Pauschale angeben ? Wenn es zu den Betriebs-und Heizkosten je eine Pauschale angibt, dann entfällt doch eine jährliche Abrechnung (Guthaben oder Nachzahlung) ? Ist das so korrekt,b.z.w. wird so vom Jobcenter akzeptiert ? Natürlich bleiben alle Beträge innerhalb des ortsüblich bewilligten Kosten der Unterkunft.Kann mir hier jemand einen Link nennen, wo ich einen Vordruck für einen einfach gestalteten Mietvertrag (am liebsten schon vorformuliert als "Zimmervermietung"-kein Untermietvertrag) finde ? Muss ich mich als Vermieter irgendwo "extra" anmelden-oder werden die Mieteinnahmen einfach nur bei der jährlichen Steuererklärung angegeben? Vielen Dank im Voraus.
     
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  3. Andres

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    I.d.R. versucht man ja die Vermietung an Mieter ohne eigenes Einkommen, dafür mit Härtegründen, eher zu vermeiden.


    Die Antwort steht in § 2 WoFlV im allerersten Satz: "Die Wohnfläche einer Wohnung umfasst die Grundflächen der Räume, die ausschließlich zu dieser Wohnung gehören." Die ganze Verordnung ist Pflichtlektüre für Vermieter.

    Bevor man Wohnflächenangaben im Mietvertrag macht, sollte man sich auf den aktuellsten Stand gebracht haben, welche Folgen das hat, vor allem falls sich später herausstellen sollte, dass die Angaben doch nicht ganz stimmen. Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass Wohnflächenangaben nicht in den Mietvertrag gehören. Ich vermiete keine Quadratmeter, ich vermiete Wohnungen.


    Ich kann keine Ausnahme vor der HeizkostenV erkennen. Kosten von Heizung und Warmwasser sind also nach HeizkostenV abzurechnen. Der Rest darf pauschaliert werden.

    Nebenbei: Das Jobcenter fordert keine Angaben von dir - du hast mit dem Laden nichts zu tun.


    Seriöse Vertragsvorlagen gibt es nicht für umsonst. Irgendjemand mit erheblicher Fachkenntnis muss die pflegen und das wird derjenige nicht für umsonst machen. Bleibt noch die Frage, was du unter "Zimmervermietung" verstehst. Nur vorsorglich: Im Regelfall übernimmt das Jobcenter keine Mieten für Wohnraum zum vorübergehenden Gebrauch, also Ferienwohnungen, Monteurzimmer usw., zumindest sofern nicht wirklich akut Wohnungslosigkeit droht.


    Grundsätzlich nicht, aber es gibt reichlich Ausnahmen in Einzelfällen, z.B. wenn hier eine gewerbliche Tätigkeit aufgenommen wird.


    Ich finde es ja schön, dass du dich hier erkundigst bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist. Trotzdem habe ich bei jedem einzelnen Punkt, den du hier ansprichst, erhebliche Bedenken. Ich halte diese ganze Vermietung für eine ganz schlechte Idee.
     
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  4. #3 ariana64, 14.04.2019
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    Ist die Mieterin deine Freundin?
     
  5. #4 Wohnungskatz, 14.04.2019
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    Ich gebe Andres in allen Punkten und vor allem in dem zitierten Punkt völlig Recht. Wenn du hier im Forum etwas länger recherchierst, wirst du feststellen, dass die allermeisten der hier Antwortenden davon abraten, an H4-Mieter zu vermieten und das aus gutem Grund. Auch wir haben schon schlechte Erfahrungen gemacht und werden bestimmt nicht mehr an H4-Mieter vermieten. Und schon gar nicht würde ich mir in mein eigenes Haus, in dem ich mich ständig bewege, solche Probleme - und die Probleme werden kommen! - holen!
     
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  6. #5 Kristall60, 14.04.2019
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    Nein, sie ist die Tochter einer guten Freundin und benötigt Wohnraum für sich und ihr zukünftiges Kind.
     
  7. #6 Kristall60, 14.04.2019
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    Vielen Dank-damit bin ich schon mal ein Stück schlauer.
     
  8. #7 Kristall60, 14.04.2019
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    Nein, es ist nicht zum "vorübergehenden Gebrauch"-und ebenso ist kein gewerblich genutzter Wohnraum vorhanden
     
  9. Duncan

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    Der Gedanke der Vermietung entstammt also, wie schon vermutet, wenn auch in anderer Richtung, mehr einem altruistischem denn hartem finanziellem Interesse. Wie diese Art von "Sozialprojekt" in sehr vielen Fällen für den Vermieter endet kannst du auch hier im Forum nachlesen, gerne in Verbindung mit der Vermietung von EFH. In deiner Wohnung ist das aber auch nicht wirklich besser.

    Im schlimmsten Falle ist das das Ende der Freundschaft mit deiner guten Freundin, der Beginn einer Feindschaft mit deiner zukünftigen Mieterin, erheblichen Ärger mit diversen Ämtern und Einrichtungen der Rechtspflege (Anwälte, Gerichte, Gerichtsvollzieher,...), sowie erheblichen Kosten. Erheblich meint hier mehrere Jahresmieten fürs gesamte Haus und das nach freiem Markt und nicht nur in den Grenzen der KdU.... - davor schützt dich in dieser Konstellation auch nicht der beste/vermieterfreundlichste Mietvertrag der nach dt. Recht möglich ist.

    Du kannst natürlich auch Glück haben und alles läuft absolut reibungslos und super, aber da täte ich eher auf einen Lottogewinn oberhalb von 4 Richtigen (inkl. Zusatzzahl) setzen.
     
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  10. #9 Nochso'nTrottel, 15.04.2019
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    Erm, §2 und §4(3) HeizkostenV?

    Ansonsten stimme ich meinen Vorrednern zu. Die Wahrscheinlichkeit, dass das gutgeht, wuerde ich im (sehr) niedrigen einstelligen Prozentbereich verorten.

    cu
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  11. Andres

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    Hm, irgendwie bin ich bei 3 Etagen von mehr als 2 Wohnungen ausgegangen, spätestens durch die neu abgetrennte Einheit. Aber du hast Recht: Das könnte auf eine Ausnahme hinauslaufen. Schön daran wäre, dass man dann auch ein erleichtertes Kündigungsrecht hätte. Nicht dass das bei einem Mieter mit erkennbaren Härtegründen und in der Mittellosigkeit viel nützen würde ...
     
  12. #11 ariana64, 15.04.2019
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    Ich bin nach der Beschreibung von einem EFH ausgegangen, in dem eine Art Wohngemeinschaft entstehen soll. Anders kann ich mir die Mitbenutzung von Küche, Bad, Terrasse und Gäste-WC nicht erklären.
     
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  13. #12 Benni.G, 15.04.2019
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    Woher hast du denn eigentlich die Tatsache, dass die Einheit abgetrennt ist?
     
  14. Andres

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    Abschließbare Türen gehören in Deutschland durchaus zum üblichen Standard. Irgendwo wird der exklusive Nutzungsbereich der Mieterin schon beginnen ...
     
  15. #14 Kristall60, 15.04.2019
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    Vielen Dank für die Antworten-tja, wenn das so ist, und immer weniger Vermieter an Hilfebedürftige vermieten wollen, dann sollte Deutschland mehr Brücken bauen. Denn im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung wird es in den nächsten Jahren zu millionenfachem Anstieg von Arbeitslosen kommen.Auch bisher vermeintlich "sichere" ,durch Menschen ausgeführte "gute" Jobs , wie z.B.in der Banken-und Versicherungsbranche werden nicht mehr benötigt.Da der soziale Wohnungsbau vielerorts den Miethaien zum Opfer gefallen ist (so verkünden es ja zumindest die Medien), können die dann betroffenen Arbeitslosen ja unter den neuen Brücken schlafen.Irgendwer verdient sich daran dann mal wieder ne goldene Nase-der Rest bleibt auf der Strecke.So wie es die letzten Jahre immer (und beabsichtigt=ein gewollt geschaffener Niedriglohnsektor) geschehen ist. -Sarkasmus off- Ich bin froh, eine gesicherte und gute Rente zu beziehen.Für Millionen Menschen wird es noch ziemlich holprig werden.
     
  16. #15 Kristall60, 15.04.2019
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    Ja, so ist es gedacht-ich freue mich schon auf meine zukünftige Mitbewohnerin,da mir die menschliche Seite wichtiger ist als die monetäre. Außerdem erfahre ich durch ihre geschilderten Erlebnisse, wie so ein Jobcenter mit den Menschen umgeht-das geht oftmals gegen die Menschenwürde und widerspricht meines Erachtens in vielen Punkten dem Grundgesetz. Deshalb ja meine Frage zur korrekten Gestaltung des Mietvertrages-nicht, dass gleich die nächste Schikane seitens des Jobcenters erfolgt.
     
  17. #16 immobiliensammler, 15.04.2019
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    Was ein immer wieder zitiertes Märchen ist, das auch durch ewiges wiederholen nicht richtiger wird. In Deutschland gibt es qua Gesetz keine Obdachlosen!
     
  18. #17 RP63VWÜ, 15.04.2019
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    Störst Du Dich am Begriff Obdachlosigkeit, @immobiliensammler?
    Ich kann nämlich gerade mit Deiner Antwort nix anfangen.

    Und zum Thema:
    Warum nicht "einfach" einen Untermietvertrag ausstellen?
    Ich kann mir nicht vorstellen (schließe es aber auch nicht aus), dass hier so etwas wie eine Bedarfsgemeinschaft konstruiert werden kann.
     
  19. #18 ariana64, 15.04.2019
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    Ich wäre damit trotzdem vorsichtig. Bei mir klingeln da gleich mehrere Alarmglocken. Das fängt damit an, dass Rentner und Hartz IV-Empfängerin bedeutet, dass ihr beide einen großen Teil des Tages zu Hause verbringen werdet - das ist viel Potenzial, sich auf die Nerven zu gehen. Auch die privaten Verbindungen machen die Situation eher schwieriger als einfacher.
     
  20. #19 immobiliensammler, 15.04.2019
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    Weil das voraussetzen würde, dass der TE selbst Mieter wäre, er ist aber Eigentümer!

    War auch mein erster Gedanke, Versuch, sich vor der Annahme einer Bedarfsgemeinschaft zu drücken! Dazu müsste man aber genaueres zur Situation wissen, dieses Wissen haben wir hier nicht, können also auch nur spekulieren, was das Jobcenter dann später vermutet oder beweisen kann.
     
  21. #20 ariana64, 15.04.2019
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    Bei der Tochter einer guten Freundin kann man wohl erst mal davon ausgehen, dass es keine Bedarfsgemeinschaft gibt.
     
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