Wohngebäudeversicherung ohne Wasser - kein Versicherer will Schutz geben. Was tun?

Dieses Thema im Forum "Versicherungsschäden" wurde erstellt von Besitzer01, 13.02.2014.

  1. #1 Besitzer01, 13.02.2014
    Besitzer01

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    Guten Tag an alle Leser,

    in 02.2012 hat unsere Versicherung die Wohngebäudeversicherung gekündigt, da wir in fünf Jahren vier WASSERschäden hatten.
    Zwei davon waren unter 500,-€ aber leider hat mein Vater, der das Haus bis dahin noch selbst verwaltet hat, auch diese geltend gemacht. Sei`s drum.

    Seit dem haben wir keine Wohngebäudeversicherung mehr. Gar nichts. Im letzten Jahr habe ich verzweifelt nach einem neuen Versicherer gesucht um erfahren müssen, dass kein Anderer bereit ist uns Schutz zu geben.

    Allerdings möchte ich nun unbedingt eine Wohngebäudeversicherung ohne Wasser abschließen, damit wenigstens alle anderen möglichen Schäden, wie Brand, Sturm, Hagel etc. versichert sind

    Ich habe eine Versicherungsagentur beauftragt und diese teilte mir als erstes mit, dass die Wasserschäden trotzdem angeben werden müssen. Auch wenn Wasser nicht mitversichert ist.
    Warum das denn?

    Darüber hinaus gestaltet es sich nun, trotz, dass „Wasser“ nicht mitversichert wird, genau so schwierig und angeblich habe alle angefragten Versicherungen abgelehnt.

    Wieso denn das?
    Was kann ich denn nun machen?

    Vielen Dank im Voraus

    Silke
     
  2. AdMan

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  3. #2 BHShuber, 13.02.2014
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    Hallo Silke,

    kein Gesetz der Welt verpflichtet euch, verschiedene Risiken, bei ein und demselbsen Versicherer zu versichern!!!

    Soll heissen, Feuer, Sturm, Hagel, meinetwegen auch mit Elementar versichere ich bei Versicherungsgesellschaft A, Leitungswasser wenn möglich, bei Versicherer B!!!

    oder

    Feuer bei Versicherer A

    Sturm, Hagel, Elementar bei Versicherer B

    Leitungswasser bei C, sofern möglich.

    Wobei bei einem renommierten Versicherungsmaklerunternehmen bekommst du sicher eine Leitungswasserversicherung, wenn auch unter erschwerten Bedingungen in Form von Ausschlüssen oder erhöhten Risikobeiträgen.

    Somit musst du in den Fragen zur Kündigung nur die Kündigung bei der Leitungswasserversicherung angeben, den bei den anderen Versicherungssparten hattet ihr ja keine Vorschäden.

    Gruß

    BHShuber
     
  4. Andres

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    Was für Wassserschäden waren das denn? Leitungswasser? Dann würde ich mir mal um die Leitungen Gedanken machen - egal ob mit oder ohne Versicherung ...

    Darüber hinaus würde ich eine Selbstauskunft aus dem HIS anfordern (Person und Immobilie) und die vorhandenen Eintragungen prüfen. Es ist durchaus möglich, dass die Ablehnungen darauf zurückzuführen sind.


    Über die konkreten Gründe in deinem Fall kann man nur spekulieren, aber ganz allgemein ist die Ermittlung von Vorschäden am versicherten Objekt üblicher Standard. Nicht zuletzt wird dadurch der Zeitwert beeinflusst. Außerdem möchte die Versicherung bei späteren Schäden vermeiden, dass Vorschäden oder andere, nicht versicherte Schäden mit abgerechnet werden.


    Wenn du mit der Arbeit des Versicherungsmaklers nicht zufrieden bist (und zur Arbeit gehört eben nicht nur die Vermittlung sondern auch die Beratung), wechsle den Makler. Es gibt derartig viele Leute, die sich in dieser Branche versuchen, dass man da nicht zimperlich sein darf.

    Der Hinweis von BHShuber hätte z.B. direkt vom Makler kommen müssen: Wenn niemand "alles" oder "alles ohne Wasser" versichern will, dann muss man eben die Risiken einzeln versichern. Eine Gebäudebrandversicherung bekommst du mit Sicherheit irgendwo, Elementarschäden schlimmstenfalls mit einigen Ausschlüssen. Es ist einfach unverantwortlich, dich mit einem simplen "haben alle abgelehnt" abzuspeisen.
     
  5. #4 Besitzer01, 14.02.2014
    Besitzer01

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    Es waren unterschiedliche Wasserschäden.
    Einmal bei einem gußeisernen Abfluss-Fallrohr wegen Haarriss.
    Einmal eine Leckage an einer Kaltwasser-Kupferrohrleitung im Badezimmerfußboden und einmal, der größte Schaden, war eine tönerne Abflussleitung unter der Bodenplatte des Hauses an zwei Stellen beschädigt. Festgestellt ducrh Kanal-Kameraaufnahmen von dem hiesigen Wasserversorger im Rahmen allgemeiner Kontrollen des städtischen Abwasserkanalsystems. Die Schäden bestanden offensichtlich seit Baubeginn des Hauses, so die Feststellung des Mitarbeiters.

    Gesamtschadenshöhe innerhalb der 5 Jahre betrug knapp 8000,- €.

    Eine etwas "übermütige" Frage: wo finde ich denn seriöse Versicherungsagenturen für Wohngebäude?
    Im Internet gibt es kein Ranking oder ähnliches.

    Unabhängig davon, dass Wasser wohl zurzeit nicht mitversichert wird, wie verhält es sich denn in der Zukunft? Die Fragen der Vericherer sind ja immer:
    1. hatten Sie in den letzten 5 Jahren eine Schaden?
    Rein rechnerisch, in 2017, könnte ich sagen: nein.
    Denn der letzte Schaden ist dann 5 Jahre her.

    2. wer hat die Versicherung gekündigt, Sie oder der Versicherer? Bitte Versicherer angeben.
    Mit dem wird dann ja Kontakt aufgenommen. Auch 5 Jahre später noch?

    Also, was ich eigentlich wissen will: was kann ICH in Zukunft tun, um doch (irgendwann) einmal "Wasser" wieder mitversichert zu bekommen?

    Übrigens gab es heute doch EIN Angebot (ohne "Wasser"). Leider habe ich jetzt keinen Vergleich. Außerdem geht der Vertrag über 3 Jahre. Ist das gut, oder schlecht?
    Die Jahresprämie ist übrigens nicht höher als die de Vorversicherers.

    Ich möchte jetzt, durch den Neuabschluss,unbedingt die richtigen Maßnahmen treffen und nicht durch meine Unkenntnis irgendwelche Fehler machen.
     
  6. Andres

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    Ich bin unter diesen Umständen eigentlich schon ziemlich verwundert, dass der Vertrag nicht schon früher gekündigt wurde. Die Versicherung muss schließlich auch wirtschaftlich arbeiten - und du wirst kaum 1600 € Prämie im Jahr bezahlen.

    Aus eigener Erfahrung und auch Beiträgen hier im Forum kann ich bestätigen, dass man unter bestimmten Umständen gar keine Versicherung für Leitungswasserschäden bekommt, egal zu welchen Konditionen. Das kann schon rein im Alter der Leitungen begründet sein, also ohne jegliche Vorschäden.


    Mundpropaganda. Jemand, der ein örtliches Büro betreibt, lebt von so etwas. Für gewöhnlich erzielt man so eine bessere Trefferquote als bei jeder Internetplattform. Also einfach mal Freunde, Verwandtschaft, Kollegen, ... befragen, wer sich von wem mit welchen Erfahrungen Versicherungen verkaufen bzw. vermitteln lässt.


    Richtig. Du willst aber nicht bis 2017 ohne Feuer- und Elementarschadensversicherung weitermachen. Das gibt einen unruhigen Schlaf ...


    Nein, mit dem Versicherer wird nicht Kontakt aufgenommen. Dafür gibt es das HIS. Daher auch meine Empfehlung, dort zwei Selbstauskünfte anzufordern. Die Ablehnung kann in dort gespeicherten Einträgen begründet sein. Vielleicht passen auch deine Angaben nicht mit den Eintragungen zusammen. Das alles weißt du aber erst nach den Selbstauskünften.


    Auch das habe ich im Prinzip schon beantwortet: Das Leitungsnetz in einen Zustand bringen, der eine wirtschaftliche Versicherung ermöglicht. 4 Schäden in 5 Jahren sind ganz unabhängig vom Umfang nicht normal. Da wird jede Versicherung stutzig. Wenn sich der Schadenverlauf normalisiert, wirst du auch wieder Versicherer finden.


    Da man nach einem Schaden ein Sonderkündigungsrecht hat, ist es egal. :smile026:
    Ok, ohne Sarkasmus: Da man normalerweise nicht unbedingt jährlich die Versicherung wechselt, wäre mir das egal. Sollten die Prämien in der Gebäudeversicherung allgemein steigen (und aktuell tun sie das), wäre es sogar ein Vorteil.


    Kein Wunder. Wenn man nicht gerade in irgendwelchen Risikogebieten wohnt, ist die Leitungswasserversicherung ein sehr teurer Bestandteil des Gesamtpakets. So gesehen ist die Versicherung also teurer: Es gibt viel weniger Leistung für das gleiche Geld.


    Die richtige Maßnahme ist, sich schnellstmöglich gegen die versicherbaren Risiken zu schützen. Wenn dir die Hütte heute abbrennt, hast du ein echtes Problem!
     
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