Wohngebäudeversicherung übernimmt Wasserschaden nicht

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  1. #1 Schmidt1986, 14.12.2019
    Schmidt1986

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    Hallo,

    folgende Sachlage:

    Mieterin nimmt Sifon aus der Dusche, macht es sauber, steckt es falsch rein und beim nächsten Duschvorgang läuft das Wasser durch die Decke in den EIngangsbereich.

    Ich erhalte die Meldung: Rohrbruch.

    Ich kontaktiere sofort einen Gas- Wasserinstallatuer. DIeser kommt und findet nach drei Stunden die Ursache mit dem Sifon.

    Er kommt einen Tag später erneut und baut ein neues ein. Das Sifon war nicht defekt, wir haben eins einbauen lassen, welches jetzt nicht mehr einfach rausgenommen werden kann.

    Rechnung des Installateurs kommt. DIe Haftpflichtversicherung der Mieterin weiß auch Bescheid.

    Ich leite die Rechnung weiter, an meine Wohngebäudeversicherung.
    Es ist aufgelistet: Notfalleinsatz für den EInsatztag + Extrakosten Einbau Sifon.

    Jetzt schreibt meine Versicherung, dass diese die Rechnung nicht bezahlen, da das Sifon nicht kaputt war!?!?!?
    Eine Weiterleitung an die Haftpflicht findet auch nicht statt, da Regress erst ab 2500 Euro stattfindet.

    Ich habe jetzt eine E-Mail zurückgeschrieben, dass die Kosten für dein Einsatztag (Ursachenfindung) übernommen werden sollen, ansonsten schalte ich die Rechtschutzversicherung ein. Die Kosten fürneues Sifon und Einbau übernehme ich.

    Was sagt ihr dazu?
     
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  3. set

    set Erfahrener Benutzer

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    Gegen so etwas hilft es Rücksprache mit dem dem Handwerker vor (!) Rechnungslegung zu halten. Ob der auf die Rechnug schreibt -defekten Sifon ausgetauscht- oder -falsch montierten Sifon ersetzt- ist ihm sicher völlig egal. Dir aber nicht.

    Noch besser ist es wenn du immer mit den gleichen Handwerkern zusammen arbeitest. Hat Vorteile für beide. Der Handwerker kennt dann die baulichen Gegebenheiten und deine Befindlichkeiten in Sachen Rechnung und so. Du profitierst davon das er in der Regel Ursachen für Störungen/Rohrbruch ect. schneller findet da er sich ja auskennt. Ein defekter Ablauf Wann/Dusche ist eigentlich der Klassiker wenn nicht gerade ein Rohr kaputt ist und relativ leicht zu finden.
     
  4. #3 Schmidt1986, 14.12.2019
    Schmidt1986

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    Danke für den Rat. Werde ich das nächste mal auch beherzigen.

    Aber was ist mit dem aktuellen Fall. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Versicherung hier nicht eintritt. Ich meine rechtens.

    Der Installateur muss doch kommen und die Ursache finden. Diese Kosten nicht zu übernehmen, scheint mir nicht rechtens.
     
  5. #4 ehrenwertes Haus, 14.12.2019
    Zuletzt bearbeitet: 14.12.2019
    ehrenwertes Haus

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    Schau mal in die Police, ob Schäden durch Leitungswasser überhaupt mitversichert sind.

    Wenn nicht, halte dich an den Verursacher, wenn du die Schuld beim Mieter nachweisen kannst.
    Wie der Mieter das mit seiner Versicherung austüddelt, ist nicht dein Problem.
     
  6. #5 immobiliensammler, 14.12.2019
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    Was steht denn genau in den Versicherungsbedingungen? Wann liegt ein "Wasserschaden" vor?

    Im übrigen musst Du eben Regress bei der Mieterin nehmen, ob die dann selbst zahlt oder eine Versicherung (der Mieterin, wohl Haftpflicht) ist nicht Dein Problem!
     
  7. #6 Schmidt1986, 14.12.2019
    Schmidt1986

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    Ich werde auch Regress bei der Mieterin nehmen.

    In dem Schreiben meiner Versicherung steht aber, dass diese nicht Regress bei der Haftpflicht nimmt. Erst ab 2500 Euro.

    Die Rechnung des Monteurs liegt bei knapp 500 Euro.
    Aber diese wird ja nicht bezahlt.

    Ich muss also direkt an die Haftpflicht meiner Mieterin?
     
  8. #7 anitari, 14.12.2019
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    Nö, an die Mieterin. Sie hat ja den Schaden verursacht.
     
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  9. #8 Schmidt1986, 14.12.2019
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    Das wäre dann die Haftpflicht.
     
  10. #9 immobiliensammler, 14.12.2019
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    Nochmal: Du hast mit der eventuell bestehenden Haftpflichtversicherung der Mieterin nichts zu tun! Du nimmst die Mieterin in Regreß und forderst das Geld von ihr. Ob diese dann selbst bezahlt oder wiederum eine Versicherung einschaltet ist deren Problem!
     
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  11. Duncan

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    die Haftpflicht kann dir erst mal herzlich egal sein, niemand zwingt die Mietpartei eine solche überhaupt zuhaben!
    Dein Ansprechpartner ist der nachweisbare Verursacher des Schadens. Ob der das dann an seine eventuell vorhandene Haftpflichtversicherung weiterreicht wird sich dann zeigen. So eine einschlägige Haftpflichtversicherung vorhanden ist, wird diese zuerst die Möglichkeit der Abwehr der Leitung prüfen, dafür wird sie nämlich von ihrem Kunden auch bezahlt und erst wenn darin kein Erfolg/zu großer Aufwand gesehen wird, die Übernahme des Schadens veranlasst.
     
  12. Andres

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    Ja, aber Beihilfe zum Betrug ist es trotzdem.
     
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  13. #12 Schmidt1986, 14.12.2019
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    Jetzt hab ich es verstanden.

    Meine Mieterin hat bereits ihre Haftpflichtversicherung informiert.

    Diese meinte, ich muss erst alle Rechnungen an meine Wohngebäudeversicherung schicken.

    Da diese nun eine Rechnung nicht zahlt, leite ich diese an meine Mieterin weiter.
     
  14. set

    set Erfahrener Benutzer

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    Wenn du wüsstest mit was für Vorschlägen Vermieter oder Hausverwaltungen an uns herantreten um die Reparsturkosten auf den Mieter oder der Versicherung aufs Auge drücken zu können...
     
  15. #14 ehrenwertes Haus, 14.12.2019
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    Ändert das etwas an Beihilfe zum Betrug, wenn bewußt falsche Angaben gemacht werden?
     
  16. Andres

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    Ich ahne es, aber was nützt das? Wenn ich jeden zweiten Tag so eine Nummer abziehe, ist die Wahrscheinlichkeit, dass man irgendwann an den Falschen gerät, auf Dauer ziemlich hoch.
     
  17. Ferdl

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    Schau doch einfach mal in deine Versicherungsbedingungen.
    Bei einer guten VS ist es egal warum die Leitung undicht ist.
    Da sollte auch grobe Fahrlässigkeit mitversichert sein.
     
  18. #17 Papabär, 16.12.2019
    Papabär

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    Übliche Formulierung zur Gefahr "Leitungswasser" in Wohngebäudeversicherungen ist "bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswasser". Da ist die Ursache erst mal nebensächlich ... allerdings beinhaltet dieser Teil eben nicht die Kosten an den Leitungen (hier am Siphon), sondern "lediglich" für die Beseitigung des durch das Wasser entstandenen Schadens am Gebäude und an den mit dem Gebäude fest verbundenen Teilen. (Ein Versicherer erklärte mir einst, dass wenn man das Gebäude auf den Kopf stellen würde, alles was herausfällt nicht fest verbunden sei. Ob das aber so stimmt ...?)

    Nur wenn man die Gefahr "Rohrbruch" mit abgeschlossen hat, kann man über den Siphon diskutieren. Allerdings kenne ich nur ganz wenige Verträge, die dies auch tatsächlich beinhalten (wobei mein Überblick da auch nur begrenzt ist). Bei "Rohrbruch" gibt es dann auch eine ganze Menge Ausschlüsse in den Vertragsbedingungen.
     
  19. Olbi

    Olbi Erfahrener Benutzer

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    Ich kenne es so ähnlich, alles was raus fällt betrifft die Hausratversicherung, alles was drin bleibt betrifft die Gebäudeversicherung.
     
  20. dots

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    Genau so habe ich es von den erfahrenen Versicherungskaufleuten während meiner Ausbildung bei einer der großen Versicherungen gelernt. Im nachhinein habe ich erfahren, dass es von dem Grundsatz (Haus umdrehen und schütteln - was rausfällt, ist Hausrat) Ausnahmen gibt (oder, anders formuliert: Der Umdreh-Schüttel-Merksatz ab und an auch mal falsch ist).
     
  21. #20 Papabär, 16.12.2019
    Papabär

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    Dürfte aber nicht mehr als eine primitive Eselsbrücke sein. Ich meine was ist z.B. mit Zimmertüren? Wenn die rechtzeitig geschlossen wurden, fallen die ja auch nicht raus - aber wenn da so ´ne riesige Hand kommen würde um mein Haus hochzuheben, wäre das letzte was mir einfiele, die Türen zu schließen.
     
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