Wohnhausmieter nach 1 Jahr kündigen wegen grds. verspäteter Zahlung

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von sniperbernd, 04.03.2008.

  1. #1 sniperbernd, 04.03.2008
    sniperbernd

    sniperbernd Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    eine Kollegin von mir hat ein Problem.

    Seit 1 Jahr hat sie ein geerbtes Wohnhaus an eine Familie vermietet.

    Laut Mietvertrag muss die Miete per Dauerauftrag am 3 Werktag auf das Konto eingegangen sein.

    Die Miete wurde

    a ) niemals per Dauerauftrag sondern vom Konto der Mutter der Ehefrau überwiesen.

    b) Grds. verspätet d.h. immer 5 - 10 Tage im neuen Monat.


    Weiterhin muss lt. Mietvertrag regelmäßig die Gartenpflege durchgeführt werden. Dies ist in dem einen Jahr höchsten 1 - 2 x gemacht worden.

    Ich habe ihn ihrem Auftrag folgende Fragen:

    1. Welche Möglichkeiten bestehen den Mietvertrag zu kündigen?

    2. Sind die Kündigungsfristen bei einem vermieteten Wohnhaus anders als bei einer Wohnung??

    3. Was ist bei der Kündigung sonst noch zu beachten?

    Vielen Dank vorab
     
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  3. #2 onkelfossi, 04.03.2008
    onkelfossi

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    ein dauerauftrag kann nicht gefordert werden. Von welchem konto das geld kommt ist unerheblich. verspätete zahlungen können abgemahnt werden. verzugszinsen können geltend gemacht werden.


    der direkte zahlungsverzug ist kein kündigungsgrund, da die miete nicht fehlt. allerdings stellt auch eine verzögerung ein vertragsbruch da, der abgemahnt werden kann/muss/sollte. mehrmalige abmahnungen berechtigen dann zu einer fristlosen kündigung.


    nein.


    erst mindestens zwei mal abmahnen...
     
  4. #3 sniperbernd, 04.03.2008
    sniperbernd

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    Vielen Dank für die Info habe sie gerade weitergeleitet.

    Sie sagte mir eben auch, dass sie die Familie bereits 1 x schriftlich wegen der verspäteten Mietzahlung abgemahnt hätte.

    Weiterhin wurden auch Hauskatzen mit in die Wohnung gebracht obwohl im Mietvertrag drin steht, dass keine Haustiere erlaubt sind.

    Zumindest hätte man meine Kollegin als Vermieterin ja vorher fragen müssen oder??
     
  5. #4 lostcontrol, 04.03.2008
    lostcontrol

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    stimmt, da hätten sie fragen müssen.
    auch hier gilt jetzt: abmahnen. aber die mieter bekommst du deswegen nicht aus dem haus, höchstens die katzen (die müssen dann evtl. abgeschafft werden).
    wobei es schwierig werden könnte - bezüglich haustieren gibt's ja immer wieder diskussionen, und im allgemeinen hängt da immer sehr viel dran, ob andere hausbewohner empfindlich gestört werden oder nicht (katzenallergien usw.) - das ist hier nicht der fall.

    wie oft gartenpflege durchgeführt werden muss, ist ansichtssache.
    manch einer mäht seinen rasen wöchentlich - andere wollen eine naturbelassene wiese.
    da der garten mitvermietet wurde, liegt es im ermessen der mieter, was sie für angemessen halten. aber der garten muss schon ganz schön runterkommen, und solange sich niemand beschwert, dürfte es schwierig sein da etwas zu erreichen...
     
  6. #5 Vermieterheini1, 04.03.2008
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    "Sie sagte mir eben auch, dass sie die Familie bereits 1 x schriftlich wegen der verspäteten Mietzahlung abgemahnt hätte."
    Das ist eine Behauptung!
    Und wo ist die Beweise für das Gericht?

    Vermieter können das Halten von Hauskatzen nicht verbieten.
    Ein Vermieter, der das versucht macht sich lächerlich.

    Wenn die liebe Kollegin sich überwinden könnte und sich mal mit dem Thema "Vermieten in Deutschland" ein bischen befassen würde, dann wüsste die liebe Kollegin wie gut sie dran ist!
    Sie bekommt immerhin die Miete, nur halt ein bischen später.
    Und hat keine nennenswerten Probleme mit den Mietern.
     
  7. #6 sniperbernd, 04.03.2008
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    ???

    Ehrlich gesagt weiss ich jetzt nicht genau was sie mir damit sagen wollen.???

    Sie hat mir ein Schreiben gezeigt, indem sie die Mieter bereits vor 5 Monaten darauf hingewiesen hatte die Miete pünktlich zu zahlen.
     
  8. #7 Vermieterheini1, 04.03.2008
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    "Ehrlich gesagt weiss ich jetzt nicht genau was sie mir damit sagen wollen.
    Sie hat mir ein Schreiben gezeigt, indem sie die Mieter bereits vor 5 Monaten darauf hingewiesen hatte die Miete pünktlich zu zahlen."

    Genau das "nicht verstehen von meinem Wink" ist das Problem bzw. das fatale Nichtwissen.
    Ein Vermieter muss heutzutage unter vielem anderen die Denke und das Wissen des bestmöglichen Mieter-Anwaltes haben. Auf alles, was ein Mieter-Anwalt vorbringen könnte muss die gerichtstaugliche Antwort von Anfang an vorliegen. Und genau so muss ein Vermieter denken und handeln können.

    1. Wo ist der gerichtstaugliche Beweis, dass der "Wisch" den Mietern überhaupt zugestellt wurde?
    Ich höre von dem Fragesteller andauernd nur unbewiesene Behauptungen!

    2. Wer sagt denn dass der Wisch" den Erfordernissen einer formvollendeten und gerichtstauglichen Abmahnung entspricht?
    Wie wäre es den vollständigen Text (natürlich anonymisiert) hier in das Forum abzuschreiben?

    [Ein Fragesteller hat zu meiner Antwort geschrieben: Da fühle ich wie wie vor Gericht und von dem Mieteranwalt angegriffen - du willst mich wohl darauf vorbereiten.
    Meine Antwort: DU hast meine Antwort VERSTANDEN!]

    Wer meine Antworten überstanden hat ist gegen Angriffe der Mieter-Anwälte resitent.

    Hast du den Film "Contergan - der Skandal" nicht gesehen?
    So wie üblicherweise die unschuldigen Opfer vor deutschen Gerichten zerpflückt werden, bis Sie sich als Täter fühlen, so geht es den Vermietern.
     
  9. #8 pragmatiker, 04.03.2008
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    Zitat Onkel Fossi:"der direkte zahlungsverzug ist kein kündigungsgrund, da die miete nicht fehlt. allerdings stellt auch eine verzögerung ein vertragsbruch da, der abgemahnt werden kann/muss/sollte. mehrmalige abmahnungen berechtigen dann zu einer fristlosen kündigung."



    nach der neuesten BGH Rechtsprechung haben Abmahnungen keinerlei rechtliche Bedeutung, da sie keine Beweiskraft entfalten (zu dieser weiteren tollen Elfenbeinturm BGH Rechtsprechung enthalte ich mich besser eines Kommentars).

    Einer fristgemäßen Kündigung steht mE nach nichts im Wege und vorher trotzdem ein paar Briefe zu schicken, in denen die Verspätungen bemängelt werden und in denen auch mit Kündigung gedroht werden sollte, würde ich dennoch schreiben (auch wenn der BGH dem keinerlei Beweiskraft zubilligt, wahrscheinich, weil der böse Vermieter abmahnt) könnt ja sein, dass der Amtsrichter im Zweifel auch Zweifel am BGH hat...
     
  10. #9 onkelfossi, 04.03.2008
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    um eine beweiskraft geht es ja auch nicht. abmahnungen sind aber vorausetzungen für kündigungen. ich kann nicht einfach kündigen ohne jemals vorher abgemahnt zu haben. da hat man ganz schlechte karten.
     
  11. #10 Vermieterheini1, 05.03.2008
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    Hallo pragmatiker,

    "nach der neuesten BGH Rechtsprechung haben Abmahnungen keinerlei rechtliche Bedeutung, da sie keine Beweiskraft entfalten"
    <= Um die Beweiskraft von Abmahnungen geht es gar nicht.
    Es geht schlicht und ergreifend darum, dass viele Richter eine gewissen Anzahl von formvollendeten und wirksamen Abmahnungen als Grundvoraussetzung für eine Kündigung betrachten.
    Das mus man nicht verstehen und ob das so im Gesetz steht ist pipe. Wenn dir der Richerspruch nicht passt, kannst du ja in Revision gehe, so diese überhaupt zugelassen ist.

    Ob du mit deiner Behauptung Recht hast ist völlig unwichtig.
    Warum sollte ein intelligenter Vermieter nur aus Rechthaberei und ähnlichen Gründen seine Position vor dem Richter mutwillig verschlechtern?
     
  12. #11 pragmatiker, 05.03.2008
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    lieber vermieterheini, wer lesen kann, ist kar im vorteil. führe dir den inhalt meiner ausführungen zu gemüte, und du wirst erkennen, das ich nichts anderes empfohlen habe. :wink
     
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