Wohnung an Kinder vermieten!

Diskutiere Wohnung an Kinder vermieten! im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Liebe vermieter-forummitglieder, unser Sohn wohnt seit 2 Jahren mit Freundin und Kind mietfrei in unserer 72 qm großen 3 Zi.Wohnung im eigenen...

  1. #1 wasserfrau62, 27.02.2011
    wasserfrau62

    wasserfrau62 Neuer Benutzer

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    Liebe vermieter-forummitglieder,

    unser Sohn wohnt seit 2 Jahren mit Freundin und Kind mietfrei in unserer 72 qm großen 3 Zi.Wohnung im eigenen Haus.
    Sie zahlen ca. 100,- € Nebenkosten im Monat.
    Jetzt sagte mir jemand es wäre besser einen Mietvertrag mit ihm zu machen,
    um evtl. Reparaturen etcetera steuerlich absetzen zu können.
    Kann man das aber nicht sowieso, solange wir die Eigentümer sind?
    Hat es eher Vorteile oder Nachteile mit seinen Kindern einen Mietvertrag zu machen?
    Ich danke für zahlreiche Antworten.

    LG KR
     
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  3. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Wenn die sowieso mietfrei wohnen, macht das keinen Sinn. Selbst wenn die eine geringe Miete zahlen würden, würden die Ausgaben entsprechend der regulären Miete angerechnet werden.

    bsp: der Mietspiegel weist für eine 100qm Wohnung 5 € pro qm aus. Damit sind die möglichen Einnahmen 500 € pro Monat.
    Es wird aber nur eine Miete von 250 € genommen. Damit ist für das FA nur die halbe Wohnung vermietet. Instandhaltungen werden somit nur zur hälfte angerechnet. Wenn also der Boiler erneuert werden muss: 100 € Kosten. Anrechenbar: 50€

    Wenn jetzt wie in deinem Fall gar keine Miete genommen wird, kann man auch keine Kosten abziehen. Da ist es egal, ob ein schriftlicher Vertrag existiert oder nicht. Das Fa freut sich, weil die Rechnung so einfach ist. Alle Kosten sind keine steuerlichen Ausgaben.

    Da der Sohn bereits drin wohnt und wohl auch schon Zahlungen vorgenommen hat, ist ein Vertrag bereits zustande gekommen. Damit wäre ein schriftlicher Vertrag nur eine Vertragsänderung und müßte vom sohn nicht unterschrieben werden.
     
  4. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Im Prinzip richtig, trotzdem aber etwas zu schlicht...

    Der Werbungskostenabzug bei verbilligter Vermietung an Angehörige hängt - soweit durchaus richtig - von der Höhe der vereinbarten Miete ab. Dabei gibt es zwei Grenzen zu beachten:
    Unter 56% der ortsüblichen Vergleichsmiete kommt nur anteiliger Abzug in Betracht.
    Zwischen 56 und 75% der ortsüblichen Vergleichsmiete wird die Einkünfteerzielungsabsicht geprüft. Führt die Prognose für die vereinbarte Miete langfristig zu einem Einnahmeüberschuss, können die Werbungskosten voll abgezogen werden; ansonsten nur anteilig.
    Über 75% der ortsüblichen Vergleichsmiete können die Werbungskosten immer voll abgezogen werden.

    Nur am Rande bemerkt: ein Mietvertrag mit einer Miethöhe von Null kann es nicht geben. Ein Mietverhältnis ist die Überlassung einer Sache gegen Entgelt. Ohne Entgelt also auch kein Mietverhältnis.

    Richtig ist, dass im Grundsatz auch die Zahlung von Betriebskosten ein Entgelt für die Überlassung ist. Ob dies auch bei einer Überlassung an Angehörige zutrifft, kann hier offen bleiben.
    Geht man von der Existenz eines mündlichen Mietvertrags aus, kann es ohne Unterschrift des Mieters auch nicht zu einer Änderung des Vertrags durch eine schriftliche Vereinbarung kommmen. Wie um alles in der Welt soll das gehen? Vermieter beschriftet irgend ein Blatt Papier und behauptet dann, das das nun der Inhalt des Mietvertrags wäre.
    Sorry, aber das ist einfach nur lächerlich.
    Die Änderung eines Vertrags folgt den gleichen Regeln, die auch für den Abschluss eines Vertrags gelten: zwei deckungsgleiche Willenserklärungen, auch Angebot oder Antrag und Annahme genannt.
     
Thema: Wohnung an Kinder vermieten!
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