Wohnung für engen Verwandten mieten

Dieses Thema im Forum "VF - Ankündigungen!" wurde erstellt von Leandinho, 08.09.2016.

  1. #1 Leandinho, 08.09.2016
    Leandinho

    Leandinho Neuer Benutzer

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    Liebes Forum,

    ich habe ein paar Fragen zur besten Vorgehensweise in unserem Fall, den ich gleich schildern werde, und freue mich über jede Idee, Anregung eurerseits.

    Ich, Student, 20 Jahre alt, möchte zusammen mit meiner Mutter in eine neue Wohnung ziehen, da die jetzige zu groß und zu unsaniert ist. Wir wohnen in Berlin Prenzlauer Berg und suchen im gleichen Bezirk nun eine Zweiraumwohnung. Da meine Mutter kein eigenes Geld verdient, sondern von ihrem Vater unterstützt wird, sind wir schon zu dem Schluss gekommen, dass es wohl am besten wäre, wenn mein Großvater gleich die Wohnung selbst und damit auf seinen Namen mietet. Diese Überlegung kommt daher, dass wir bei jeder Wohnung in einem so gefragten Bezirk sicherlich mehrere Mitbewerber haben, und in Zeiten, in denen man bei ImmoScout24 schon sein gesamtes Einkommen, Eigenkapital und seinen Beruf im Profil haben sollte, es wohl sehr schwer für meine Mutter ohne eigenes Einkommen und festen Job mit Bürgschaft ihres Vaters wird, sich gegen andere Bewerber durchzusetzen. Schreibt mir, wenn ich mich irre, aber ich versetze mich da in die Position des Vermieters, der sich bei 10 oder noch mehr Bewerbern wahrscheinlich die mitgeschickten Einkommensnachweise etc. anguckt und schon vor der Besichtigung die mit „unklareren“ Verhältnissen (wie mit Bürgschaft etc.) raus filtert und lieber gut verdienende, arbeitende Mieter möchte.

    Daher also der Gedanke, dass mein Großvater sich mit seinen (ordentlichen) Gehaltsnachweisen, SCHUFA etc. auf die Wohnung bewirbt und dann letztendlich auch den Mietvertrag unterschreibt.
    Nun zur konkreten Frage, wie man das am besten anstellt, da dann ja meine Mutter (und kurzweilig ich, will mir dann so schnell es geht eine WG suchen) in der Wohnung wohnen soll und nicht mein Großvater! Ich hatte bisher folgende Überlegungen: Mein Großvater bewirbt sich auf die Wohnung und sagt, er sucht nach einer Zweit- oder Ferienwohnung für sich, da er selbst aber nicht in Berlin wohnt, übernimmt seine Tochter die Wohnungsbesichtigung etc., er selbst kommt nur zum Mietvertrag unterschreiben nach Berlin. Dann wäre mein Großvater Hauptmieter. Wäre es legitim zu sagen, er möchte, dass meine Mutter mit ihm Mietvertrag steht? Dann könnte sie ja problemlos einziehen, denn jede Person, die im Mietvertrag steht, darf in der Wohnung wohnen, richtig? Sollte man dann gleich schon vor Unterschrift des Mietvertrages dem Vermieter sagen, dass eventuell meine Mutter in die Wohnung zieht und nicht mein Opa, dessen Ferien-/Zweitwohnung es ja ist? Oder wie kann man da überzeugend wirken?
    Wie sind da die Mietrechte? Darf z.B. ein enger Verwandter des Mieters jederzeit in die Wohnung ziehen, ohne, dass Vermieter etwas dagegen tun kann? Oder würdet ihr mit offeneren Karten spielen, dass mein Großvater von Anfang an sagt, ich miete die Wohnung für meine Tochter und erst später für mich selbst als Zweitwohnung? Würde man dann aber bei der großen Konkurrenz nicht wieder schneller aussortiert werden?

    Ich hoffe ihr habt ein paar Ideen dazu, lieben Dank schonmal im Voraus!
     
  2. AdMan

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  3. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Leandinho,
    meine (und auch von anderen) im Mieter-Forum getroffenen Aussagen bleiben...:013sonst:
     
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  4. Andres

    Andres
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    Natürlich. Ob der Vermieter dabei mitmacht, ist aber doch eher fraglich. Warum soll der Vermieter eine Person, die mit der Nutzung der Wohnung angeblich nichts zu tun hat und die noch dazu aufgrund ihrer Vermögensverhältnisse keinerlei zusätzliche Sicherheit bietet, mit in den Vertrag aufnehmen? Wer als Vermieter auch nur 5 Sekunden über diese Frage nachdenkt, wird ziemlich schnell den tatsächlichen Grund erkennen.


    Ja. Eurer Problem ist nicht die Theorie, sondern die Praxis.


    Nein. Erstens ist eine vollständige Gebrauchsüberlassung unzulässig, zweitens besteht auch auf eine teilweise Gebrauchsüberlassung nur dann ein Anspruch, wenn der Bedarf für diese Nutzung nach Abschluss des Mietvertrags entsteht. Wie diese Dinge dann in der Praxis nachweisbar sind, ist eine andere Frage.


    Ja. Wie wäre es, wenn man bei den eigenen Ansprüchen mal auf dem Teppich bleibt? Wenn ich kein Einkommen habe, kann ich doch nicht ernsthaft erwarten, in einer angesagten Wohngegend mit Trick 17 an eine Wohnung zu kommen.
     
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  5. #4 Pharao, 08.09.2016
    Zuletzt bearbeitet: 08.09.2016
    Pharao

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    Hi Leandinho,

    du selber solltest dich mal ernsthaft Fragen, willst du mit so einer Verarschungsnummer tatsächlich ein Mietverhältnis beginnen :?

    Ich mein, wenn du dich schon versuchst in die Lage des Vermieters zu setzen, wie würdest du das als Vermieter empfinden? Also ich würde hier jeden Vermieter voll & ganz verstehen, wenn er alles in Bewegung setzt, um solche Mieter wieder los zu werden und die Chancen sehen da m.E. auch noch recht gut aus.

    Also mein Rat an euch wäre, bleibt bei der Wahrheit. Viel wichtiger wäre es hier, das ihr einen Vermieter von euch überzeugt, denn "Sicherheit" auf dem Papier ist auch nicht alles. Und ganz Chancenlos sehe ich (ok, jeder Vermieter tickt anders) das ganze hier auch nicht, gerade wenn der Mietvertrag mit deiner Mutter und mit dir abgeschlossen wird. Würde allerdings voraussetzen, auch wenn du mal ausziehen solltest, du müsstest erstmal weiterhin Vertragspartner bleiben.


     
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  6. #5 Leandinho, 09.09.2016
    Leandinho

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    Vielen lieben Dank für eure Antworten.

    Ich möchte natürlich niemanden verarschen und wäre ich mir mit dieser Sache sicher, hätte ich ja nicht ins Forum gepostet. Gut, dass ihr mir das nochmal so aufgezeigt habt. Natürlich möchten wir am liebsten keine Trickserei benutzen, um ein Mietverhältnis zu beginnen.

    Habt ihr denn andere Vorschläge für die vielleicht schlaueste Vorgehensweise?
    Bei einer Bürgschaft sehe ich das Problem, dass dann meine Mutter sich auf die Wohnung bewerben muss und vielleicht schon bevor man dem Vermieter die ganzen Verhältnisse etc. erklären kann und ihn mit der Bürgschaft von der Zahlungsfähigkeit überzeugen kann, aussortiert wird (aufgrund der hohen Anzahl an Mitbewerbern).
    Außerdem ist eine Bürgschaft ja an sich nur für den Fall, dass meine Mutter zahlungsunfähig wird, den Vermieter überzeugen, dass meine Mutter überhaupt zahlungsfähig ist, wird glaube ich schwer. Oder gibt es eine Form der Bürgschaft/Übernahme der Miete, also dass man gleich jemand anderen angibt, der die Miete überweist? Wie könnte so etwas aussehen, und wie präsentiert man das einem Vermieter am besten?

    Wäre es eine Idee zu sagen, mein Großvater erstellt sich den Account, sagt aber bei der Bewerbung oder bei dem Ausmachen eines Besichtigungstermins gleich, dass er die Wohnung für seine Tochter mietet? Das normale Prozedere wäre ja, meine Mutter erstellt sich den Account, gibt alle ihre Daten an und schickt bei einer Bewerbung dann auch die Daten meines Großvaters als Bürgen. Aber wie gesagt, in diesem Falle sehe ich die Chancen überhaupt für die Wohnung in Betracht gezogen zu werden relativ gering.

    Ich hoffe ihr könnt mir noch ein wenig helfen J. Vielen Dank!
     
  7. Berny

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    Was, bitte, ist denn hier ein Account? Alle meine Mieter haben keine bei mir...
     
  8. #7 Sweeney, 09.09.2016
    Sweeney

    Sweeney Erfahrener Benutzer

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    Opi, der ohnehin alles finanziert, könnte zwei Immobilien erwerben: Eine für Töchterlein und eine weitere für den Enkel.

    Probleme mit wählerischen Vermietern wird es dann nicht mehr geben.
     
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  9. #8 Pharao, 09.09.2016
    Zuletzt bearbeitet: 09.09.2016
    Pharao

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    Hi,

    dein Opa bietet mit seiner evtl. Bürgschaft i.d.R. auch keine wesendliche höhere Sicherheit als eine normale Kautionsleistung. Zumal dein Opa auch ein Alter hat, wo sich finanzielle Dinge nicht mehr groß nach oben ändern, sondern wenn eher nach unten gehen. Und einen Vertrag über den Opa laufen lassen, der sehr wahscheinlich auch nicht super Reich seinen wird: sorry, aber das macht man vielleicht bei jungen Studenten, das man da die Eltern mit einspannt, aber doch nicht bei erwachsenen Leuten mittleren Alters, die mittlerweile selber erwachsene Kinder haben. Also genau so was landet bei mir da, wo du nicht landen willst!

    Aus meiner Sicht habt ihr die besten Chancen, wenn dein Mutter und DU versuchen als Vertragspartner zu fungieren. Ums mal etwas deutlicher zu sagen, auch wenn deine Mutter ggf. langfristig keine Sicherheit bietet (weil Alg2 oder sonst was), bei dir wäre m.E. durchaus potenzial da! D.h., wenn du nicht gerade brotlose Kunst studierst, dann kann man durchaus davon ausgehen, das wenigstens du in Zukunft mal Sicherheit bieten wirst. Natürlich wären hier nähere Infos zu deiner Mutter und zu Dir sehr interessant bzw. entscheidend, aber auch wie ihr euch eben so vorstellt, welchen Eindruck ihr ggf. beim Besichtigungstermin hinterlasst, ect. Nur mal als Beispiel, ihr könntet auch schon jetzt unaufgefordert einige Nachweise erbringen, wie zB eine Mieterfreiheitsbescheinigung (oder wie dieses eigentlich sinnlose Ding auch immer heißt) oder eine Mieterselbstauskunft, eine Schufaauskunft, ggf. sogar deine Bafögbewilligung, ect.

    Natürlich müsst ihr immer mit einer Absage rechnen und das kann ganz verschiedene Gründe haben. Aber nicht jede Absage bedeutet immer, das es an euch dann lang! Wenn ich zB 200 Bewerber auf eine freie Wohnung habe, da werde ich zwangsweise sehr vielen guten Bewerbern absagen müssen, weil Hexen kann ich leider noch nicht. Und ja, ich hab`s auch schon mal gewürfelt, weil alle gut waren die es bis in die Endrunde geschafft haben. Manchmal braucht man eben auch etwas Glück als Bewerber. Grundsätzlich muss man hier aber auch erwähnen, das jeder Vermieter andere Ansprüche an seine potenziellen Mieter stellt. Wenn du also nicht Hellsehen kannst, wirst du es einfach probieren müssen. Und ja, bei den Vermietern die nur auf "super" Sicherheit wert legen, da werdet ihr m.E. keine Chancen haben. Wirkliche Gedanken solltet ihr euch m.E. aber höchstens machen, wenn ihr von zB 30 Bewerbungen noch nicht mal zu "einem" Besichtigungstermin eingeladet werdet.


     
  10. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    "Vielen lieben Dank für eure Antworten."
    - Ehrlich?

    "wäre ich mir mit dieser Sache sicher, hätte ich ja nicht ins Forum gepostet."
    - Hast Du auf Trick-Tipps im Mieter- und Vermieter-Forum gehofft?

    "Natürlich möchten wir am liebsten keine Trickserei benutzen, um ..."
    - Natürlich nicht, aber notfalls doch...?

    "Habt ihr denn andere Vorschläge für die vielleicht schlaueste Vorgehensweise?"
    - Schlau oder raffiniert oder smart oder...?

    "Bei einer Bürgschaft sehe ich das Problem, dass dann ... ihn mit der Bürgschaft von der Zahlungsfähigkeit überzeugen kann, aussortiert wird ..."
    - Wie bereits geschreipt, darf die Bürgschaft nur max. 3 NMM betragen, ähnlich einer Mietkaution.

    "Außerdem ist eine Bürgschaft ja an sich nur für den Fall, dass meine Mutter zahlungsunfähig wird, den Vermieter überzeugen, dass meine Mutter überhaupt zahlungsfähig ist, wird glaube ich schwer."
    - Richtig, informierte VM lassen sich durch die "Bürgschaft" nicht überzeugen.

    "gibt es eine Form der Bürgschaft/Übernahme der Miete, also dass man gleich jemand anderen angibt, der die Miete überweist? Wie könnte so etwas aussehen, ..."
    - Das geht nur im Falle einer rechtlichen Auseiandersetzung, um einem Mieter vor der Räumung zu bewahren mit der Zustimmung des Gerichts.

    "Wäre es eine Idee zu sagen, ..."
    - Forsche man weiter nach "Ideen"...:?
     
  11. Duncan

    Duncan
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    hm - wie wäre es mit Wedding? Spandau? Reinickendorf?
    im P-Berg sind eigentlich 100+ und Massenbesichtigungen eher die Regel denn die Ausnahme und ja, spätestens bei der Selbstauskunft seid ihr raus - selbst ein ALG-2-Empfänger hat höhere Chancen, da ist dem VM wenigstens klar worauf er sich einlässt...
    Lässt sich an den Verhältnissen nicht was ändern? Und die Ansprüche dem eigenen Leistungsvermögen anpassen? Opa ist in absehbarer Zeit nicht mehr...
     
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