Wohnung im Hochwasser-Gefahrengebiet

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von PeterP, 21.07.2014.

  1. PeterP

    PeterP Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    meine ETW liegt am Rand eines "innerstädtischen" Hochwasser-Gefahrengebietes (mittlere Gefahrenstufe). In der Vergangenheit kam es schon mal vor, dass im Keller ein paar cm Wasser standen - auch bei sehr starkem Regen.

    Wie regelt man so etwas am Besten im Mietvertrag?
    Haftungsausschluss für Feuchtigkeitseinwirkungen?

    Gruss
    Peter
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Hat gute Chancen, unwirksam zu sein. Achte lieber auf ausreichenden Versicherungsschutz.

    Im Fall der Fälle soll es auch schon aus der Haftung befreit haben, wenn man die Mieter rechtzeitig über drohende Wasserschäden informiert hat und sie auffordert, ihre Habseligkeiten in Sicherheit zu bringen.
     
  4. PeterP

    PeterP Erfahrener Benutzer

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    Hallo @Andres,

    welche Versicherung wäre denn für einen solchen Schaden zuständig?

    Die Gebäudeversicherung, die in meinem Fall im Auftrag der WEG durch die Verwaltung abgeschlossen wurde, oder benötige ich für einen solchen Fall zusätzlich eine Vermieter-Haftpflichtversicherung?

    Wären die Kosten für die Vermieter-Haftpflichtversicherung auf den Mieter umlegbar?

    Viele Grüße
    Peter
     
  5. Andres

    Andres
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    Kommt darauf an, was genau passiert. Schäden am Gebäude zahlt die Gebäudeversicherung. Wenn der Mieter dich für irgendwelche Schäden an seinem Zeug haftbar machen möchte ... ok, kommst du selbst dahinter. :45:

    Wenn du "nichts falsch gemacht hast" (sprich: nicht haftbar für den Schaden bist), gibt es noch eine evtl. vorhandene Hausratsversicherung des Mieters und danach kommt persönliches Pech.


    Einfach mal die Versicherungsbedingungen anschauen. Solche Versicherungen gibt es im Paket, aber es würde mich wundern, wenn eine WEG so etwas abschließt. Schließlich gibt es auch Eigentümer, die nicht vermieten.


    Ja, falls es eine ausreichende vertragliche Vereinbarung gibt.
     
  6. PeterP

    PeterP Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    Danke für die Antworten.

    Die versch. Versicherung mit ihren versch. Bezeichnungen schmeiße ich scheinbar gerne mal durcheinander, deshalb wäre es nett, wenn's jemand - aus Sicht eines ETW-Vermieters innerhalb einer WEG - ein bisschen "aufdröseln" könnte.

    - Private Haftpflicht des Vermieters ( hat wohl nix mit der ETW-Verm. zu tun)
    - Wohngebäudeversicherung ( laut Abrg der HV)
    - Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung
    - Hausratsversicherung des Mieters
    - Haftpflichtversicherung des Mieters

    Und dann noch die "Vermieterhaftpflichtversicherung" - ist dies eine separate Versicherung oder Teil der Wohngebäudeversicherung?

    Gruss
    Peter
     
  7. Andres

    Andres
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    Ok, kurze Vorbemerkung: Der genaue Leistungsumfang ist immer im Einzelfall in den Versicherungsbedingungen nachzulesen. Es gibt definitiv Unterschiede.

    Ja, höchstens indirekt. Wenn du beim gemütlichen Plausch mit dem Mieter deinen Kaffee auf seinen neuen Teppich schüttest, wäre das ein Fall für deine private Haftpflicht.


    Schäden an der Bausubstanz, vor allem Elementarschäden, Leitungswasserschäden, evtl. Vandalismus und Glasbruch.


    Das klassische Beispiel ist der vom Dach fallende Ziegel, der einen Fußgänger erschlägt.


    Für Beschädigungen am Hausrat des Mieters: Mobiliar, persönliche Gegenstände, ... .


    Für Dinge, die der Mieter kaputt macht. Typische Ausschlüsse: gemietete Sachen, Kraftfahrzeuge.

    Den Abschluss der letzten beiden Versicherungen kannst du nicht erzwingen, nur empfehlen.


    Eher Teil der Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht. Beachte den Unterschied zwischen Gebäude- (oder Sach-)Versicherungen (Schäden an Eigentum) und Haftpflichtversicherungen (Haftungsrisiken). Ob der Umfang der Versicherung auch für Vermieter ausreicht (z.B. Ersatzunterbringung der Mieter nach einem Brand), wäre über die Versicherungsbedingungen zu prüfen.
     
  8. #7 Taliesin, 22.07.2014
    Taliesin

    Taliesin Erfahrener Benutzer

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    Moin Peter

    Ich würde mich wundern, wenn man die umlegen könnte, denn davon hat der Mieter ja jetzt so direkt nichts.

    Gruß
    Tali
     
  9. Andres

    Andres
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    Nicht wundern, lieber § 2 Nr. 13 BetrKV lesen.
     
  10. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Hochwasser-Gefahrengebiet...

    Eine Vermieter-Haftpflichtversicherung war bislang die Versicherung, die bei Streitigkeiten
    mit dem Mieter meine RA und Gerichtskosten begleicht, evtl. bei Verlust des Prozesses
    auch die gegnerischen Kosten trägt.
    Dem Mieter können diese Vers-Kosten nicht aufgebürdet werden.
    Liege ich da falsch?
     
  11. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Versicherung--Hochwassergebiet..

    Korrektur! betr. Vermieter-Rechtsschutz- Versicherung!!!
     
  12. PeterP

    PeterP Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    Richtig - die Kosten für eine Vermieter-Rechtsschutz-Versicherung können nicht auf den Mieter umgelegt werden.

    Gruss
    Peter
     
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