Wohnung kaufen statt mieten? - Neuling bittet um Tipps :)

Diskutiere Wohnung kaufen statt mieten? - Neuling bittet um Tipps :) im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo zusammen, ich bin Ben und 29 Jahre jung. Nachdem ich als gelernter Bankkaufmann nun 5 Jahre studiert habe, verdien ich in ein paar Monaten...

  1. #1 BenStinson, 22.02.2017
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    Hallo zusammen,

    ich bin Ben und 29 Jahre jung. Nachdem ich als gelernter Bankkaufmann nun 5 Jahre studiert habe, verdien ich in ein paar Monaten endlich so viel Geld, um mich an größere Investitionen, als ein Skateboard zu wagen.

    Ich bin nun wieder in die Heimat gezogen und fühl mich dort auch wohl. Ich habe eine tolle Mietwohnung gefunden, die mit ihren 76qm gerade einmal 500 Euro Miete kostet. Andererseits, aber auch kein Wunder, da ich auf dem Land wohne und unser Dorf lediglich 3000 Einwohner hat.

    Da hier jeder jeden kennt, hab ich nun erfahren, dass das Bauunternehmen eines Freundes ein paar Straßen von meiner Wohnung entfernt mit dem Bau zweier Wohnblöcke beginnt, welche 2018 bezugsfertig fertiggestellt werden.

    Seitdem bin ich ernsthaft am Überlegen, ob es nicht besser wäre anstatt monatlich meine Miete "aus dem Fenster zu werfen", einfach eine eigene Wohnung zu erwerben. Ich habe mit dem Freund gesprochen, der mir sagte, dass sie 10 Wohneinheiten planen zu bauen und ich davon durchaus eine kaufen könne, wenn ich das möchte.

    Ich habe mir das Projekt noch nicht angeschaut, da ich dachte, ich mache mich erstmal bei erfahrenen Leuten, als euch (darf man sich hier dutzen?!) schlau und schaue, was ihr davon haltet.

    Ich bin in einem Alter, in dem sich die Zukunft nicht planen lässt. Zumindest nicht bei mir. Ich stehe nicht kurz davor zu heiraten, an Kinder hab ich noch nicht mal gedacht und eigentlich möcht ich nun erstmal mein Leben leben. Soll heißen, ich würde die Wohnung erstmal für mich nutzen und selbst darin wohnen.

    Da ich wegen des Studiums praktisch kein Eigenkapital mit in die Finanzierung bringe, würde ich schauen, dass sich die Wohnung selbst finanziert, sodass, sollte ich doch mal ausziehen, die anfallende Miete die anfallenden Kosten bei der Bank deckt.

    Das klingt auch auf den ersten Blick für einen Laien wie mich relativ lukrativ.

    Ich zahle keine Miete mehr, sondern habe die gleichen Ausgaben, nur eben an mich selber, bzw. in die eigene Tasche.

    Ich kann jederzeit aus der Wohnung ausziehen und einen Nachmieter reinstecken, der dann die Wohnung für mich finanziert und den ich mir selber aussuche (das sollte auf dem Land noch machbar sein, da diese 10 Wohneinheiten, die einzigen im Ort sind)

    Ich spare mir die Maklergebühr, da ich die Wohnung selbst "gefunden" habe.

    Ich habe alle notwendigen Connections zur Bank um einen verlässlichen und vertrauensvollen Partner zu haben.

    Ich habe als Lehrer einen sicheren Job, sodass hier nichts schiefgehen kann.

    Die Zinslage ist denkbar günstig für eine Finanzierung.


    Allerdings glaube ich, dass da auch noch viele Punkte sind, die ich eben nicht bedenke und ich bin hoffentlich schlau genug, zumindest mit eurer Hilfe, nicht zu naiv an die Sache ran zu gehen :)

    Die Wertentwicklung einer solchen Wohnung sollte denke ich relativ konstant sein. Es wird in unserem Ort nicht plötzlich einen Ortsteil geben, welcher an Wert verliert. Im Gegenteil denke ich, dass der Wert eher minimal ansteigen wird. Wir haben hier zwölf Ortschaften und unsere gilt mit als die lukrativste. Wir haben viele Vereine, eine gute Struktur und Organisation und gerade für junge Familien ist der Ort super um Kinder groß zu ziehen.

    Es gibt einen Schwimmverein, Fussball, Turnen, ein Haus für Kinder, Tanzverein, Campingplatz, Minigolf, Skilift usw. Also wir wohnen jetzt nicht in der Steinzeit :)

    Allerdings ist die nächste Großstadt 35km bzw. 60km entfernt und es gibt keinen Zug.

    Ein Bahnhof in 15km Entfernung ist allerdings geplant und der Bau hat begonnen, sodass eine Verbindung zu den Großstädten in absehbarer Zeit vorhanden ist.

    Was ich mich nun natürlich frage ist, ob euch erfahrenen Vermietern an der ganzen Grundsituation etwas auffällt, wofür ich völlig blind bin.

    Ist es falsch eine Wohnung für die Eigennutzung zu kaufen, wenn man gerade erst anfängt sich Eigenkapital aufzubauen?

    Ist es falsch zu glauben, dass man später trotzdem ein Haus bauen kann und die Wohnung sich durch einen ordentlichen Finanzplan selbst finanziert?

    Macht es Sinn eine Wohnung in der Heimat zu kaufen, wenn dort bisher eigentlich keine Mietwohnung verfügbar waren und nun 10 neue Einheiten gebaut werden oder sollte man erst den Markt beobachten?

    Gibt es sonst Punkte, die ich nicht bedenke und wodurch ich mir gerade in jungen Jahren mein eigenes Grab schaufel?


    Ich danke euch vorab vielmals für eure Hilfe und bin über jeden Tipp dankbar.

    Liebe Grüße

    Ben
     
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  3. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Beziehst Du die Aussage, "dass sich die Wohnung selbst finanziert" bestimmt nur auf die Vermietung?

    Mir wurde mal der Tipp gegeben, beim Wohnungskauf immer auch gleich an den Verkauf zu denken.

    Das mit dem fehlenden Eigenkapital ist so eine Sache, finde eine Bank die Dir einen 100 % Finanzierung macht.
    Deine Einkommen spielt bei der ganzen Finanzierung eine wesentliche Rolle.
    Solltest Du die Wohnung vermietet haben, sollte Dich ein Jahr ohne Mieteinnahmen nicht gleich in die Insolvenz bringen.
     
  4. #3 BenStinson, 22.02.2017
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    Danke für deine Antwort.

    Also die Finanzierung selbst sollte kein Problem sein, bzw. sollte ich geregelt bekommen.

    Bei der Bank habe ich gearbeitet, der entsprechende Berater ist mit mir verwandt und als Beamter ist das Gehalt gesichert. Natürlich weiß ich, dass bei einer Finanzierung keine Werte wie eine Verwandschaft oder Bekanntschaft für das Stattgeben einer Finanzierung zählen, aber es sollte helfen, wenn ich die Mitarbeiter bis zum Vorstand hoch kenne und kein Unbekannter bin.

    Zusätzlich könnten meine Eltern für mich bürgen, wie Sie mir angeboten haben, allerdings will ich das eigentlich vermeiden.

    Ein Kumpel von mir hat ebenfalls eine Wohnung zu 100 % finanziert, ich denke mal bei der gleichen Bank.

    Momentan könnte ich mit meinem Gehalt, welches ich künftig erhalten werde, die dreifache Miete stemmen. Jedoch muss ich natürlich auch in die Zukunft schauen, denn sollte ich doch mal ein Haus bauen, dann fließen meine Finanzen natürlich dort hin, sodass ich eigentlich einen Finanzplan benötige, bei welcher die Miete des Mieters, die Raten des Kredits und sonstige anfallende Kosten deckt.

    Da frag ich mich gerade, wie hoch denn die Rate sein darf, denn es fallen ja auch noch andere Kosten, als nur die Kreditrate an?!

    Also wenn ich beispielsweise die Wohnung für 600 vermiete, dann bräuchte ich einen Kreditfinanzierung mit monatlichen Raten von maximal 450 Euro oder? Damit ich 150 Euro Puffer für andere Kosten habe?

    (Das ist nun übrigens genau der Punkt, an dem mir absolut das Know-how fehlt um einzuschätzen, was da auf mich zukommt :) )
     
  5. veto

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    Hallo BenStinson,
    grundsätzlich finde ich deine pauschale 25% Rücklageregelung richtig und vernünftig. Ob die Entscheidung als solches eine Gute ist, ist aber eine andere Frage (zur Person / Marktumfeld / natürlich dem Preis und der Zukunft :)
    Gute Indikatoren sind zusätzlich die offiziellen Zuzugszahlen der letzten Jahre dieser Stadt(Dorf) und natürlich Vergleichswohnungen
    Meiner Erfahrung nach sollte eine solche Finanzierung bei Eigennutzung und ohne größere Verbindlichkeiten bei vielen Hausbanken funktionieren. Ob du danach vermietest ist deine Sache.
    Sehr wichtig finde ich die jährliche Sondertilgungsmöglichkeit der gesamten Kreditsumme von 5% und gleichzeitig vielleicht eine niedrigere Tilgungsrate. um am Ende des Jahres selbst entscheiden zu können.
    Darf man fragen was die Wohnung kostet und wie groß diese sein soll?
    Gruß
    veto
     
  6. #5 BenStinson, 22.02.2017
    BenStinson

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    Hi Veto,

    danke dir :)

    Das ist schon mal gut zu wissen, dass die 25 % nicht völlig an den Haaren herbeigezogen sind.

    Gerade bezüglich der Zukunft kann in meinem Alter eigentlich alles passieren. Wenn ich zehn Jahre in die Zukunft blicke ist es genauso wahrscheinlich noch in der Wohnung zu wohnen, wie es auch sein kann, dass ich selber gebaut habe, dass ich weggezogen bin oder dass ich Familie habe.

    Im Prinzip kann alles passieren. Was glaube ich keinen Sinn macht ist es die Wohnung bei Auszug wieder zu verkaufen. Wobei ich mich da nicht auskenne. Aber ich geh mal davon aus, dass eine Wohnung, die ja Neubau ist, erstmals durch die Nutzung an Wert verliert (wie bei einem Auto?!). Dadurch, dass in einem Dorf der Wert wohl nicht sonderlich steigt oder fällt, würde ich nach der Nutzung, also bei Auszug, wohl eher mit Verlust verkaufen müssen oder nicht?

    Insofern würde ich die Wohnung wohl eher als Investition behalten, um sie gegebenenfalls zu vermieten und vielleicht mal meinem Kind anzubieten, falls ich denn mal eins hab :)

    Gibt es denn eine ungefähre Angabe, wie viel man an Raparatur oder Sanierungskosten im Laufe der Zeit in eine Wohnung stecken muss? Also beispielsweise "Im Schnitt laufen bei einer Eigentumswohnung alle 10 Jahre Kosten in Höhe von 10.000 Euro für Reparaturen an" oder irgendsowas?! Ich kann nämlich auch gar nicht einschätzen wann ich denn in eine neue Wohnung das nächste mal Geld stecken muss um sie in Schuss zu halten.

    ____________

    Das mit der Sondertilgung und der niedrigeren Rate ist ein guter Tipp, danke :)

    ____________

    Nach den Kosten darf man gerne fragen, allerdings weiß ich die noch nicht. Mir wurde angeboten, dass ich vorbeikomme und das Bauprojekt anschaue, allerdings wollt ich mich vorher informieren, was es denn alles zu beachten gibt.

    Als Anhaltspunkt hab ich mal geschaut was in meinem Ort so auf dem Markt ist. Eine neu sanierte (2016) Maisonettewohnung über 3 Etagen mit 115qm kostet ca. 170.000 Euro bzw. wird für diese angeboten, falls das hilft.

    Falls nun bei dem Projekt mehrere Größen zur Auswahl stehen, wüsst ich gar nicht was ich nehmen sollte. Momentan wohn ich ja auf 76qm. Das wäre im Prinzip eine schöne Größe. Ich hab natürlich auch überlegt in den dreistelligen Bereich zu wechseln, wenn ich schon kaufe, aber ich weiß nicht ob es dann nicht schwieriger wird später einen Mieter bzw. mehrere Mieter zu finden.

    Vom Gefühl her würd ich eher zu 60-80qm tendieren. Das hält die Kosten "überschaubarer", wenn man das in der Größenordnung überhaupt sagen kann und die WOhnung wäre ausgelegt für 1-2 Personen.

    Ich stelle mir da im Endeffekt eine Wohnung für junge Leute vor, die zum ersten Mal das Elternhaus verlassen und was eigenes bei uns in der Gegend suchen. Wobei auch hier die FRage ist, ob das schlau ist.

    Andererseits ist es glaub nicht im Sinne des Landlebens eine Wohnung über 100 am und ausgelegt auf Familien zu haben, da man eigentlich nur anfangs beim Verlassen des Elternhauses zur Miete wohnt und dann größtenteils ein Haus baut oder sich etwas eigenes kauft.

    Also, wenn ich hier so hin und her philosophiere, denke ich, dass wir die Größe auf 60-80 qm einstufen.

    Wenn ich das nun mit dem Angebot der Maisonettewohnung umrechne, dann wären das 90.000 - 120.000 Euro, wobei man frisch saniert wohl nicht mit Neubau vergleichen sollte. Aber irgendwo da werden wir uns befinden, denk ich :)
     
  7. #6 Pharao, 22.02.2017
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22.02.2017
    Pharao

    Pharao Gast

    Hi,

    mein Rat wäre, beschäftige dich mal mit den Vor- & Nachteilen einer Eigentumswohnung. Ist nicht immer alles Gold was glänzt ..... :91:

    Wäre es dann nicht vielleicht besser oder sinnvoller, erstmal weiterhin zu sparen und später dann über Eigentum nachzudenken :? Ich mein, du bist in dem Alter, wo sich ggf. ganz schnell was verändern kann, also wenn die "Richtige" kommen sollte ... :91:

    Ich persönlich halte nix von diesen Märchen, das sich irgendwas von ganz alleine finanziert. Solche Spielchen kannst du machen, wenn alles abbezahlt ist bzw. du zuviel Geld rumliegen hast.

    Mal ganz abgesehen davon, an das eigene Eigenheim stellt man i.d.R. ganz andere Ansprüche als wenn man eine Immobilie als reine Kapitalanlage sieht. Du schreibst irgendwas von günstiger Miete auf dem Dorf. Klingt auf den ersten Blick schon mal nicht so viel versprechend, sodass man die Lage vor Ort sich viel genauer angucken müsste. Ich mein, dir nützt die tollste Wohnung nämlich nix, wenn du sie nicht vernünftig Vermietet bekommst.

    Desweiteren sollte dir auch klar sein, das Mieter nicht immer super pfleglich mit der Mietsache umgehen oder das es auch mal zu Mietausfällen, usw. kommen kann. Du wärst sicherlich nicht der erste Vermieter, der Fassungslos die Hände über den Kopf schlägt, wenn du dir den falschen Mieter ausgesucht hast.

    Ja, und dafür kommen i.d.R. neue Ausgaben dazu, für die eben kein Mieter aufkommen muss .... :91:

    Und wie sicher ist es, das du bei der Schule dauerhaft bleibst? Ich mein, war da nicht was bei angehenden Lehrern mit 2 Jahre und kann man sich nicht aussuchen als unverheirateter? Oder bist du hier eher Berufsschullehrer oder so was?

    Das müsstest du aber aus deinem erlernten Beruf wissen, das ein Zinssatz sich auch ändern kann und vielleicht ist bis dahin noch nicht alles abbezahlt. Also ein bischen Spielraum sollte da m.E. schon sein.

    Diese Geste ist zwar nett, aber kann auch krasse Konsequenzen haben, also für deine Eltern. Sollte man sich m.E. sehr gut überlegen, ob man das tatsächlich will (und damit meine ich in erster Linie auch wieder deine Eltern).



    Ansonsten kann man hier nur grundsätzlich zu deinem Vorhaben sagen, ob sich das ganze für dich rechnet, das wirst du alleine "durchgehen" müssen. Aber lieber hier mehr Sicherheit einplanen, als zu knapp oder im schlimmsten Fall zu wenig. Ob du das ganze hier Waagen sollst, auch das wirst du ganz für dich alleine entscheiden müssen, ist nämlich auch dein Risiko was du hier ggf. eingehst.



     
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  8. #7 BenStinson, 22.02.2017
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    Hi Pharao,

    vielen Dank für die ausführliche und direkte Antwort :)

    Du hast da ein paar gute Punkte angesprochen, wegen denen ich unter anderem hier bin um von euren Erfahrungen zu profitieren, denn ich möchte in die Sache, falls ich es mache, eben nicht blauäugig einsteigen.

    Mit das Wichtigste Thema ist mit Sicherheit der spätere Mieter, der Umgang mit der Wohnung, bzw. dass die Miete regelmäßig vorhanden ist. Dieses Risiko ist immer dabei, das ist mir klar. Ich habe niemals eine Garantie, dass die Miete bezahlt wird und ich habe niemals eine Garantie, dass ich nicht den Falschen erwische.

    Hätte ich heute bereits die Wohnung, würde ich bewusst einen Mieter wählen, zu dem ich irgendeine Verbindung habe. Ich bin seit 20 Jahren im Sportverein und kenne im Prinzip genügend um die Wohnung (Stand heute) mit einem Bekannten zu besetzen.

    Das wird sich natürlich ändern mit der Zeit. Ich werde älter und die Mieter jünger, ergo wird die Kluft größer. Andererseits kennt man sich weiterhin innerhalb des Ortes, sodass ich die Hoffnung habe, nicht einen völlig Fremden in die Wohnung zu lassen, sondern eben sagen kann "Das ist der Neffe von dem und dem" oder etwas in der Art.

    Allerdings muss so jemand erstmal gefunden werden, denn wenn die Wohnung leer steht bringt mir das auch nichts.

    Ich weiß nur nicht wie ich die Nachfrage nach Mietwohnung auf dem Land herausfinden kann...?!

    In der Stadt gibts dieses Problem wohl eher selten, dafür ist jemand in der Wohnung über den man nichts weiß.

    Das wäre mal ein Punkt, wegen dem ich noch grübel.

    _______________

    Meine Eltern möcht ich eigentlich absolut nicht in die Finanzierung mit einbeziehen. Ein Bürge ist nichts anderes als dass sie es ausbaden, wenn ich Mist baue. Das will ich nicht. Da werd ich selbst nicht mehr glücklich.

    ________________

    Dass sich die Zinssituation auch wieder ändert ist absolut sicher. Dahingehend werde ich noch Gespräche mit der Bank führen inwiefern ich mir die heutigen Zinsen nicht nur per Zinsfestschreibung, sondern ebenso per Bausparvertrag, welcher später den Kredit ablöst sicher kann. Da muss mal bisschen hin und her gerechnet werden, was da so möglich ist.

    ________________

    Wegem dem Job selbst: Ich bin tatsächlich Berufsschullehrer und nun auf Minimum drei Jahre verpflichtet. Dabei geht es aber eher darum, dass ich die Schule nicht verlassen soll und nicht, dass mich jemand nicht an der Schule will. Bis diese Verpflichtung ausläuft bin ich bereits verbeamtet, sodass mein Einkommen absolut gesichert sein sollte, falls mir nicht die Tafel auf den Kopf fällt ;)

    ______________

    Und nun zum interessantesten Punkt: Du meintest, dass ich mir zwar in die eigene Tasche zahl, ich dafür aber ganz andere Kosten habe, die ich als Vermieter eben nicht habe.

    An der Stelle bin ich tatsächlich noch recht unwissend, welche das sind.

    Da hätten wir:
    - Kreditrate
    - Hausverwaltung
    - Reparaturen / Sanierung

    Was gibts denn da noch alles?

    ________

    Vielen Dank nochmal :)
     
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  9. #8 Immofan, 22.02.2017
    Immofan

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    Ich finde die Herangehensweise von BenStinson prima. Also so grundsätzlich ergebnisoffen erstmal alles klären was man im Vorfeld wissen kann.

    Hast du schon über Literatur nachgedacht?

    Zu dem Thema Dorf: Die Bevölkerungsentwicklung geht nunmal tendenziell in die Richtung, dass es erheblich mehr ältere geben wird die vor allem in die Stadt ziehen. Auf dem Land werden in ein paar Jahren sicherlich einige Eigenheime auf den Markt kommen die von den ganzen 80 jährigen nicht mehr bewirtschaftet werden können.

    Meine Erfahrung ist, dass diese Bewohner trotzdem lieber im angestammten Ort bleiben wollen und sich eine kleine Mietwohnung am liebsten mit Minigarten suchen. Bei uns gibt es wegen sowas inzwischen regelmäßig Aushänge und Gesuche.

    Auf der anderen Seite wäre mir (ca zehn Jahre älter und seit einiger Zeit mit Familie) ein Ort ohne fußläufig erreichbaren Bahnhof nichts. 15km ist vielleicht für Dich kein Problem im Moment, aber es könnte eines für deine Frau oder deine Kinder sein... Ebenso geht es vielleicht möglichen Mietern. Außer es klappt mit deinem Plan immer nur junge Leute einziehen zu lassen, falls du mal Vermieter wirst.
     
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  10. Pharao

    Pharao Gast

    Hi,

    wenn du Vermieter spielen willst, dann solltest du dich u.a. mit Buchhaltung, Mietrecht & Steuer auseinander setzen. Natürlich kann man hier auch viele Dinge "abgeben" an Dienstleister, aber umsonst arbeitet i.d.R. da auch keiner.

    Was m.E. bei dir ein Risiko darstellen kann, du hast nur 1 Wohnung. D.h. wenn du dir den falschen Mieter aussuchst (was letztlich jedem passieren kann), dann bedeutet das für dich 100% Ausfall und bis es im schlimmsten Fall zu einer Räumung kommt, das kann schon mal etwas dauern. Und da gehe ich jetzt nur mal vom Mietausfall aus. Bei anderen Vermietern wäre der Ausfall vielleicht bei nur 25% oder 2% und da steckt man das ein oder andere wesendlich besser weg, obwohl man den gleichen Ärger hat. Ob du jemals Geld von solchen Mietern siehst, das steht dann nochmals auf einem anderen Blatt.

    D.h. für die Mietersuche solltest du dir m.E. schon lieber "sichere" Kandidaten aussuchen (also das man im Notfall was pfänden kann), was allerdings nicht bedeuten muss, das das dann auch immer "leichte" Mieter sind. Der beste Mieter geht pfleglich mit der Mietsache um, bezahlt letztlich immer die Miete (ob pünktlich oder etwas verspätet, ist m.E. garnicht so wichtig dabei) und macht dir ansonsten auch wenig bis garkeinen Ärger. Aber ob der Mietinteressent jetzt ein "Traummieter" ist oder nicht, das lässt sich i.d.R. nicht vorher sagen. Frühestens während dem Mietverhältnis lässt sich das vielleicht etwas abschätzen und Endgültig lässt sich dazu erst bei Auszug was sagen. Vor Vertragsunterzeichnung kannst du lediglich den Mieinteressenten so gut es eben geht überprüfen, zB was das Gehalt angeht oder ob`s Schufaeinträge gibt, usw.

    Immer wenn man an Freunde, Bekannte, Verwandte vermieten will, sollte einem selber klar sein, das wegen so was auch lange Freundschaften kaputt gehen können! Soll nicht heißen das dies immer so seinen muss, aber kam m.E. schon oft genug vor, das man sich wegen Pillepalle in die Haare bekommen hat und im schlimmsten Fall dann nur noch über Anwalt kommuniziert.

    Du meist wohl eher, die du als Mieter nicht hast, aber dafür als Vermieter bzw. als Eigentümer ;)

    Klar, wenn du dir einen Neubau zulegst, da würde ich jetzt auch nicht gleich damit rechnen das Unsummen auftreten können. Aber rein als Beispiel: dem Mieter kann das egal sein, wenn die Heizung ausfällt. Der teilt dir nur mit das die Heizung nicht geht und er deswegen ggf. die Miete mindert. Als Eigentümer/Vermieter solltest du aber jetzt schon mal einplanen, das eine Heizung eben auch nicht ewig halten wird oder auch spontan den Geist auf geben kann. Und das Spielchen kannst du jetzt mit fast jedem Gegenstand machen, die einem Mieter egal seinen können.

    Und jetzt kommen wir u.a. zu den Nachteilen einer WEG, das du eben auch nicht immer alles alleine entscheiden kannst. D.h. wenn die Mehrheit beschießt zB die nagelneue Heizung zu erneuern, dann sind deine Einwände genau dein Stimmanteil. Sollte es dazu nicht genügend Rücklagen im Gemeinschaftstopf geben, dann kommt i.d.R. eine Sonderumlage und da fragt sich auch wieder keiner, ob dir das finanziell gerade in den Kram passt.

    Im grobe hast du alles, außer das bei einer WEG noch zu trennen wäre, wofür nur du zuständig bist und wofür die Allgemeinheit zuständig wäre. Ansonsten, die Probleme machen i.d.R. nicht die planbaren oder bekannten Kosten, sondern eher die unvorhersehbaren Dinge, die aber dann (nach Murphys Gesetz) immer dringend sind & immer ungelegen kommen.

    .

     
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  11. #10 sven.fischer, 22.02.2017
    sven.fischer

    sven.fischer Benutzer

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    Hallo,

    um auf die Frage nach den Instandhaltungskosten einzugehen:

    Neubau: ca. 0,25 €/m² und Monat
    sanierter Bau ca. 0,50 €/m² und Monat
    Altbau (>25 Jahre): ca. 1,00 €/m² und Monat

    Sicher werden sich zu den Daumenwerten gleich ein paar melden und aus Erfahrung auf ganz andere Werte kommen - ist eben alles nach unten und oben möglich...
     
  12. dots

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    Das ist einer der größten Fehler, die du in meinen Augen machen kannst.
    Vermiete nie an Bekannte/Verwandte/Freude/Kumpels/...
    Das sind die ersten, die von dir erwarten, dass du ein Auge zudrückst, wenn sie die Miete nicht zahlen können / dein Eigentum beschädigt haben / ...
    Wenn du denen dann nicht entgegen kommst (natürlich zu deinem Nachteil!), war es das mit der Freundschaft.
    Du bist derjenige, der so viel Kohle hat, um sich eine niegelnagelneue Wohnung leisten zu können. Dass du auf die Mieteinnahmen angewiesen bist, will oder kann der Mieter nicht wissen. Du bist der, der sonst immer nett war, aber jetzt, wegen dieser einen Miete, die du deinem Kumpel nicht erlässt weil der gerade knapp bei Kasse ist, die Freundschaft aufs Spiel setzt.
    Und mit dem mittlerweile zerstrittenen Kumpel/Bekannten/... hast du einen Vertrag, der schlimmstenfalls noch bis an dein Lebensende weiterläuft.
     
  13. #12 BHShuber, 23.02.2017
    BHShuber

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    Hallo,

    das wäre der Traum eines jeden Vermieters doch die Realität zeigt was ganz anderes.

    Auch als selbstbewohnender Eigentümer hat man Hausgeldzahlungen zu leisten, d. h. man hat trotzdem Kosten zu tragen!

    Jede Menge zu beachten und für dich noch jede Menge zu lernen und zu verstehen.

    Im Grunde ist es ja nicht schlecht gedacht sich Wohneigentum anzuschaffen, gerade in Bezug auf die historisch niedrigen Zinsen gesehen, auch möglich, doch sollte man sich schon gewahr sein, Eigentum verpflichtet, der Gedanke dass ein Mieter mir die Wohnung abzahlt hatten schon viele und sind daran gescheitert.

    Hol dir so viele Informationen in Bezug auf Immobilienbesitz, WEG-Recht, Mietrecht ein wie du kannst, je mehr zu erfährst, desto mehr wirst du merken, dass die Idee zwar gut ist aber nicht ganz so einfach wie jetzt dargestellt.

    Das macht aber nichts, jeder hat mal angefangen und fast jeder hat mal Lehrgeld bezahlt.

    Gruß
    BHShuber
     
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