Wohnung zu gross - Miete rückwirkend verlangen

Dieses Thema im Forum "VF - Ankündigungen!" wurde erstellt von Koenig Arthur, 01.02.2016.

  1. #1 Koenig Arthur, 01.02.2016
    Koenig Arthur

    Koenig Arthur Erfahrener Benutzer

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    Ich zitiere jetzt erstmal eine interessante Stelle, von Immonet.de:

    Auf der sicheren Seite ist, wer eine größere Abweichung feststellt. Wichtig zu wissen: „Wenn die tatsächliche Wohnungsgröße abweicht, können Mieter ihre Forderungen auch rückwirkend geltend machen. Sie können zu viel gezahlte Miete für bis zu zehn Jahre zurück verlangen“, sagt Wall. So könnten sich durchaus größere Beträge summieren. „Aber Achtung: Ab Entdeckung des Mietmangels bleiben dafür nur drei Jahre Zeit.“

    Der Beitrag liegt unter http://www.immonet.de/umzug/wissens...utm_medium=e-mail&utm_campaign=b2c-newsletter

    Wenn also Mieter die Miete zurückfordern können, warum nicht auch andersherum ? Zufällig habe ich gerade eine Alt-Partei, deren Wohnung statt angegebenen 75 qm in Wirklichkeit 93 qm hat ... das wäre eine nette kleine Nachzahlung für mich, wenn ich die wirklich kassieren könnte.
    Nicht dass ich es bei jedem machen wollen würde, aber diese spezielle Partei war besonders frech ...

    Was meint Ihr dazu ?
     
  2. AdMan

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  3. #2 Benni.G, 01.02.2016
    Benni.G

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    Mieterschutz und Vermieterschutz sind zwei komplett verschiedene Sachen.

    Ob diese "Mieterhöhung" jetzt selbst bei laufenden Mietvertrag möglich ist, wäre eine Interessante Fragen.
     
  4. #3 Pharao, 01.02.2016
    Zuletzt bearbeitet: 01.02.2016
    Pharao

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    Hi,

    erstmal kann der Mieter m.E. nur was zurückfordern, wenn die 10% Hürde überschritten wurde & der Mietvertrag das auch hergibt, denn in neueren Mietverträgen spielen die m2 so gesehen keine Rolle mehr.

    Ansonsten zu deiner Frage: vielleicht, weil der Mieter bzw. Mietinteressent vor anmieten nicht nachmessen kann, sondern auf die Angaben des Vermieter bzw. die Angaben im Mietvertrag vertrauen muss und man eigene Fehler i.d.R. nicht auf andere abwälzen kann :?

    Mal abgesehen davon, gerade bei Ur-Alt-Mietverträgen kann es einige Gründe geben, warum die m2 nicht ganz stimmen bzw. es weniger m2 sind. U.a. weil man früher die Wohnungs-m2 ganz anders gerechnet hat (da gingen manche Räume nur mit 1/4 oder 1/2 ein, was man heute mit 1/1 rechnen darf) oder/und es auch nicht unüblich war, die m2 über den (evtl. nicht so genauen) Grundrissplan raus zu lesen, ect.

    Dir ist aber klar, wenn alle Wohnungen den ungefähren "gleichen" Fehler haben, dann hebt sich dieser Fehler bei der Abrechnung nach m2 wieder auf. D.h. es ist jetzt nicht umbedingt Sinnvoll, wenn man das richtig stellen will, das dann nur bei einer Wohnung zu machen. Dann sollte man lieber das gesamte Objekt neu ausmessen & anpassen.



     
  5. #4 Koenig Arthur, 01.02.2016
    Koenig Arthur

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    Hallo Pharao, das mit der 10%-Hürde ist doch gerade nicht mehr aktuell, das ist ja das neue dabei: Diese 10%-Hürde wurde gekippt ... ... .
    In dem genannten Link konnte der Vermieter dann auch mehr Miete verlangen, aber für einen laufenden Mietvertrag.
     
  6. #5 Soontir, 01.02.2016
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    Hallo,

    der Artikel verschweigt leider, dass die Klage des VM auf Anpassung der Miete bzgl. der Wohnungsgröße gescheitert ist.Du darfst nämlich nur unter Beachtung der Kappungsgrenze die Miete erhöhen.
     
  7. #6 BHShuber, 01.02.2016
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    Hallo,

    ohhhhmeiohhmei, mach das mal und schau was passiert, höchstwahrscheinlich kommt dann die nächste seltsame Frage ins Forum!

    Gruß

    BHShuber
     
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  8. #7 Akkarin, 01.02.2016
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    Ich meine, dass der Mieter grundsätzlich auf die QM Angabe des Vermieters vertrauen darf, sofern die nicht auf den ersten Blick falsch sein muss.
    Folglich ist er nicht verpflichetet bei Einzug nachzumessen. Merkt er später, dass die Angaben nicht stimmen und da was erhebliches fehlt ( auch ohne 10% regel, werden 0,3 qm den Aufwand nicht lohnen), kann er die zuviel gezahlte Miete zurückverlangen.
    Er dürfte nämlich einen Anspruch gegen den VM haben wegen ungerechtfertigter Bereicherung.

    Umgekehrt kann das nie funktionieren. Der Erstattungsanspruch würde ja sich umgekehrt wegen ungerechtfertigter Entreicherung ergeben. Dem VM kann man aber vorhalten, eigene Schuld, wenn du nicht weißt , wie groß deine Wohnung wirklich ist.
     
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  9. #8 Koenig Arthur, 02.02.2016
    Koenig Arthur

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    Naja, erstens: Die Kappungsgrenze gilt nicht für die Nebenkosten ; diese habe ich in der letzten NK-Abrechnung tatsächlich schon auf die größere Fläche angepasst, warum auch nicht.
    Zweitens: Die Kappungsgrenze beträgt 20 %, das ist immerhin schon etwas, da ansonsten die Miete nicht groß erhöht wurde.
    Drittens: Es war ein Alt-Mietvertrag ; den hatte ich mit der falschen Angabe schon übernommen.

    Es fragt sich nur, ob das ganze nun auch _rückwirkend_ geltend gemacht werden kann. Wobei andererseits diese Erörterung natürlich evtl. hypothetisch bleiben wird, aber man muss ja auch das Rechstsystem weiterentwickeln, da sollte jeder seinen Beitrag leisten. Wer das seltsam findet ist schuld an solchen Gesetzen, die den Vermieter benachteiligen.
     
  10. #9 Newbie15, 02.02.2016
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    Warum benachteiligt das den Vermieter? Er sollte schon wissen, was er gebaut, geerbt oder gekauft hat und dementsprechend ist es ein klarer Fall von " selbst schuld", wenn er eine zu kleine Fläche angibt und darauf den Mietpreis berechnet. Zumal er vor jeder Vermietung die Möglichkeit hat, nachzumessen und diesen Nachteil auszugleichen. Wenn beim Kauf die Fläche im Mietvertrag falsch angegeben war, dann hat der Käufer ja die Möglichkeit, diesen Nachteil gegenüber dem Verkäufer im Kaufpreis geltend zu machen.

    Außerdem würden sonst Mieter dazu gezwungen, vor Anmietung einer Wohnung alles haarklein nachzurechnen, damit man nicht damit rechnen muss, dass der Vermieter in ein paar Monaten oder Jahren mit einer Nachforderung an Kaltmiete ankommt und die Wohnung letztlich gar nicht zur angegebenen Miete, sondern einer (wesentlich) höheren vermietet wurde. Ich schätze, da würde es einige schwarze Schafe geben, die das ausnutzen. Dann macht man die Wohnung mal eben 150€/Monat billiger und kommt nach einem halben Jahr oder Jahr mit einer rückwirkenden und zeitgleich zukünftigen Mieterhöhung. Nicht selten läuft es ja so auch bei Nebenkostenvorauszahlungen, die gerne mal geringer angegeben werden als realistisch, gerade in Altbauten mit utopischen Heizkosten, die damit schwer vermietbar wären und man die Kaltmiete entsprechend anpassen müsste. Da hat ja der Vermieter nicht das Problem, auf Kosten sitzen zu bleiben, auch wenn sich die Nebenkosten am Ende verdoppeln.

    Wenn der Mieter zu seinem eigenen Nachteil nicht nachmisst, ist er ebenfalls "selbst schuld".

    Kurzum: ich kann mir nicht vorstellen, wie eine solche Regelung, eine Mieterhöhung rückwirkend aufgrund zu geringer Flächenangabe geltend zu machen, mit dem Mietrecht vereinbar sein soll. Die Benachteiligung des Mieters wäre in meinen Augen immens, weil damit auf ihn ein sehr großer Aufwand bereits im Vorfeld der Anmietung einer Wohnung zukommen würde. Und nebenbei wäre davon auszugehen, dass ein Mieter, der nachmisst, die Wohnung gar nicht erst bekommt.
     
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  11. Duncan

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    und trotzdem wirst du dir diesen Fehler zurechnen lassen müssen.
    Das lohnt sich aber nicht in Sachen die schon weitgehend ausgeurteilt sind. Machst halt ab sofort alle drei Jahre die maximal mögliche Anpassung gen Mietspiegel, du bist ja gerade mit der m²-Miete deutlich runter...

    Ob es wirklich von Vorteil ist im Falle eines Streites jedes Jahr zur Betriebskostenabrechnung die Wohnungen/Nutzungseinheiten gutachterlich vermessen lassen zu müssen sei mal dahingestellt... - Ich habe schwer den Eindruck, dass die meisten vermieterunfreundlichen Gesetze und Urteile darin gründen, dass einige Vermieter es übertrieben haben und man dann etwas geregelt/ausgeurteilt hat, dass im gegenseitigen Einvernehmen und Umgang auf Augenhöhe für beide Seiten viel einfacher gewesen wäre. Und dass hat dann ein paar Oberschlaue auf den Plan gerufen, die entsprechende Regelungen auch missbrauchen.
     
  12. Pharao

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    Hi,

    sehe ich genau so.



     
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  13. #12 ImmerPositiv, 04.02.2016
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    So sehe ich das auch.

    So ist das als VM ;-)))

    LG
    ImmerPositiv
     
  14. Nanne

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    Es geht eben nicht nur um die NK-Abrechnung, vielmehr um den evtl.zuviel gezahlten qm-Mietpreis, den der Mieter zurück verlangen könnte. Wenn im MV keine Wohnfläche angegeben ist, sieht das schon wieder anders aus, dann gibt es wohl keine Rückzahlung für zuviel gezahlte Miete. Meine Meinung.
     
  15. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi Nanne,

    letztlich geht es aber dem Fragesteller hier eher darum, einen bestimmten Mieter damit eins auszuwischen und das ist m.E. nicht Sinnvoll. Zitat "Nicht dass ich es bei jedem machen wollen würde, aber diese spezielle Partei war besonders frech ...". Mir ging es hier also eher darum, das man dann ggf. Probleme mit der Abrechnung bekommt, wenn man die fehlerhaften m2 jetzt nur bei einer Wohnung richtigstellt.



     
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  16. #15 ImmerPositiv, 06.02.2016
    ImmerPositiv

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    Hallöchen,

    Das sehe ich auch so und man könnte sich bildlich ausmalen dass dieser *freche*Mieter ganz flott beim Anwalt sein wird ...

    Ich weiß nicht ob sich das lohnt jemandem eins auswischen zu wollen

    Im schlimmsten Fall hört der freche Mieter sich im Haus um und erfährt vlt dass die anderen Whg auch vlt größer sind und diese Mieter nicht mehr bezahlen sollen ....

    Also das Theater ,was ich mir ja letztlich selbst eingebrockt habe , wäre mir die ganze Sache nicht wert, denke finanziell wäre das auch keine nette kleine Summe...

    LG
    ImmerPositiv
     
  17. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Da hast Du natürlich recht. Ich verstehe ohnehin nicht, wie man einen evtl.Rechtsstreit riskiert um nur einen M. eins auszuwischen. Ja, Hass ist ein übler Begleiter.
     
  18. #17 Koenig Arthur, 08.02.2016
    Koenig Arthur

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    Naja naja, es geht mehr um den Grundsatz - "eins auswischen" will ich grundsätzlich niemandem ...
     
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