Wohnungskauf durch Schenkung seitens Eltern/Ablauf?

Dieses Thema im Forum "Baufinanzierung" wurde erstellt von Sandra_Berlin, 16.10.2014.

  1. #1 Sandra_Berlin, 16.10.2014
    Sandra_Berlin

    Sandra_Berlin Benutzer

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    Angenommen, die Eltern haben ihre alte Wohnung verkauft, die neue soll gleich auf den Namen der Tochter laufen (als Schenkung zu Lebzeiten). Erste Frage:Kann zB das Geld direkt vom Konto der Eltern auf das Konto des neuen Wohnungsverkäufers überwiesen werden oder muss erst das ganze Geld auf das Konto der Tochter überwiesen werden? Manchmal gibt es ja so bürokratische Fallen, daher meine Frage.
    Zweite Frage: Kann ein Elternteil Miteigentümer werden, oder hätte das nur Nachteile, weil evtl. nochmal ein Notar zur Umschreibung eingeschaltet und bezahlt werden muss?
     
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  3. #2 Papabär, 16.10.2014
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    Ich sehe da keine Probleme.



    Ja und ja wahrscheinlich.
     
  4. #3 Aktionär, 17.10.2014
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    Warum soll zuerst geschenkt werden und dann doch einer der Schenkenden wieder anteilig Eigentümer werden?
    Das macht in meinen Augen keinen Sinn. So fliesst der Miteigentumsanteil des Schenkenden doch zu einem späteren Zeitpunkt wieder in die Erbmasse ein, und das sollte doch sicherlich mit der frühzeitigen Schenkung vermieden werden ...
    Oder trauen die Eltern der Tochter am Ende doch nicht so 100%ig??
     
  5. #4 Sandra_Berlin, 17.10.2014
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    Sandra_Berlin Benutzer

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    Der Gedanke war, dass evtl dann noch nicht der ganze Schenkfreibetrag jetzt ausgeschöpft würde, aber ich sehe schon, das würde alles nur Nachteile haben...
     
  6. #5 Aktionär, 17.10.2014
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    Vielleicht solltest Du die Angelegenheit mal mit einem Steuerberater besprechen.
    Schenkungen sind unter bestimmten Umständen innerhalb von 10 Jahren zurück zu fordern.
    Nach Ablauf der 10 Jahre steht (meines Wissens) der Freibetrag erneut zur Verfügung.
    Bei potentiell höherem Vermögen der Eltern macht es daher keinen Sinn den Freibetrag nicht direkt komplett auszuschöpfen.
     
  7. #6 Sandra_Berlin, 17.10.2014
    Sandra_Berlin

    Sandra_Berlin Benutzer

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    Eine Frage bleibt dennoch: Ist es evtl doch günstiger, wenn die Eltern auf ihren Namen die neue Wohnung kaufen, diese vermieten und dann zu einem späteren Zeitpunkt auf die Tochter überscheiben? dann kämen also nochmals Notargebühren dazu soweit ich weiß, aber evtl ist dieses Modell günstiger als wenn gleich die Tochter das Geld erhält für den Kauf?
     
  8. #7 Aktionär, 17.10.2014
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    Das hängt davon ab, ob der KP der Wohnung unter den Freibetrag für eine Schenkung fällt.
    Auf jeden Fall haben die Eltern als Eigentümer und Vermieter zu versteuernde Einnahmen.
    Dass Notarkosten anfallen für den Übertrag hast Du ja bereits genannt.
     
  9. sara

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    Die Eltern werden da nicht wohnen wollen?
    Willst du da dann einziehen?

    Also du hast einen steuerlichen Freibetrag von 400 000€ je Elternteil als Erbe (und bei Schenkungen wären das auch 400 000€ und das alle 10 Jahre.

    Es kommt doch darauf an ob das Vermögen deiner Eltern so hoch ist, dass die Übertragung jetzt überhaupt gemacht werden sollte.

    Bei sehr hohen Vermögen, das diese Grenzen überschreitet, wäre es sinnvoll.

    (Kleines Sprichwort: Man zieht sich nicht schon aus, bevor man schlafen geht )

    Wenn du die Wohnung selbst nutzt gibt es steuerlich überhaupt keine Probleme.

    Bei Vermietung sind die Einkünfte von demjenigen zu versteuern der Eigentümer ist.

    Sollten deine Eltern die Wohnung doch bewohnen wollen und du bist Eigentümer, müsste bei kostenloser Überlassung ein Niesbrauch eingetragen werden oder du vermietest an die Eltern, und versteuerst die Einnahmen.
     
  10. #9 Glaskügelchen, 17.10.2014
    Glaskügelchen

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    Meiner Meinung nach sollte tatsächlich ein Steuerberater eingeschaltet werden.
    An der Frage wie man am Besten Eigentum übertragen sollte hängen so viele Faktoren, die alle berücksichtigt werden sollten.
    Und die Eltern sollten auch wissen, ob sie tatsächlich komplett schenken möchten, oder ob sie weiterhin den Nutzen aus der Immobilie ziehen möchten, bzw. ein Mitspracherecht behalten wollen. Das lässt sich alles notariell regeln.
    Soweit mir bekannt, senkt der Nießbrauch den Wert einer Immobilie, was bei wertvolleren Häusern/Wohnungen von Vorteil sein kann.
    Wer hat die grösseren steuerlichen Vor- bzw. Nachteile durch die Mietzusatzeinkünfte?
    Sollte die Tochter jemals arbeitslos werden oder H4 beziehen müssen, könnten ihr theoretisch auf dem Papier Immos im Wert von über 1 Mio gehören und sie hätte trotzdem Anspruch, solange der Nießbrauch bei den Eltern liegt.
    Etc. etc. ..
     
  11. Andres

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    Das wäre (mit kleinen Varianten, z.B. Wohnrecht, mietfrei, ... - je nach geplanter Nutzung) die übliche Lösung für den vorweggenommenen Erbfall. Und solange man keinen wirklich guten Grund dazu hat, sollte man keine Sonderlösungen wählen.

    Wie auch immer: Die Lage hat eine gewisse Komplexität, es fließen viele Faktoren ein. Vermögen der Eltern im Verhältnis zu den Freibeträgen, geplante Nutzung (mindestens) bis zum Eintritt des Erbfalls, Vertrauensverhältnis, steuerliche Situation aller Beteiligten (wer muss am wenigsten Steuer auf die Miete zahlen?), ... . Der Gang zum Steuerberater kann da schnell eine der besten denkbaren Investitionen werden.
     
  12. #11 Sandra_Berlin, 19.10.2014
    Sandra_Berlin

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    Welches wäre denn die sinnvollste Abwicklung: Würde im Notarvertrag die Nießbrauchregelung möglich sein? oder besser: Die Eltern zahlen erst alles ein und dann wird nochmal ein Notar zur Übertragung des Besitzes eingeschaltet und bezahlt? was auch umständlich erscheint...?
     
  13. #12 Glaskügelchen, 19.10.2014
    Glaskügelchen

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    Wie schon mehrfach oben geschrieben hängt die beste Art der Eigentumsübertragung von vielen Faktoren ab.
    Die Eltern können die Schenkung in einem Schenkungsvertrag festhalten und der Tochter die gewünschte Summe überweisen. Der Verwendungszweck (Immobilienerwerb) könnte ebenfalls in dem Vertrag festgehalten werden.

    Vielleicht wäre es möglich in dem Schenkungsvertrag festzulegen, dass die Eltern als Nießbraucher der Immobilie eingetragen werden. In diesem Fall dürfte sich aber der Nießbrauch nicht wertmindernd auf die Schenkung auswirken, was auch wieder ein Nachteil sein kann.
     
  14. GJH27

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    Für die Frage, ob die Schenkung von Geld oder einer Wohnung "besser" ist, wär auch noch zu bedenken, dass zu Wohnzwecken vermietete Immobilien für die Berechnung von Schenkungs- bzw. Erbschaftssteuer nur mit 90 % des Wertes angesetzt werden, Geldbeträge dagegen in voller Höhe...
     
  15. Duncan

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    Hm - deine Eltern schenken dir Geld, z.B. durch kommentarlose Überweisung und du kaufst davon die Wohnung(en)?
    Der Rest ist eine Frage des Vertrauens und der Gestaltung des Notarvertrages. Der kann auch Regelungen enthalten die den Verkäufer nicht tangieren, aber den Käufer binden, z.B. ein grundbuchlich gesichertes Niesbrauchrecht. Dies kann aber auch in einem separaten Vertrag geschehen.

    Welche Gestaltung für euch am günstigsten ist, sollte mit einem Steuerberater und Anwalt geklärt werden.
     
  16. #15 Sandra_Berlin, 19.10.2014
    Sandra_Berlin

    Sandra_Berlin Benutzer

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    Ein grundbuchlich gesichertes Niesbrauchrecht würde durchaus ein gute Lösung sein, nur frage ich mich, wenn es, wie oben erwähnt, wirklich so sein sollte,dass keine steuer(wert)mindernde Wirkung entsteht, dann hätte man nur extra Vertragskosten und keinerlei Vorteile?
     
  17. Andres

    Andres
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    Doch, Sicherheit für die Eltern. Es ist wie immer: Wenn man sich für alle Ewigkeit blind vertraut, gibt es für beinahe alles sehr einfache Lösungen. Wenn sich die ursprüngliche Annahme aber als falsch erweist, kann es schwer bis unmöglich werden, die Situation dann wieder zu entwirren.

    Wenn ich von meinem Vater das Auto mit Anhängerkupplung leihe und danach volltanke, geht das auch ohne Schenkungsvertrag ganz gut. Bei einer Immobilie würde ich es nicht so machen.
     
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