Wohnungsrückgabe (Auszug) - Pflichten des Mieters?

Dieses Thema im Forum "Übergabe Ein- oder Auszug" wurde erstellt von Kletschmeister, 09.10.2009.

  1. #1 Kletschmeister, 09.10.2009
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    Theoretischer Fall (noch nicht eingetreten)

    Bei Wohnungsrückgabe werden erhebliche Mängel festgestellt sofort mit Fotos dokumentiert, vielleicht sogar direkt doppelt ausgedruckt und ein entsprechendes Übergabeprotokoll erstellt.

    Der Mieter soll es nun unterschreiben und weigert sich ohne Begründung?
    Was mache ich dann? Festhalten? Polizei holen? Einsperren?

    Der kann doch einfach die Schlüssel hinlegen und gehen.... danach behaupten "mündlich" alles war OK auf das Übergabeprotokoll wurde von beiden seiten verzichtet. Dann steht Aussage gegen Aussage oder nicht?
     
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  3. #2 Thomas76, 09.10.2009
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    Also zum unterschreiben zwingen kannst du natürlich niemanden.Bei dem Fall Aussage gegen Aussage hast du ja noch die Fotos (am besten Tagaktuelle Zeitung mit auf's Foto bringen wg. dem Datum), und am besten nimmt man zur Übergabe einen Zeugen mit, zumindest wenn mit "seltsamen" Verhalten des Mieters zu rechnen ist.
     
  4. #3 Kitzblitz, 09.10.2009
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    ... Fotodokumentation und Zeugen hinzuziehen wäre wohl ein gangbarer Weg zur Schaden-/Mangelbeweissicherung.
     
  5. #4 Christian, 09.10.2009
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    Hallo,

    du musst die Schlüssel ja nicht annehmen ;)
    Wenn der Mieter die Schlüssel auf den Tisch knallt und wegrennt, musst du halt zusehen, daß du vorher aus der Wohnung rennst :D

    Es kann dich keiner dazu zwingen, die Wohnung in dem Moment zurückzunehmen (anzunehmen) --> eine WohnungsÜBERGABE findet also nicht statt.
     
  6. #5 Thomas76, 09.10.2009
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    Schon, aber was nützt das im Bezug auf die Mängel ? Das Ende der Vermietung kommt ja durch die Kündigung zum dort genannten Datum zustande, nicht durch die Wohnungsübergabe/übernahme.

    Ein "Verweigerung" der Übergabe durch den Vermieter wird diesem vermutlich nur Nachteile bringen, zumal der folgemieter ja meist schon in den Startlöchern steht.Deswegen empfehle ich auch immer mindestens eine Vorbesichtigung, damit Mängel gesichtet werden können und der noch-Mieter genügend Zeit zum beheben hat.
     
  7. #6 Christian, 09.10.2009
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    Hallo,

    praktisch kann ich dir nur zustimmen, Thomas.
    Aber wenn die Übergabe nicht stattgefunden hat (weil die Wohnung nicht im ordnungsgemäßen Zustand ist), wird man vermutlich leichter Ansprüche durchsetzen können, die aus der verspäteten Übergabe resultieren.

    Aber dazu müsste man erst mal nachweisen können, daß die Wohnung wirklich nicht im vertragsgemäßen Zustand ist ...
     
  8. #7 Thomas76, 09.10.2009
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    Hm.Ich weiß nicht, ob das wirklich einen Unterschied macht.Schlecht ist lediglich wenn man die Übergabe in Ordnungsgemäßem Zustand bestätigt hat.

    Da können ja dann besagte Beweisfotos und Zeugen helfen.
     
  9. #8 Kletschmeister, 09.10.2009
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    Theoretisch bleibt man auf evtl. Schäden sitzen.

    1) Der Mieter läßt einen nicht in die Wohnung
    2) Terminvorschläge werden ignoriert
    3) Wohnungsübergabe findet nicht statt, die Schlüssel werden in den Briefkasten gelegt und weg.....

    Theorie..... so könnte der Mieter sogar alles klauen und beweisen kann man gar nichts. Aussage gegen Aussage da immer wieder der Satz kommen könnte:

    Der Vermieter ist in die Wohnung gegangen hat sie zerstört/leer geräumt/ etc.
    danach die Schlüssel wieder in den Briefkasten zu gelegt und seine Zeugen gerufen und dann sehr überrascht getan.

    Wir haben ja so einen Fall hier - du stehst mit 2 Leuten neben dem der zieht sein Fahrrad an der weißen Wand lang - dicke schwarze Streifen - du sagst: "Das machen sie aber gleich weg oder?" - er "Was denn?" - ich "Na die Streifen da ->>" er "Nein, das war ich nicht...." Zeugen: "Doch" er "Nein" - Diskussion erledigt.

    Was kannst machen ? Nichts.... Schadensersatzklage wegen 32 € Putzmittel wegen Verhältnismäßigkeit ??

    Aussage gegen Aussage gewinnt immer der Mieter... kein Richter scheint in Deutschland einen Mieter zu Schadensersatz zu verurteilen mit der Begründung: "Sie wohnen doch in der Wohnung, wer drinne wohnt der hats auch kaputt gemacht" - Nein der hat einfach behauptet - Mein Vermieter ist mit dem Generalschlüssel rein und hat das gemacht um mich raus zu ekeln.

    Unser Anwalt gibt uns ne Chance 60:40 weil wir noch 6 weitere Zeugen haben und tonnen von Abmahnungen, Briefen, Fotos, Videos und anderer Dokumente

    Aber vor Gericht zählt nur welcher Person mehr geglaubt wird...
     
  10. #9 Thomas76, 09.10.2009
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    Ist das deine Befürchtung oder hast du genau das schon erlebt ? Ich kann mir das eigentlich so nicht vorstellen.Denn normalerweise muß man eine Behauptung auch irgendwie Beweisen.Wenn die Aussage "da ist der Vermieter mit 'nem Generalschlüssel (gibt's den bei euch überhaupt ?) rein..." immer anstandslos geschluckt würde, könnte man damit ja jeden Schaden und jeden Diebstahl begründen.

    Also aus meinem Bekanntenkreis vermietet auch jemand, der hatte den Fall, das eine Ex-Mieterin in der Wohnung Kaninchen frei rumlaufen lies und dadurch ringsherum auf dem Teppich Kaninchenspuren nebst Hinterlassenschaften zurück blieben.
    Die Sache landete auch vor Gericht, dort hat der Bekannte einen Ausschnitt vom Teppich mit Schäden präsentiert und der Richter hat das ganze dann genau so gesehen wie besagter Vermieter.

    Damit möchte ich sagen, das das ganze immer von den Umständen, aber auch vom einzelnen Richter abhängt.Das dem Mieter immer pauschal geglaubt wird, ist eben auch nicht richtig.
     
  11. #10 Kletschmeister, 09.10.2009
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    Nehmen wir mal einen realen Fall - echt so passiert.

    Badezimmer mit Dusche in der Duschtasse ein Abfluß mit einer runden Plastikabdeckung (siehe http://www.harald-patzke.de/wp-content/uploads/p1010095.jpg ) nicht derselbe aber genau baugleich... vom Prinzip her.

    Badezimmer Baujahr 1997 - Mieter zieht ein 2005 vorher nie ein Schaden. 2009 Juli - Mieter kommt und meldet Schimmel. Problemfall -> Mieter hat Vorgeschichte und war Tagelang weg und hat das Badezimmerfenster (Dachfenster Velux) offen stehen lassen abmahnung war schon geschrieben aber nicht zugestellt bist dato.

    Nächster morgen - Mieterin von der Wohnung darunter kommt völlig panisch angerannt - bei läuft Wasser die Wände runter... Rein zur Mieterin und wir stellten fest - Decke komplett nass - Wand nass - Nebenraum Nass Hinter dem Schrank schon Schimmel ohne Ende

    Hier der Hinweis die Mieterin ist 85 Jahre alt hatte schon immer bissel "feuchtigkeit" gerochen aber nie intensiv gesucht sondern logischerweise mehr gelüftet.

    Erste Erkenntnis - Rohrbruch in der Wohnung darüber vermutet. Badezimmer genau über der Schadensstelle.

    Reaktionen:

    1) Mieter der Wohnung darüber versucht anzurufen auf Handy (kein Anschluß unter dieser Nummer) - 10:00 Uhr Werktags keine andere Rufnummer
    2) Wasser für diese Haushälfte abgestellt
    3) Versicherung angerufen
    4) Handwerker bestellt
    5) Mit Handwerker und Generalschlüssel in die Wohnung.

    Anblick vor Ort:

    im Badezimmer, Flur, Wohnzimmer, Einbauschrank - alles nass - tapete löst sich - fugen schwarz - boden nass - laminat aufgequollen und schleift schon an Tür - fieser feuchter Modergeruch den man nur aus alten Ruinen kennt.

    Handwerker stellt sofort fest - alles Nass - und sagt noch "wieso ist denn der Duschsiphon lose??" und versucht den festzuschrauben aber ging natürlich nicht weil gegenstück nach unten gefallen ist unter die Duschtasse und damit kann die schraube(n) nicht greifen.

    Mieter ist von studierter Bauingenieur - abends informiert - Dusche ist defekt - Versicherung weiß bescheid - wird gemacht.

    Nächster Morgen duscht der Mieter noch und fährt zu arbeit. In der Wohnung darunter sammeln sind dadurch ca. 40 liter Wasser. Handwerker geholt - Dusche aufgemacht - 5 cm Wasser noch WARM !!! unter der Duschtasse.

    Versicherung kommt Gutachter sagt bevor er die Wohnung betritt - 90% dieser Fälle hat der Mieter im Versuche "Haare oder ähnliches" zu entfernen daran rumgespielt. 2 Verschiedene Handwerker vor Ort bestätigen das schriftlich.

    Mieter sagt : nein war ich nicht - sie haben einen Generalschlüssel sie sind da heimlich rein um mich rauszuekeln.

    Chance mit der Kündigung durch zukommen von Anwalt 60:40 wenn uns mehr geglaubt wird als dem Mieter.

    Schlimmer dagegen ist das Versicherung nicht in Regress geht weil sie keine chance vor Gericht sehen zu gewinnen und deshalb auch nicht für uns aussagen.

    Fehler unsereseits:

    a) keine Fotos sofort gemacht
    b) Generalschlüssel (obwohl besagter Mieter sich seit 2005 bestimmt 50mal ausgesperrt hat)

    Wir lernen daraus aber nerven und ärgern tut es auf jedenfall von den mittlerweile 5000 € kosten reden wir ja gar nicht.

    Reale fall gerade aus diesem jahr...


    Ich glaube es spielt keine Rolle was du beweisen kannst wenn diese Beweise nicht anerkannt werden und es spielt auch keine Rolle wie fahrlässig der Mieter sich verhält - ein dreister Mieter mit einer verzerrten Wahrnehmung mit einer 20 € pro Jahr Mieterrechtschutz läßt sich nicht kündigen und geht durch alle instanzen da er keine kosten hat. Nachdem die Klage bei Gericht eingegangen ist wurde seitens des Gerichtes erst einmal die Frist von 2 Wochen um auf die Klage zu reagieren auf 4 Wochen erhöht und nach der Antwort am vorletzten Tag ein Gütetermin für den 20.11. festgesetzt. Wo unser Anwalt schon aus Erfahrung weiß - der will Kohle haben - ca. 5.000 bis 7.500 € für den Umzug und die unannehmlichkeiten während der Sanierung. Plus Kosten für unsere Anwälte da keine überteuerte Vermieterrechtschutz vorhanden etc. Sanierungskosten die nicht durch Versicherung übernommen wurden bzw. Sonderleistungen die nicht berechnet werden können wie Urlaubstage und hunderte von Stunden jetzt schon Handwerker betreuen, Termine mit dem RA, Versicherung und etliche Briefe, Abmahnungen.

    Ein Handwerker sagte nur: "Ihr Deutschen seit zu doof, bei uns gehst du hoch haust den krankenhausreif und während er blutend da liegt - sagst du: wenn du zur Polizei gehst komme ich nachdem ich aus dem Knast wieder draussen bin wieder und kümmere mich um deine Freunde und Familie und das mache ich solange bis ich tod bin oder alle deine Freunde und Verwandten es sind"

    Im Grunde hat diese Aussage einen wahren Kernpunkt - Recht haben und Recht bekommen sind verschiedene Dinge und überall wird mit zweierlei Maß gemessen.
    Gegen 2 Politessen kannst du niemals im Leben was ausrichten. Selbst ein Polizist außer Dienst hat mehr Gewicht als ein normaler Bürger - Anwaltbüros brauchen nur ein Postausgangsbuch zu führen als Beweis für die Zustellung und was muss ein Vermieter tun um beweiskräftige Dinge zu bekommen?

    Per Gerichtsvollzieher zustellen - haha, ein Witz kostet nen Vermögen und bringt gar nichts landete genauso im Briefkasten wie die normale Post - nicht mal beim Nachbar unterschreiben lassen.

    Alle Fristen und Rechte liegen beim Mieter auch eure Erfahrung sagt nichts anderes ich habe keinerlei Handhabe mehr über die Wohnung und meinen Besitz - die Miete habe ich auch seit Juli nicht und ein Mietrechtanwalt sagt nur eine Chance von 60:40 und wenn es in die 2. Instanz geht ist der noch Weihnachten 2010 Haus. Von den anderen Schäden die wir nur im Zuge der Sanierung entdeckt haben werden wir wahrscheinlich nie Schadensersatz sehen.
     
  12. #11 Thomas76, 10.10.2009
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    O.K., das ist dumm geklaufen, aber :

    Genau aus solchen und ähnlichen Gründen habe ich niemals einen Generalschlüssel o.ä. .Sperrt der Mieter sich wirklich mal aus, hat er eben Pech gehabt.

    Ja, es ist sicherlich manchmal ziemlich übel, aber trotzdem glaube ich nicht, das es immer so laufen muß.

    Ob das mit bei der anderen Post landet ist doch Wurst, wichtig ist daran, das du mit dem Gerichtsvollzieher einen neutralen Zeugen hast, der Gerichtsfest bestätigen kann, das das Schreiben wirklich zugestellt wurde.

    Oder hat schon jemals ein Richter die Zustellung eines Schreibens durch den Gerichtsvollzieher bezweifelt ?
     
  13. #12 lostcontrol, 11.10.2009
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    du weisst schon dass du rein rechtlich garkeinen schlüssel zu der wohnung haben darfst? (ausnahme: der mieter gibt dir diesen für notfälle.)
    bei "gefahr in verzug" darfst du die wohnung doch ohnehin aufbrechen lassen.

    tja, da siehste mal wohin das führen kann wenn man einen schlüssel zur wohnung der mieter behält. besonders schön ist in dem zusammenhang auch, wenn man des diebstahls bezichtigt wird (keine einbruchschäden = derjenige, der noch schlüssel hat MUSS schuldig sein).

    das ist ja wohl problem des mieters wenn er sich aussperrt!
    soll er doch einen zweitschlüssel bei bekannten oder verwandten bunkern - das machen leute seit menschengedenken so!

    kleiner tipp:
    wir hatten auch eine mieterin, die unbedingt wollte, dass wir einen zweitschlüssel zu ihrer wohnung für sie aufbewahren, weil sie eben leider keine verwandten oder bekannten in der nähe hat. wir haben den schlüssel dann in einem versiegelten umschlag, den beide (vermieter und mieter) quer über der klebestelle aussen unterschrieben haben, so dass klar erkennbar wäre, wenn der umschlag aufgemacht würde. das ist zwar nicht offiziell rechtssicher, aber ich denke im normalfall würde es anerkannt bzw. man hat zumindest guten willen gezeigt.

    wie wärs denn mit persönlicher zustellung mit zeugen? kostet garnix und ist - wenn du's richtig machst - genauso rechtssicher.

    kletschmeister - was du erzählst kennen wir alle.
    das problem dabei ist, das ist nun mal das klassische vermieter-risiko, das du eingehst. damit müssen wir alle leben, und die meisten von uns kalkulieren das immer mit ein, genauso wie man leerstand mit einkalkuliert und reparaturen, instandhaltungen etc.
     
  14. Capo

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    Doch, der Vermieter ist verpflichtet, die Schlüssel entgegen zu nehmen.
    Was aber nichts am Zustand der Wohnung ändert.
    Machen wir uns doch mal bewußt, was das Abnahmeprotokoll bedeutet.
    Es hält den Zustand der Wohnung fest und hat keienrlei Einfluss auf den Mietvertrag. Rein theoretisch kann man eine Abnahme auch 2 Jahre vor Vertragsende machen, dann laufen aber beide Parteien Gefahr, dass der Zustand auf dem Protokoll mit dem tatsächlichen zustand nicht übereinstimmt.

    Für wen das nun negativ oder positiv ist, muss zu diesem Zeitpunkt weder der Mieter noch der Vermieter bestimmen.
    Unterschreibt der Mieter das Protokoll nicht, sagt er damit nur aus, dass der zustand der Wohnung mit dem Protokoll nicht übereinstimmt. Das wird also in einem Prozess zu erörtern sein. (Vorallem wenn fotos vorliegen)
    Damit ist die Unterschrift absolute Nebensache.

    Nach Vertragsende muss der Vermieter dem Mieter nur unter Umständen noch Zutritt gewähren. (Ausbesserung von Mängel etc) Also muss die Schlüsselübergabe erfolgen. Hat der Mieter weiterhin die Schlüssel (alleinig), wird ein fortführen des MVs die Folge sein. incl allen Pflichten und Rechten für beide Seiten. Deswegen muss der Vermieter auch die Schlüssel entgegen nehmen.

    Die Kaution ist für alle Forderungen aus dem Mietverhältnis. Sachbeschädigungen werden nach Verursacherprinzip in Rechnung gestellt.
    Hier muss unterschieden werden zwischen normaler Verwohnung, Instandsetzung und Mieterverschuldeten Sachbeschädigung.

    Mit der dokumentation des zustandes der Wohnung kann das erfolgen bzw wird im Zweifel in einem Prozess erörtert werden.

    BTW: Mieter verstehen nicht, dass das Abnahmeprotokoll eigentlich eher Mieterfreundlich ist. Der Schlüssel wird übergeben und der Vermieter (der Böse) zerschmeißt die Scheibe der Balkontür. Nun ist der Mieter in Erklärungsnot...
    Der Vermieter hat ein foto davon (oft noch am selben Tag..)
     
  15. #14 Thomas76, 11.10.2009
    Thomas76

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    Das hängt ja nun ganz stark davon ab, in welchem Zustand die Bude ist und wer für diesen Zustand verantwortlich ist ;)

    Aber es stimmt schon, im normalen Fall, in dem der Mieter die Wohnung in vernünftigen Zustand zurück gibt ist ein Übergabeprotokoll, welches diesen Zustand bestätigt, natürlich für ihn von Vorteil.
     
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