Wohnungstür beschädigt

Diskutiere Wohnungstür beschädigt im Kleinreparaturen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo, meine Mieterin hat neulich den Schlüssel vergessen und sich ausgesperrt, und daher die Tür aufgebrochen. Sie (oder ihr Freund) hat es dann...

  1. #1 Jürgen68, 27.03.2018
    Jürgen68

    Jürgen68 Neuer Benutzer

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    Hallo,

    meine Mieterin hat neulich den Schlüssel vergessen und sich ausgesperrt, und daher die Tür aufgebrochen. Sie (oder ihr Freund) hat es dann zwar repariert, die Tür ist auch wieder funktionsfähig, aber es sieht doch ziemlich kacke aus (mit sichtbaren Schrauben drin und so einer Art Spachtelmasse). Da sollte wohl doch mal ein Zimmermann oder Schreiner ran.

    Nun gehört die Wohnungstür (oder zumindest deren Außenseite, um die es hier geht) ja zum Gemeinschaftseigentum. Wäre die Sache dann direkt zwischen der Mieterin und der Hausverwaltung zu regeln? (Die Verwaltung hat bis jetzt noch nichts davon mitbekommen). Und würde die Haftpflichtversicherung der Mieterin (falls vorhanden) die Kosten für eine fachmännische Reparatur übernehmen?

    Danke für alle Tips
    Jürgen
     
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  3. #2 Newbie15, 27.03.2018
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    Das Thema hat ja nichts mit Kleinreparaturen zu tun, deshalb auch nicht primär mit dem Mietvertrag.

    Die Mieterin hat Eigentum der Gemeinschaft beschädigt und daher denke ich schon, dass das direkt zwischen dem Vertreter der Gemeinschaft und der Mieterin zu regeln ist. Es hätte ja auch der Nachbar sein können oder irgendwelche andere Dritten. Der Geschädigte muss sich an den Verursacher wenden.

    Die Haftpflichtversicherung wird sehr wahrscheinlich nichts bezahlen, weil die Beschädigung ja vorsätzlich herbeigeführt wurde. Ein Schlüsseldienst hätte es auch getan, ohne dabei die Tür zu beschädigen.
     
  4. #3 BHShuber, 27.03.2018
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    Hallo,

    in jedem Fall sollte das mit der Hausverwaltung abgestimmt werden, denn:

    Der vermietende Eigentümer hat Rechte aber auch Pflichten, wie die im Einzelnen geregelt sind wird meist in der Gemeinschaftsordnung nachzulesen sein, so könnte es sein, dass eine Kostentragungspflicht hier den Eigentümer trifft, könnte!

    Da der Mieter hier die Türe beschädigt hat, hat er auch den Geschädigten so zu stellen, als ob der Schaden niemals eingetreten wäre, unerheblich dessen, was hier ein Haftpflichtversicherer sagt oder reguliert oder überhaupt zuständig ist.

    Gruß
    BHShuber
     
  5. Andres

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    Wenn die Verwaltung damit einverstanden ist, kann man das natürlich machen. Der Eigentümer haftet aber für das Verschulden seines Mieters entsprechend § 278 BGB. Spätestens sobald der Mieter nicht unmittelbar auf Anforderung zahlt, dürfte die Verwaltung also beim Eigentümer auf der Matte stehen.

    Einen denkbaren Ausschluss hat Newbie15 schon genannt, obwohl ich hier keinen Vorsatz sehe. Man wird wohl kaum unterstellen wollen, dass es die Absicht des Mieters war, die Türe zu beschädigen - hauptsächlich wollte der Mieter die Türe öffnen, und zwar bevorzugt ohne Schäden. Wenn man natürlich ausreichend robust zur Sache geht, braucht man sich über Schäden auch nicht wundern. Die Grenze zwischen grober Fahrlässigkeit und Vorsatz dürfte fließend sein ...

    Im Regelfall leistet die Versicherung aber schon bei grober Fahrlässigkeit nicht mehr. Das kann aber in entsprechenden Tarifen anders aussehen.

    Ein weiterer Ausschluss wären Mietsachschäden. Die sind im Regelfall nämlich gar nicht versichert.
     
  6. Berny

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    Latürnich, sie wird alles übernehmen, einschl.Kaffee und Kuchen für die Monteure......
     
  7. jorgk

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    Bist Du sicher das man den Paragraphen in diesem Kontext so interpretieren kann? Würde heißen der Vermieter haftet für seinen Mieter - und auf was sollte das dann beschränkt sein?
    Wenn der Mieter in der Pizzeria nebenan alles kaputthaut ... ?

    Also, ich kann mir nicht vorstellen, dass man als Vermieter für Sachbeschädigungen haftet die Dritte begehen - auch nicht wenn der Dritte mein Mieter ist und wenn die Beschädigung zu Lasten einer WEG gehen der ich mit angehöre.

    Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen - wäre schließlich gut zu wissen :-)
     
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  8. #7 immobiliensammler, 27.03.2018
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  9. Andres

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    Der Gedanke ist nicht auf meinem Mist gewachsen und ich wäre auch nicht selbst darauf gekommen. Der Vermieter übt ja den unmittelbaren Gebrauch des Gemeinschaftseigentums nicht selbst aus, sondern überlässt dem Mieter den Gebrauch. Die Idee ist, dass mit dem Gebrauch auch Pflichten verbunden sind (§§ 13 ff. WEG) und der Mieter hinsichtlich dieser Pflichten ein Erfüllungsgehilfe des Vermieters ist.

    Durchexerziert z.B. hier an einem schuldhaft verursachen Wasserschaden an Gemeinschaftseigentum und fremdem Sondereigentum oder hier für einen Unterlassungsanspruch (Hundehaltung) oder hier wegen (nicht näher bestimmten) Fehlverhaltens. Irgendwie ist das doch auch logisch: Der Mieter tritt seine Wohnungstüre ein und der Vermieter/Eigentümer soll damit nichts zu tun haben?
     
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  10. jorgk

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    Besten Dank Andres. Interessant diese Links.

    Was mir darin (in den Links) auffällt: Sowohl das amtsgerichtliche Urteil wie auch die Diskussionen zielen auf Fälle ab, in denen der Mieter Kraft der Verpflichtungen im Mietvertrag ein 'Erfüllungsgehilfe' des Eigentümers sein wird (genau wie Du es auch schreibst); ich hätte das vorher auch nicht so interpretiert, aber das ist rechtlich wohl schon fix.

    Im diskutierten Fall des TE geht es aber um eine Sachbeschädigung durch den Mieter am WEG Eigentum. Meinem Rechtsempfinden nach ist es ein sehr weiter Schritt hier den Vermieter in die Rolle des Haftenden per § 278 BGB zu nehmen. Denn die vertragliche Verknüpfung zw. Vermieter und Mieter geht ja nicht so weit, dass eine Sachbeschädigung, oder auch eine weitere unpassende Art der Öffung der Türe, beauftragt/zugestimmt wurde.

    Von daher bin ich weiter sehr gespannt wie so etwas vor Gericht ausgehen würde.
     
  11. #10 BHShuber, 29.03.2018
    BHShuber

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    Hallo,

    das nennt man unternehmerisches Risiko

    Bedenke eines, die WEG hat keinerlei Einfluss darauf wie der Eigentümer das Sondereigentum nutzt und es gehört zum unternehmerischen Risiko des Eigentümers, den Besitz an dem Sondereigentum an einen Mieter zu übergeben, so ist es nicht verwunderlich, insofern ja auch die WEG keinerlei vertragliche Bindung zum Mieter hat, den Eigentümer mit dem sehr wohl eine vertragliche Verbindung besteht, in die Pflicht zu nehmen.

    Der vermietende Eigentümer muss widerum seine Ansprüche gegenüber dem Vertragspartner und Schädiger geltend machen im Innenverhältnis zum Mieter.

    Gruß
    BHShuber
     
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  12. #11 ehrenwertes Haus, 29.03.2018
    ehrenwertes Haus

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    Auf freiwilliger Basis kann das direkt zwischen deiner Mieterin und der Hausverwaltung geregeln, wenn beide Seiten "den einfachen Weg" gehen wollen.

    Der formal korrekte Weg ist aber, das du zunächst für die Schäden am Gemeinschaftseigentum, die dein Mieter verursacht hat, haftbar bist.
    In einem weiteren Schritt, kannst du dir den Schaden von deiner Mieterin ersetzen lassen.

    Vom Haftungsprinzip her betrachtet ist das so, als ob ein Gast eines Mieters irgendwas im Haus beschädigt. Dann haftet auch zunächst der Mieter, der diesen Besuch hatte, gegenüber dem Vermieter. Der Mieter kann sich den Schaden dann wiederum von seinem Gast ersetzen lassen.


    Rede doch einfach mal mit beiden Parteien. Wenn sich die Hausverwaltung bereit erklärt die fachgerechte Reparatur zu beauftragen und deine Mieterin (oder ihre Haftpflichtvesicherung) die Kosten dafür trägt, habt ihr den geringsten Aufwand das optisch und kostentechnisch wieder i. O. zu bringen.
     
  13. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Mal angenommen, mein Mieter fährt ein Straßenschild um.
    Muss ich (als Vermieter) dann auch zunächst den Schaden zahlen, um ihn mir dann von meinem Mieter ersetzen zu lassen?

    Meine Meinung:
    Der Mieter hat das Eigentum eines anderen (Straßenschild, der WEG gehörende Tür) beschädigt.
    Den Schaden hat er als Verursacher dem Eigentümer der beschädigten Sache zu ersetzen.
    Dass der Verursacher zufällig Mieter von irgendwem ist, ist m.E. nicht relevant.
     
  14. Andres

    Andres
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    Daran habe ich gar keinen Zweifel: Die WEG kann sich den Schaden direkt vom Mieter ersetzen lassen. Sie kann aber auch an den Sondereigentümer herantreten, Begründung wie oben.
     
  15. #14 Pfannie, 19.04.2018
    Pfannie

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    So einen ähnlichen Fall hatte meine Bekannte auch. Nachdem die Hausverwaltung das mitbekommen hatte ( die Mieterin hat das auch selbst und provisorisch repariert), bestellte die Verwaltung eine Firma, die das dann auf Kosten der Mieterin richtig gemacht hat.
     
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