Wohnungsüberlassung ohne Mietvertrag?

Diskutiere Wohnungsüberlassung ohne Mietvertrag? im VF - Ankündigungen! Forum im Bereich Mieter- und Vermieterforum; Hallo, ich hoffe, ich renne hier keine offenen Türen ein. Unsere Kinder sind alle aus dem Haus uns nun steht fast das gesamte Obergeschoss unseres...

  1. #1 Berater, 01.04.2017
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    Hallo, ich hoffe, ich renne hier keine offenen Türen ein.
    Unsere Kinder sind alle aus dem Haus uns nun steht fast das gesamte Obergeschoss unseres Einfamilienhauses frei. Eine Tochter von uns würde gerne mit ihrer Familie da einziehen. Und da stellt sich uns die Frage, besteht die Pflicht mit ihr einen Mietvertrag abzuschließen (wenn ja, wo ist das nachzulesen), oder können wir sie auch ohne Mietvertrag kostenlos bei uns wohnen lassen? Klar dann sind auch keine Betriebskosten abzurechnen.
    Kann uns da jemand mit einer sicheren Antwort helfen?
    Vielen Dank im voraus.
     
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  3. #2 anitari, 01.04.2017
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    Nein.

    Ich würde trotzdem einen abschließen.
     
  4. #3 anonym2, 01.04.2017
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    Hallo Berater,

    (hm, der "Berater" braucht Beratung? Verkehrte Welt;))

    Meine (!) unverbindliche Meinung:
    Falls dieTochter tatsächlich keinen Cent für die Nutzung der Wohnung bezahlen würde (also weder Kaltmiete, noch Nebenkosten), wäre es auch kein Mietverhältnis im Sinne des BGB. (sondern eher eine "Leihe/Gebrauchsüberlassung"
    Dann können Sie als Wohnungsgeber allerdings auch keine Kosten/Aufwendungen für diese Wohnung steuerlich geltend machen. Dies geht nämlich nur, wenn sie mindestens einen bestimmten - mir im Moment nicht genau bekannten- Prozentsatz der allgemein üblichen Miete bezahlen müsste.

    Und noch etwas:
    Man muss sich auch fragen, wie gerecht diese Vorgehensweise gegenüber seinen anderen Kindern wäre....

    Gruß,
    anonym2

    Hinweis: nur meine unverbindliche Meinung - keine Rechtsberatung
     
  5. #4 Berater, 01.04.2017
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    Vielen Dank für die Antworten, bestärken mich in meiner Meinung.
     
  6. Berny

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    Es gibt aber auch mündliche Mietverträge...
     
  7. #6 anonym2, 01.04.2017
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    Wenn keinerlei Gegenleistung (in Form von Geld/ Miete), dann ist es auch kein "mündlicher" Mietvertrag - es ist GAR KEIN MIETVERTAG.

    Gruß,
    anonym2
     
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  8. hatho

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    Übrigens: Wenn Sie einen Mietvertrag abschließen, nehmen Sie nicht nur die Miete ein und können die Ausgaben für die Wohnung (bei ortsüblicher Miethöhe) von der Steuer einsetzen - Sie müssen auch jährlich eine Steuererklärung abgeben und die Einnahmen versteuern.
     
  9. #8 Immofan, 01.04.2017
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    Mindestens 60% der ortsüblichen Miete...
     
  10. #9 immobiliensammler, 01.04.2017
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    Steht genau wo?
     
  11. Pitty

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    Das stimmt nicht. Es müssen mindestens 66 ! Prozent der Ortsüblichen Miete sein.

    Ich würde lieber einen Mietvertrag machen. Was ist, wenn sich das Ganze zu einem Fiasko entwickelt? Dann ist alles geregelt und die Gerichte können über einen Auszug der Tochter ihr Recht sprechen.
     
  12. #11 Berater, 02.04.2017
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    Anitari,
    eine Frage, warum sollten wir trotzdem einen Mietvertrag abschließen?
     
  13. #12 anitari, 02.04.2017
    anitari

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    Einen hat anonym2 genannt.
    Ich nenne

    "Bei Geld hört die Verwandtschaft auf."

    Was ist mit den, vor allem verbrauchs-/verursachungsabhängigen, Mehrkosten für Wasser, Abwasser, Heizenergie und Müll?
    Habt Ihr keinen wirklichen Nachweis, die vertragliche Vereinbarung über monatliche Vorauszahlungen für Betriebskosten, bleibt Ihr im E-Fall auf den Kosten sitzen.
    Auch andere Kosten, wie z. B. die Grundsteuer, Sach- und Haftpflichtversicherungen das Haus/Grundstück betreffend, Wartungskosten und Kosten der Emissionsmessung, könnt Ihr umlegen.

    Blende doch einfach mal kurz das "Eltern-Kind-Verhältnis" aus und versuch wie ein Vermieter zu denken.

    Eure Tochter und Familie wohnen doch zur Zeit sicher auch zur Miete. Warum sollten sie jetzt für Lau wohnen?
     
  14. Berny

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    Solch eine Frage von einem Berater...? *kopfschüttel*
     
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  15. #14 immobiliensammler, 02.04.2017
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    Warum Berny, mal ganz kurz offtopic:

    "Ein Schäfer ist mit seiner Schafherde auf einer Weide, da hält auf der Straße ein Porsche Cabrio mit einem Mann im Anzug. Er geht zum Schäfer und sagt: Ich wette, dass ich ihnen genau sagen kann, wieviele Schafe sie hier haben. Wenn ich recht habe bekomme ich ein Schaf. Der Schäfer schlägt ein, der Anzugtyp macht mehrere Fotos, arbeitet eine Stunde am Laptop und übergibt dann einen 200-seitigen Ausdruck mit dem Ergebnis: Es sind genau 278 Schafe". Der Schäfer sagt stimmt und der Mann packt ein Schaf ins Auto. Der Schäfer sagt: Gegenwette, wenn ich errate was sie von Beruf sind bekomme ich das Schaf zurück. Der Mann schlägt ein und der Schäfer sagt: Sie sind Unternehmensberater. Stimmt woher wussten sie das: Ganz einfach, sie beschäftigen sich mit etwas, von dem sie keine Ahnung haben, sagen mir dann etwas, was ich ohnehin schon weiß und dann wollen sie auch noch eine Bezahlung dafür. UND JETZT LASSEN SIE SOFORT MEINEN HUND AUS DEM AUTO!!!"

    Soviel zum Thema Unternehmensberater - hat jetzt aber auch wirklich nichts mit dem Thread zu tun, aber lustig ist es trotzdem!
     
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  16. Nanne

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    Ginge aber auch so: Einen regulären Mietvertrag abschließen und jede Partei weiss woran sie ist. Solltest Du Deiner Tochter finanziell entgegenkommen wollen kannst Du das jederzeit von der vereinnahmten Miete tun, und den anderen Kindern aus Gleichheitsprinzip ebenfalls entsprechend abgeben. So gäbe es zumindest unter den Geschwistern diesbezügliche keinen Streit wegen Bevorzugung etc.

    Wie es steuerlich aussehen würde wäre evtl. zu beachten.
     
  17. #16 BHShuber, 03.04.2017
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    Hallo,

    das System des Generationenwohnens ist leider in unserer modernen Zeit nicht mehr so aktuell wie das von 30 Jahren einmal war und hier ging es zu 90% auch ohne mietvertragliche Vereinbarungen, dies sehe ich auch unproblematisch, wenn die Familie zueinander ein gutes Verhältnis hat und so lange es nicht darum geht, wer bekommt irgendwann was, Erbschaft.

    Es sollte dahingehend schon aus Rücksicht auf die Geschwister, wenn eine mietfreie Überlassung der Wohnräume angedacht ist, eine Regelung zu Lebzeiten getroffen werden, damit sich kein anderes Kind benachteiligt fühlt.

    Ansonsten kann das die Familie im Innenverhältnis handhaben wie sie das wollen, eine Verpflichtung die Räume zu vermieten besteht keinesfalls ob das nun schlecht oder gut ist, vermag kein Dritter zu sagen.

    Gruß
    BHShuber
     
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  18. #17 ImmerPositiv, 06.04.2017
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    Huhu,

    Kurze Zwischenfrage:

    Wieviel Prozent der ortsüblichen Miete sollte man denn nehmen jetzt bei Kindern z.B die eine Whg im Haus der Eltern beziehen

    60 oder 66 Prozent ?

    Unsere Tochter lebt jetzt auch in einer Whg von uns bzw meines Nochmann... Die Frage ist nur Interessehalber auch um steuerlich was geltend machen zu können , das FA könnte ja auch irgendwann um die Ecke komme mit *Liebhaberei* wenn die Whg länger abgesetzt wird - Tilgungsraten an die Bank , GBabgaben usw.

    LG
    Immer Positiv
     
  19. Andres

    Andres
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    § 21 Abs. 2 EStG. Und mit Liebhaberei hat das eher indirekt zu tun.
     
  20. #19 ImmerPositiv, 06.04.2017
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    Danke Andres

    Schönen Abend und LG
    Immer Positiv
     
  21. #20 taxpert, 07.04.2017
    taxpert

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    Um die Antwort von @Andres etwas zu präzisieren:

    1. Ob nun an Tochter, Opa oder an fremde Dritte ... die 66%-Grenze gilt für alle Mietverhältnisse von Wohnungen, egal ob verwandt oder nicht! Es ist auch egal ob es rechtliche oder vertragliche Hemmnisse gibt, die nur eine Vermietung unterhalb von 66% erlauben!

    2. Die Sachverhalte, die zur "Liebhaberei" (richtiger: fehlende Überschusserzielungsabsicht) führen können, sind mittlerweile sehr übersichtlich! Soweit es sich um eine dauerhafte Vermietung (=unbefristeter Mietvertrag) handelt, unterstellt das FA bei Mieten über 75% und unter 66% Überschusserzielungsabsicht! So dass also nur in dem schmalen Fenster von 66-75% der ortsüblichen Bruttomiete ggf. eine Prognoseberechnung für die kommenden 30 Jahre angefordert wird.

    3. Bei Mieten unterhalb 66% der ortsüblichen Bruttomiete wird die Vermietung steuerrechtlich in einen entgeltlichen und einen unentgeltlichen Teil aufgeteilt. Soweit die Werbungskosten auf den unentgeltlichen teil entfallen, sind sie steuerlich nicht relevant. Man sollte nicht unbedingt versuchen möglichst nahe an die 66%-Grenze heran zu kommen, denn zum einen weiß man eigentlich im laufenden Jahr gar nicht, was die ortsübliche Miete über das ganze Jahr ist und zum anderen hieße das, dass man praktisch jedes Jahr die Miete erhöhen!

    4. Bei Vermietung an Verwandte sollte man darauf achten, dass der Mietvertrag möglichst genauso wie mit fremden Dritten abgeschlossen (NK-VZ, NK-Abrechnung, Miete unbar, etc) und auch wirklich so durchgeführt wird!

    taxpert
     
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