Wohnungsvergrößerung - möchte vom Nachbarn einen Raum zukaufen

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Elsner, 01.02.2014.

  1. Elsner

    Elsner Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ich bewohne eine 1-Zimmer-ETW mit 35m²

    Mein Nachbar hat mir angeboten von seiner Wohnung einen Bereich von 17 qm einschliesslich Balkon, angrenzend an mein Wohnzimmer zuverkaufen, womit meine Wohnung baugleich mit den darunter liegenden wäre.

    Wie gehe ich nun vor ? Soweit ich weiss muss (notariel?) eine Teilungserklärung gemacht werden, dieser muss die Eigentümergemeinschaft zustimmen (nur per Versammlung oder auch schriftlich?)

    Was gibt es zu beachten ?

    Danke
     
  2. AdMan

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  3. Duncan

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    div. zivilrechtl. Fragen,
    Zustimmung der Eigentümergemeinschaft,
    Änderung der Teilungserklärung,
    und diverse kleinere Fragen die dir dein Notar beantworten können sollte.
    Ich gehe davon aus, das die Erwerbsnebenkosten in dem Fall die Kaufpreissumme erreichen, wenn nicht gar übersteigen können.
     
  4. Andres

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    Um den Punkt, der aus meiner Sicht die offensichtlichste Schwierigkeit bereitet, herauszugreifen:

    Das erfordert die Zustimmung aller Eigentümer.
     
  5. Elsner

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    Inwiefern schwierig? Welche Nachteile sollten den andere Eigentümer an dem Verkauf haben?
     
  6. Pharao

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    Hi,

    müssen zwangsläuftig Nachteile bestehen für die anderen Eigentümer ? Es geht doch hier nur um die Zustimmung, ob alle Eigentümer damit einverstanden sind.
     
  7. Elsner

    Elsner Neuer Benutzer

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    Ich gehe ja erstmal nicht davon aus das jemand nicht zustimmt. Deswegen wundere mich.
    Muss die Änderung bei einer Versammlung beschlossen werden ?

    P.S. Pharao? Aus dem elo-forum? :smile011:
     
  8. #7 Martens, 04.02.2014
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    Sofern ein kompletter Raum von einer Wohnung zur anderen "verschoben" wird, ist die übrige WEG nicht betroffen, ob hier also alle Eigentümer zustimmen müssen, halte ich für fraglich.

    Wenn ein Durchbruch durch eine tragende Wand erfolgen soll, sieht das schon anders aus...

    Die Zustimmung der anderen Eigentümer wird dadurch aufwendig, daß (wenn denn, dann) alle zustimmen müssen und dies in grundbuchlich verwertbarer Form erfolgen muß, also mit einer notariellen Urkunde. Das kostet Dich Geld.

    Für die beiden betroffenen Einheiten müssen neue Abgeschlossenheitsbescheinigungen gefertigt werden, das kostet Geld, sofern man keine Pläne hat, auf denen man einfach "rummalen" kann.

    Christian Martens
     
  9. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Nein, ich benutze keine Jammer-Foren ....
     
  10. Elsner

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    Ein Durchbruch muss schon gemacht werden, eine Tür in eine 126 cm breite Wand, und eine Wand müsste wohl auch gezogen werden 565 x 270 cm. Dazu noch Strom und Heizrohre umlegen.


    Dann halt Arbeitslosennetz ;)
     
  11. #10 Papabär, 04.02.2014
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    Aber irgendwie doch trotzdem nah´ dran, gelle? :smile007:
     
  12. #11 Martens, 05.02.2014
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    Bei Wanddurchbrüchen ist die WEG nur beteiligt, wenn es sich um eine tragende Wand handelt. Das wäre zu prüfen.

    Das Verlegen von Rohren etc. sollte sich komplett im Sondereigentum abspielen, wenn man will.

    Christian Martens
     
  13. Duncan

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    Es ändern sich Teileigentume und daraus schließend zwingend die Teilungserklärung, und wenn es nur um eines Halbsatzes ist. D.h. du musst alle 103, gefühlte 2 Millionen, Eigentümer unter einen Hut bekommen und dass ist nahezu aussichtslos. Sisyphos hatte da eine leichtere Aufgabe. Und sei es nur ein sich gefühlt übervorteilter Senior, dem das Procedere nicht mehr vermittelbar ist.
     
  14. Elsner

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    Ich weiss ja nicht was ihr für Eigentümergemeinschaften habt aber wir sind grade mal 33.
     
  15. Duncan

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    Dann versuche die mal alle in einen Raum zu bekommen und in einem Punkt alle der gleichen Meinung sein. Und jetzt noch der gleichen Ansicht die du haben willst. ;)

    Bsp.: eine WEG hat nur ~160 Einheiten, 114 Eigentümer, der nördlichste wohnt in Hamburg, die südlichste in Österreich, leichte Massierung in Bayern, der östlichste wohnt in Frankfurt/Oder, der westlichste an der belgischen Grenze, das Objekt ist innerhalb des Berliner Rings.... da heulen die Wölfe.
     
  16. #15 Martens, 10.02.2014
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    soweit richtig

    das ist die Frage, denn es ändert sich ja im Idealfall nur die Aufteilung zwischen diesen beiden Einheiten.

    Da spricht offenbar jemand mit sehr viel Erfahrung?!
    Selbstverfreilich kann man Teilungserklärungen ändern, haben wir schon verschiedentlich gemacht und ich bin grade in einem ähnlichen Fall dabei. Natürlich ist das mit Aufwand verbunden, der vergütet werden muß, aber es ist durchaus machbar. Es hilft natürlich schon, wenn man positiv realistisch an die Sache herangeht.

    Christian Martens
     
  17. Duncan

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    Die obige Bsp.-WEG ist nicht ausgedacht.
    Es ist einfach meine Erfahrung als Eigentümer in mehreren WEGs.
    Es kommt also sehr auf die einzelne Fallkonstellation an. Aber bayrische Sturschädel, Hamburger Snob und Berliner Göre sind keine gute Ausgangsgrundlage um Einigkeit herzustellen. Wobei man könnt zur nächsten Eigentümerversammlung Messer, Äxte und Helebarden ausgeben, vielleicht sind die Erben.... - eh, nee nichts schlimmeres als Erbengemeinschaften, insbesondere auch als WEG.
     
  18. #17 Martens, 11.02.2014
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    Ich glaube Dir ja, daß in einer konkreten Situation das Ändern der TE schwierig war oder nicht zum gewünschten Ergebnis führte - das lag aber weniger am grundsätzlichen Thema, als an den agierenden Personen.

    Aus der negativen Erfahrung abzuleiten, daß ein solches Vorhaben per se unmöglich ist (Zitat: das ist nahezu aussichtslos), halte ich für zu kurz gegriffen.
    Die Aufgabe ist umfangreich, aber grundsätzlich lösbar.

    Man muß sich im vorliegenden Fall jedoch überlegen, daß man die übrigen Eigentümer - so der Rechtspfleger denn unumstößlich meint, sie müßten zustimmen - nicht zur Zustimmung zwingen kann. Wenn ich in einer bestehenden WEG Eigentum erwerbe, habe ich keinen Anspruch darauf, dies mit Wirkung nach Außen verändern zu können, das übersehen viele Eigentümer einfach.
    Wenn ich also die Zustimmung aller brauche, um MEIN Projekt abzuschließen, werde ich mir etwas einfallen lassen müssen, also Kuchen für alle in der nächsten Versammlung oder ein Jahr lang die Hausreinigung ausführen oder oder :D

    Christian Martens
     
  19. Duncan

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    ach - Martens das ist aber nett, dass du dich freiwillig meldest um die 2 Wohnanlagen kostenlos zu putzen. Wir reden hier nur über eine deutlich dreistellige Anzahl von Parteien und mehreren Tausend Quadratmetern Fläche. Die Grundstücksgröße wird üblicherweise in Hektar genannt. ;)

    Ja, es hat was mit den Persönlichkeiten zu tun, aber ab einer gewissen Gesamtgröße hast du genau diese Typen immer mit dabei!
    Das es relativ unkompliziert läuft halte ich für die Ausnahme.
     
  20. #19 Martens, 12.02.2014
    Martens

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    ja nicht? so bin ich eben! ;)

    Nun, Du schriebst ursprünglich - ich zitiere nochmals - "das ist nahezu aussichtslos" und dem habe ich aus Erfahrung widersprochen. Nie jedoch habe ich behauptet, es würde in der Regel relativ unkompliziert verlaufen, ich schrieb vielmehr, daß die Sache mit Aufwand verbunden ist, der vergütet werden muß.

    Also belassen wir es dabei, ich glaube, die Standpunkte sind deutlich geworden.

    Christian Martens
     
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