Zahllungsklage nach fristloser Kündigung

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von Incertidumbre, 19.02.2007.

  1. #1 Incertidumbre, 19.02.2007
    Incertidumbre

    Incertidumbre Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ich möchte meinem ehemaligen Mieter gerichtlich mahnen, respek. eine Zahlungsklage einreichen.

    Kurze Zusammenfassung:

    Ich habe meinem Mieter schriftlich am 15.12.06 fristlos gekündigt mit Räumungsfrist zum 31.12.2006. Am 14.01.2007 fand die Wohnungsübergabe statt (Protokoll zur Wohnungsübergabe mit Unterschrift und neuer Anschrift liegt mir vor). In diesem habe ich dem Mieter nochmals eine Zahlungsfrist bis zum 15.02.2007 eingeräumt. Dieser schuldet mir nämlich noch die Differenz der offenen Mieten aus November/Dezember 2006 (=270€) und Anwalts-Gerichtskosten von 149,59 € die mir enstanden sind aus der Forderung der Restkaution die er mir seit Beginn des Mietverhältnisses schuldete.

    Just als mir der Vollstreckungsbescheid dafür vorlag, geriet der Mieter am 15.02 mit 2 MM in Verzug. Daraufhin habe ich Ihn die fristlose Kündigung ausgeprochen.

    Nun möchte ich Ihm auch noch Miete bis zum 14.01.2007 berechnen (die ich Ihm eigentlich erlassen wollte, wenn er den offen Betrag zum 15.02.07 ausgeglichen hätte).

    Frage kann ich dies tun, wenn ja wie berechne ich anteilig diese Miete, Nettomiete plus Nebenkosten geteilt durch 31 Tage mal 14 Tage ? und kann ich oben beschriebenen Anwaltskosten miteinklagen oder sind diese auf Grund der fristlosen Kündigung hinfällig?

    Danke für eure Hilfe !! :help

    Mit freundlichen Grüßen
    Incertidumbre
     
  2. AdMan

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  3. #2 CS Immobilien, 19.02.2007
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    Also Mietschulden kannst du erstmal einfordern, sowie die Anwaltskosten für die Zwangsräumung.

    Bei der Kaution musst du schauen, ob du sie voll behalten kannst oder nicht. Trotzdem würde ich die Anwaltskosten für dieses Verfahren mitverlangen.

    Du kannst auch die Miete bis zum 15.01.2007 in Rechnung stellen, solange ihr eure Vereinbarung nicht schriftlich vorgenommen habt.
     
  4. #3 lostcontrol, 19.02.2007
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    wie jetzt - du hast ihm dann nochmal fristlos gekündigt? oder ist das ein tippfehler?

    Frage kann ich dies tun, wenn ja wie berechne ich anteilig diese Miete, Nettomiete plus Nebenkosten geteilt durch 31 Tage mal 14 Tage ?[/quote]
    wie ist es denn mit der betriebskostenabrechnung? hast du die für 2006 schon fertig?
    und wie willst du betriebskosten für 2007 jetzt schon abrechnen???

    aber ganz ehrlich:
    wenn du dir mal ausrechnest, was dich das mahnverfahren, die gerichtsvollziehergebühren, evtl. auch die verfahrenskosten etc. so alles insgesamt kosten werden, dann überlegst du dir das sicher zweimal, ob du dir wegen den 149,59 tatsächlich diesen stress antust...

    ich kann nur empfehlen: bei der kaltmiete künftig mindestens eine zusätzliche kaltmiete miteinkalkulieren (für leerstände, schlechte zahler und ähnliche fälle), denn: der stress, den man wegen kleineren beträgen hat, ist es einfach nicht wert sich da durch die bürokratie zu kämpfen.
    zumal man vor gericht zwar recht, aber nicht unbedingt geld bekommt...
     
  5. #4 Incertidumbre, 20.02.2007
    Incertidumbre

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    Zum besseren Verständnis:

    Mein ehem. Mieter hat seit Beginn des Mietverhältnisses, seine Miete stets 2 bis 5 Wochen zu spät gezahlt.

    Ausserdem schuldete er mir seit dem 15.07.2006 die Restkaution (schriftlich festgehalten). Diese habe ich versucht einzuklagen, da der Mieter auf Nichts eingegangen ist. Anfang Dezember hatte ich den Vollstreckungsbescheid zu dieser Sache, in dieser wurde Ihm nochmals vom Gericht eine Widerspruchsfrist bis zum 28.12.06. gewährt.

    Am 15.12.06 war er aber dann das erste mal mit 2 Monatsmieten in Verzug, daraufhin habe ich Ihm fristlos zum 31.12.06 gekündigt und den vorliegenden Vollstreckungsbescheid für die Restkaution erstmal ruhen lassen.

    Nach einigen Telefonaten, stellte sich heraus dass er es bis zum 31.12.06 nicht schaffen würde auszuziehen, und da ich Anfang Januar eine Woche im Urlaub war bot ich Ihm an die Wohnungsübergabe am 14.01.07 zu machen. In diesem Gespräch sind wir so verblieben, dass wenn die Wohnung keine Mängel aufweisen würde ich, die zu Vertragsbeginn von Ihm geleistete Anzahlung der Kaution, mit den offenstehenden Mieten verrechnen würde (Nove/Dez 06). Desweiteren sollte er mir dann noch am Tag der Wohnungsübergabe den Rest zahlen und ich dafür hätte ich Ihm die Miete für Januar erlassen. (halt bis zum 14.01.07)

    Diese Absprache war rein mündlich, heisst es gibt keinen schriftlichen Nachweis, dass ich Ihm den Januar erlassen habe.

    Die Wohnung war in Ordnung, folgedessen habe ich die Anzahlung der Kaution einbehalten, leider oder wie nicht anders zu erwarten kam er ohne Geld (Restmiete Nov/Dez und Anwaltskosten für das Einklagen der Restkaution).

    Im Wohnungsübergabeprotokoll habe ich festgehalten, dass der Mieter den Restbetrag bis zum 15.02.07 ausgleichen sollte (dieses Protokoll hat er unterschrieben). Das Geld ist bis heute nicht eingegangen und jetzt möchte ich das Geld inklusive der 14 Tage im Januar einklagen.

    Das sind die noch auszugleichenden Beträge:
    196,45 € Miete bis zum 14. Januar 2007 (Warmmiete monatl. = 435€)
    + 270 € Restmiete Nov/Dez 2006
    + 149,59 € Anwalts- Gerichtskosten

    Lohnt sich das Ganze überhaupt oder sollte ich es auf sich beruhen lassen? Was meint Ihr? :gehtnicht

    Gruß
    Incertidumbre
     
  6. #5 lostcontrol, 21.02.2007
    lostcontrol

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    also ich würde in jedem falle mal abwarten, was denn aus dem vollstreckungsbescheid wird. die geschichte kann dich ja auch noch geld kosten, und das wäre ja dann noch dazuzurechnen. weisst du denn schon ob und wieviel er bei der betriebskostenabrechnung nachzahlen muss?

    2 rechnungen würde ich da nicht aufmachen. im moment schuldet er dir eigentlich noch geld, denn er ist noch 2,5 mieten schuldig. die verrechnung mit der kaution ist ja von deiner zustimmung abhängig und kann nicht vorausgesetzt werden.
     
  7. #6 Incertidumbre, 22.02.2007
    Incertidumbre

    Incertidumbre Neuer Benutzer

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    Hallo lostcontrol, danke für deine Info

    Nun der Vollstreckungsbescheid liegt "nur" vor für das Einklagen der Restkaution, also als das Mietverhälntis noch bestanden hat. Da ich aber ihm zwischenzeitlich fristlos gekündigt habe und die Wohnung in Ordnung ist, habe ich nach Erhalt des Vollstreckungsbescheid die Pfändung nicht veranlasst. Deswegen behalte ich auch die angezahlte Kaution um es mit den offenen Mieten zu verrechnen. :zwinker

    Mir ist halt immer noch nicht klar, ob ich die Anwalts- und Gerichtskosten von 149,59 € für eben jene versuchte Vollstreckung der Restkaution miteinklagen kann/darf oder diese durch die fristlose Kündigung halt hinfällig wird :gehtnicht

    In Bezug auf die Nebenkostenabrechnung habe ich noch keine Jahresabrechnung des Verwalters vorliegen. Diese wird i.R. im März erfolgen.

    Sollte ich lieber abwarten, bis diese vorliegt und alles in einem Vorgang einklagen? :?
     
  8. #7 lostcontrol, 23.02.2007
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    also ich würde das so machen.
    zum einen weil ich 'ne faule socke bin, zum anderen weil das dann einmal komplett abgerechnet werden kann und ich mich mit dieser ärgerlichen sache nicht unnötig beschäftigen muss (ich neige bei sowas dazu, das dann nicht aus dem kopf zu kriegen - das rotiert dann da endlos).
    auf die 4 wochen kommt's doch jetzt auch nimmer an, oder?
     
Thema: Zahllungsklage nach fristloser Kündigung
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