Zahlungen an verwalter einstellen

Dieses Thema im Forum "WEG-Verwaltung" wurde erstellt von Fantasie01, 24.12.2010.

  1. #1 Fantasie01, 24.12.2010
    Fantasie01

    Fantasie01 Neuer Benutzer

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    Hallo,

    folgende Ausgangsituation:

    Ein Haus mit 3 Wohnungen mit jeweils unterschiedlichen Eigentümern.
    eine Eigentümerin hat die Hausverwaltung die ganzen Jahre gemacht worüber auch ein schriftlicher Vertrag vorliegt, in die Jahre gekommen hat sie das an einen verwandten übergeben, dieser hat das nun einige Jahre gemacht, ohne einen Vertrag oder sonstiges, jedoc läßt die "Qualität" sehr zu wünschen übrig, Überweisungen müssen öfter korrigeirt werden, auf Anfragen per Email wird nicht reagiert, Fragen verlaufen sich im Nichts usw. usw., kurz gesagt lässt sich so dort nicht vernünftig wirtschaften.

    Kann ich die Zahlungen an den vermeintlichen Verwalter nach vorheriger Ankündigung einstellen um endlich eine Änderung der Situation zu beschleunigen?

    Kann ich mich auf den nicht vorhandenen Vertrag berufen?

    Danke.

    Gruß F.
     
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  3. #2 pragmatiker, 24.12.2010
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    sie haben die rechte aus § 21 WEG, hier insb. § 21 Abs. 4 WEG.

    wenn keine einigung mit ordentlichen beschlüssen erzielt werden kann, gibt es immer den weg über das gericht.
     
  4. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Meiner Meinung nach kann nur der ursprüngliche noch existierende Vertrag zum nächstmöglichen Termin gekündigt werden.
     
  5. #4 Fantasie01, 24.12.2010
    Fantasie01

    Fantasie01 Neuer Benutzer

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    aber da liegt das Problem, da gibt es nix mit Laufzeiten, das muss man sich als Schmierzettel vorstellen auf dem steht: Person XY macht die Abrechnung gegen bezahlung von Summe X, mehr steht da nicht.

    Da aber die Person das nicht mehr macht und ein anderer das ohne regulären Vertrag weiterführt möchte ich auf der Grundlage das ganze zu Ende gehen lassen.

    Gruß F.
     
  6. #5 Kitzblitz, 25.12.2010
    Kitzblitz

    Kitzblitz Erfahrener Benutzer

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    Wenn es keinen schriftlichen Vertrag gibt, gelten auf jeden Fall die gesetzlichen Regelungen, die durch das BGB und bezogen auf eine Wohnungseigentümergemeinschaft speziell das WEG mehr als hinreichend sind.
     
  7. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Hier wird völlige Ahnungslosigkeit von mindestens 4 Personen vorgeführt... :help

    Der Verwalter wird durch Beschluss der Eigentümerversammlung bestellt. Er ist der gesetzliche Vertreter der Eigentümergemeinschaft.
    Zahlungen leisten die Wohnungseigentümer nicht an den Verwalter, sondern an die Eigentümergemeinschaft. Die Zahlungsverpflichtugn der Eigentümer entsteht durch einen Beschluss über den Wirtschaftsplan oder die Abrechnung. Ohne Beschluss gibt es also auch keine Zahlungsverpflichtung, wohl aber die Haftung jedes Eigentümers gegenüber Dritten für Verbindlichkeiten der Gemeinschaft.

    Im konkreten Fall gibt es unübersehbar einen beträchtlichen Unterschied zwischen rechtlich unangreifbaren Verhalten einerseits und sinnvollem Verhalten andererseits. Nach Lage der Dinge dürfte der Beschluss über einen Wirtschaftsplan fehlen. Die Eigentümer wären also nicht zu Vorauszahlungen verpflichtet. Würden die Eigentümer die Vorauszahlungen - rechtlich unangreifbar - verweigern, würde es innerhalb relativ kurzer Zeit wegen ausbleibendender Zahlungen zu Versorgungseinstellungen kommen. Ob dies im Sinne der nicht zahlenden Eigentümer wäre?
    Im Grunde stellt sich die Verwaltersituation nicht anders dar. Es gibt keinen Verwalter. Derjenige, der als Verwalter auftritt, ist nicht berechtigt. Verhindert ein Eigentümer die weitere Tätigkeit, wird er sich vermutlich erst mal selbst ins Knie schießen.
    Wie sich das Gesamtbild hier darstellt, wäre eine Verwalterbestellung die dringendste Maßnahme. Ob ein Eigentümer als Verwalter bestellt wird oder ein Außenstehender, ist zunächst unerheblich. Ob der Verwalter eine Vergütung erhält oder nicht, ist zunächst ebenfalls unerheblich.
     
  8. #7 Fantasie01, 25.12.2010
    Fantasie01

    Fantasie01 Neuer Benutzer

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    Hallo,

    was ich auf keinen Fall möchte das die Verbindlichkeiten dritten gegenüber auflaufen bis zu einem Punkt an dem z.B. Allgemeinstrom abgestellt wird, jedoch möchte ich endlich das ganze in vernünftige Bahnen bringen, zur Not auch mit der Hilfe eines Rechtsbeistands, was ich aber persönlich als allerletzte Möglichkeit ergreifen möchte.

    Also konkret:

    Wenn der "Verwalter" nicht über eine Eigentümerversammlung bestellt wurde und dieser auf Zuruf des bisherigen arbeitet sollte es doch möglich sein diesen soweit auszubremsen das eine Änderung der Situation erzwungen wird.

    Konkret würde ich mich auf die bisherige schriftliche Vereinbarung berufen, etwas anderes wurde in der Zwischenzeit nicht unterschrienben und hätte damit auch keine rechtliche Relevanz. Da die bisherige Vereinbarung nicht wieder hergestellt werden kann auf Grund des hohen Alters des Vertragspartners wäre es doch unausweihlich das ein neuer bestellt wird, und das über eine ordentliche Eigentümerversammmlung und solange diese nicht stattfindet muss ich keinen akzeptieren.

    Oder sehe ich das falsch?

    Gruß F.
     
Thema: Zahlungen an verwalter einstellen
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