Zentralheizung statt Kombithermen?

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von Franke, 16.12.2014.

  1. Franke

    Franke Benutzer

    Dabei seit:
    16.12.2014
    Beiträge:
    32
    Zustimmungen:
    3
    Hallo,

    ich habe eben dieses Forum entdeckt und möchte mich gleich mit einer Frage an euch wenden.
    Zusammen mit meiner Schwester habe ich ein MFH geerbt, von den 6 Wohnugen werden 4 durch Gasthermen beheizt und 2 durch Nachtspeicheröfen.
    Im Frühjahr sollen die Nachtspeicheröfen raus und neue Heizungen eingebaut werden.
    Nun stellt sich mir die Frage, ob 6 einzelne Thermen wirklich sinnvoll sind, da nach bisheriger Erfahrung neben der umlagefähigen Wartung immer wieder Reparaturen an den Thermen nötig sind. Den einzigen Vorteil dieser Thermen sehe ich darin, dass die Mieter ihren Verbrauch direkt mit dem Versorger abrechnet.
    Eine Alternative sehe ich in einer Zentralheizung (Gas/Brennwert-Technik), deren Installation gar nicht so umständlich wäre, weil die Schornsteine, an denen die Kombithermen hängen, für die Leitungen genutzt werden könnten.
    Was ich bisher nicht überblicken kann, sind Aufwand und Kosten der Abrechnung. Für die Heizung gibt es ja Wärmemengenzähler und Heizkostenverteiler, die beide nicht ewig halten bzw verwendet werden dürfen.
    Wie ist das beim Warmwasser? Reicht da ein Warmwasserzähler?
    Mit elektrischen Durchlauferhitzer in den einzelnen Wohnungen, wie sie mir ein Fachmann schon mal empfohlen hat, kann ich mich nicht so recht anfreunden.

    Vielleicht kann mich jemand an seinen Erfahrungen teilhaben lassen und mir so bei der Entscheidung helfen. Insbesondere die Abrechnung bei einer Zentralheizung und deren Kosten wären entscheidend für mich.

    Besten Dank im Voraus!
     
  2. AdMan

    Schau mal hier in diesem Ratgeber. Dort findet man viele Antworten!

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2 sara, 16.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 16.12.2014
    sara

    sara Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    04.03.2013
    Beiträge:
    1.449
    Zustimmungen:
    202
    Ort:
    NRW
    ich würde die 2 Thermen nachrüsten.

    das ist schon ein recht gutes Argument, auch für die Mieter ist es vorteilhaft, da sie nur ihren Verbrauch + Wartungskosten bezahlen.

    ob das auch mit der Warmwasserversorgung wirklich einfach möglich ist, solltest einen Heizungsfachmann fragen und der kann dir dann auch gleich die jeweiligen Kosten benennen.

    Das müsstet du auch nachrüsten lassen - Heizkostenverteiler an jeden Heizkörper.
    Die Abrechnung wird meist über ein externes Unternehmen gemacht, die Kosten werden allerdings den Mietern dann in Rechnung gestellt.

    ist die Frage wie du sonst Warmwasser bekommst?
    Denke aber, dass dann erst noch elektrische Anschlüsse dafür gemacht werden müssten, für die Durchlauferhitzer. Diese werden nicht einfach an die vorhandenen Stromkreise angeschlossen.
     
  4. #3 Pharao, 16.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 16.12.2014
    Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    24.01.2012
    Beiträge:
    7.861
    Zustimmungen:
    508
    Hi,

    erstmal musst du prüfen, ob in den 2 Wohnungen überhaupt noch eine Etagenheizung angeschlossen werden kann, also ob noch ein Karmin frei ist bzw. mitbenutzt werden kann. D.h. als erstes mal den Schornsteinfeger fragen.

    Wenn ja, dann würde ich auf jeden Fall eine Etagenheizung vorziehen (alleine schon wegen den Gesamtkosten), vor einer Zentralheizung. Wenn nein, würde ich mir trotzdem alternativen zu einer Zentrallheizung anschauen.

    Ob die bestehenden Heizleitungen zu den Heizkörpern mit benutzt werden können, das würde ich eher mal einen Fachmann fragen, ich persönlich vermute mal eher nicht. Aber auch wenn, bei einer Zentralheizung müssen alle Rohre mit einander verbunden sein, d.h i.d.R. a`la Deckendruchbruch. Der Aufwand dürfte m.E. aber auf jeden Fall dich teurer kommen, als jetzt neue 2 Thermen zu installieren.

    Zudem wie auch schon geschrieben wurde, musst du bei einer Zentralheizung an jedem Heizkörper einen Zähler haben und auch das muss natürlich dann abgerechnet werden, was letztlich alles mehr Arbeit macht und auch ggf. Geld kostet.

    Kann man kaufen oder anmieten.

    Warmwasser kommt auch noch dazu bei der Zentralheizung ? Ohje, das macht die ganze Sache m.E. jetzt nicht einfacher, denn die Rohre für Warmwasser fehlen ja definitiv und müssten neu gelegt werden. Zudem benötigst du meines Wissens dann auch noch einen Speichertank und da gab es ja u.a. auch diese Diskussionen mit den Legionellen. Zudem musst du auch hier Messinstrumente haben, sonst kannst du das mit dem Mieter nicht abrechnen.

    Ist eine einfache, günstige und gute Lösung, wenn die elektrischen Anschlüsse vorhanden sind. Bitte auch nicht verwechseln mit einem Boiler, denn würde ich dir auch nur im Notfall empfehlen, wenn`s anders nicht geht.
     
  5. #4 immodream, 16.12.2014
    immodream

    immodream Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    05.05.2011
    Beiträge:
    2.207
    Zustimmungen:
    460
    Hallo Franke,
    wenn bisher noch keine Therme installiert worden wäre, wäre für mich die Entscheidung ganz einfach, eine Zentralheizung .
    Bei jedoch 4 bereits vorhandenen Thermen würde ich mich wahrscheinlich auch für 2 weitere Thermen entscheiden.
    Bei einer Zentralheizung mußt du die Möglichkeit haben, einen Strang in jede Wohnung zu führen und dann wie bei der Gasetagenheizung eine Ringleitung legen.
    Jede Therme verursacht bei mir im Jahr mindestens eine Nettomonatsmiete an Reparaturen. Die Wartung und Überprüfung durch den Schornsteinfeger zahlt ja der Mieter.
    Die bei der Zentralheizung notwendigen Abrechnungskosten oder Kosten für den Austausch der Wärmezähler sind umlagefähig und werden vom Mieter bezahlt.
    Du hast nur die Reparaturkosten für einen Kessel.
    Ich hab ein Objekt mit einer 35 Jahre alten Zentralheizung, Reparaturkosten in den letzten 25 Jahren ca. 1000 Euro.
    Die zahle ich bei 3 Thermen im Jahr.
    Für mich gibt es eigentlich nur einen Grund eine Therme zu nehmen. Bei Mietern , die dir die Miete schulden, muss der Vermieter nicht noch für die Heizkosten in Vorlage gehen .
    Schaue dir auch einmal an , wie alt die 4 Thermen sind. Wenn die über zwanzig Jahre alt sind, mußt du die auch in den nächsten Jahren erneuern.
    Für den Heizungsbauer ist natürlich der Einbau von Thermen anstatt einer Zentralheizung " die Lizenz zum Gelddrucken ".
    Grüße
    Immodream
     
  6. Franke

    Franke Benutzer

    Dabei seit:
    16.12.2014
    Beiträge:
    32
    Zustimmungen:
    3
    Also erstmal herzlichen Dank für alle bisherigen Beiträge, ich bin begeistert wie schnell man hier Tipps bekommt.

    @ immodream: das mit den Reparaturkosten ist mir eben auch aufgefallen und der Grund, warum ich mir Gedanken um eine Gesamtlösung mache, der Heizungsbauer ist hier ständig beschäftigt.

    Nicht erwähnt hatte ich, dass die vorhandenen Thermen 19, 14, 9 und 6 Jahre alt sind. Die Jüngste würde ich erstmal einlagern als Ersatz andernorts, um die Anderen wärs nicht so schade.
    In 4 Wohnungen sind ja bereits die Heizkörper und Ringleitungen vorhanden, durch den Schornstein, an dem bisher die Thermen hingen, könnte man doch die nötigen Leitungen in jede Wohnung führen, wo die Ringleitungen ja direkt am Schornstein anliegen.
    Die Frage der Warmwasserversorgung muss wohl ein Fachmann vor Ort entscheiden, ich vermute aber, dass für die Installation der Durchlauferhitzer ziemlich umfangreiche Arbeiten des Elektrikers nötig wären.

    @ Pharao: an einen Schornstein können bis zu 3 Thermen angeschlossen werden (zumindest gilt dies für die Brennwert-Technik). Was nicht geht, ist der Anschluss einer Brennwert-Therme an den Schornstein, an dem die beiden alten Thermen hängen. D.h. ich müsste entweder in eine "auslaufende" Technik investieren, oder alle alten Thermen durch Brennwert-Technik ersetzen. (Das Haus hat 3 Etagen mit je 2 Wohnungen, auf jeder Seite hängen bisher zwei Thermen)
    An welche Alternativen zur Zentralheizung denkst du?

    Heute war ein Heizungsbauer da, der mir ein Angebot machen wird.
    Fragt sich nur noch, was die Mieter von dieser Neuerung halten würden. Aber die müssen bisher ja die jährliche Wartung der Therme bezahlen (knapp 100 Euro wenn ich mich recht erinnere?) - teurer kann doch die Abrechnung der Heizkosten auch nicht sein?
     
  7. #6 Pharao, 17.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 17.12.2014
    Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    24.01.2012
    Beiträge:
    7.861
    Zustimmungen:
    508
    Hi,

    nur wenn das vertraglich vereinbart wurde im MV!

    Dann siehst du ja, was was kostet. Und dann wäre die Frage, was du ggf. Investieren willst.

    Ich kenne beide Systeme (Etagenheizung/Zentralheizung) und ich persönlich finde eine Etagenheizung garnicht so schlecht. Es macht dir als Vermieter auf jeden Fall weniger Arbeit, weil du dir das ganze Abrechnen sparst, genauso wie ggf. den Ärger mit Mietern, wenn da mal wieder einer meint "da stimmt was nicht". Meiner Meinung macht es keinen Sinn bei dir umzustellen, wenn letztlich alle Wohnungen auf Etagenheizung ausgelegt sind, alleine schon wegen den Umbaukosten.

    Also bei mir verursachen die Etagenheizungen nicht soviel Kosten im Jahr, das wäre ja grausam. Das der Schornsteinfeger eine Wartung der Therme macht, das wäre mir jetzt neu. Meines Wissens darf der Mieter eh seber entscheiden, welche Firma er zur Wartung beauftragt, falls man das im MV vereinbart hat.
     
  8. sara

    sara Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    04.03.2013
    Beiträge:
    1.449
    Zustimmungen:
    202
    Ort:
    NRW
    oh, immodream das hört sich aber gewaltig an. :erschreckt007:

    Im Haus meiner Eltern EFH ist eine ca. 30 Jahre alte Therme und die läuft und läuft. Wartung nur alle paar Jahre.
    Ich bin echt begeistert von dem Teil. Ich weiß von keiner Reparatur.

    Auch für eine Freundin deren NK Abrechnung und Steuererklärung ich mache für 9 Familienhaus mit Thermen, alle sehr alt, haben kaum Reparaturkosten.

    Ansonsten habe ich Zentralheizungen.

    Ich bin da auch bei Pharaos Meinung.
     
  9. Franke

    Franke Benutzer

    Dabei seit:
    16.12.2014
    Beiträge:
    32
    Zustimmungen:
    3
    Update :)

    Heute kam der Kostenvoranschlag für den Einbau einer Zentralheizungsanlage in Höhe von 25 T Euro.
    Interessant dabei ist, dass das Gasbrenntwertgerät für 6 Wohnungen mit 4800 Euro nicht viel teurer ist als eine einzelne Kombitherme.
    In der Summe enthalten sind bereits die Heizkörper und Rohrleitungen für die beiden Wohnungen, die bisher mit Nachtspeicheröfen beheizt wurden.
    Diese beiden Wohnungen mit Heizkörpern und Kombitherme auszustatten würde jeweils ca. 9500 Euro kosten. Wenn ich noch dazurechne, dass eine Therme sowieso ihre durchschnittliche Lebensdauer erreicht hat und für 4000 Euro ausgetauscht werden müsste, bin ich auch fast bei der Summe, die eine Zentralheizung kosten würde.
    Nachdem ich mal die Reparaturkosten der letzten Jahre für die 4 Thermen (2014: 1600 €, 2013: 500 €, 2012: 1750 €) zusammengerechnet habe, erscheint mir ein Gerät für alle 6 Wohnungen wirtschaftlicher, auch wenn man da umständlich abrechnen muss...

    Die zentrale Warmwasserbereitung würde noch einmal 9500 € kosten. Hier muss ich mich noch um ein Angebot für elektrische Durchlauferhitzer als Alternative kümmern.
     
  10. sara

    sara Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    04.03.2013
    Beiträge:
    1.449
    Zustimmungen:
    202
    Ort:
    NRW
    was aber auch mit dem verlegen von neuen Starkstromleitungen verbunden ist.

    Das wird dann alles in allem schon eine Großbaustelle im ganzen Haus :unsicher029: :?
     
  11. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    19.09.2011
    Beiträge:
    2.814
    Zustimmungen:
    347
    Ort:
    28857 Syke

    Hallo franke,

    Mach dich rechtzeitig mit der HeizkostenV vertraut und mit richtiger Messtechnik ist das gar nicht so schlimm.

    Wenn du für jede WHG seperate Leitungen legen kannst bieten sich zentral installierte WMZ und Absperrventile an.

    VG Syker
     
  12. Andres

    Andres
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    04.09.2013
    Beiträge:
    6.713
    Zustimmungen:
    1.253
    Mit etwas Glück kann man dafür die alten Leitungen der Nachtspeicher verwenden. Daher sollte man beim Rückbau solcher Anlagen die Leitungen liegen lassen. Manche Leute legen sich auch vorsorglich ein paar dicke Adern in die Wände, wenn man mal sowieso aufmachen muss. Leerrohre sind natürlich noch hübscher ...
     
  13. #12 Pharao, 22.01.2015
    Zuletzt bearbeitet: 22.01.2015
    Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    24.01.2012
    Beiträge:
    7.861
    Zustimmungen:
    508
    Hi,

    also ich weis wirklich nicht, warum bei dir solche hornte Reparaturkosten anfallen bzw. warum jedes Jahr da was zu machen ist :?
     
  14. Franke

    Franke Benutzer

    Dabei seit:
    16.12.2014
    Beiträge:
    32
    Zustimmungen:
    3
    @ Pharao

    DAS wüsste ich auch gerne!
    Mal ist es der Raumthermostatregler, mal ein Wärmetauscher, mal klappert eine Therme und muss überprüft werden (andere Reparaturen müsste ich jetzt nachsehen)
    Ich will auch nicht unseren Mietern die Schuld in die Schuhe schieben (außer einem vielleicht:sauer032:), so leicht kann man die doch auch nicht kaputtmachen...

    Wenn ich jetzt noch zwei weitere Thermen anschaffe, befürchte ich eben, dass die Reparaturen nicht weniger werden.
    Deswegen meine Überlegung bzgl. einer Zentralheizung, wo die Mieter nur noch die Heizkörper aufdrehen müssen und nur noch ein Gerät gewartet und repariert werden muss, auch wenn der finanzielle Aufwand zunächst höher ist als zwei Etagenheizungen anzuschaffen.
     
  15. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    24.01.2012
    Beiträge:
    7.861
    Zustimmungen:
    508
    Hi,

    klar geht mal was kaputt, aber m.E. ist das nicht normal, das so häuftig diese repariert werden müssen. Lässt du die Thermen regelmässig Warten bzw. falls es der Mieter machen muss, lässt du dir das nachweisen?

    Also ich streite mal wieder gerade mit einer Ablesefirma, weil die Werte einfach nicht stimmen können und ich das so nicht mit meinen Mietern abrechnen will. Leider sind dir hier als Vermieter die Hände gebunden, denn diese Ablesefirmen sind alles andere als Hilfsbereit bzw. haben kein großes Interesse an Aufklärung, auch wenn was eindeutig nicht stimmen kann.

    Natürlich ist es letztlich deine Entscheidung, aber rentiert sich das wirtschaftlich gesehen überhaupt? Ich mein, 25.ooo€ sind ein haufen Geld, zumal hier ja nur 2 von 6Wohnungen angeschlossen werden (wenn ich das richtig rauslese).
     
  16. Franke

    Franke Benutzer

    Dabei seit:
    16.12.2014
    Beiträge:
    32
    Zustimmungen:
    3
    @ Pharao: Die Thermen wurden zumindest alle 1-2 Jahre gewartet - die Hausverwaltung und mein Vater waren da nicht ganz so hinterher, wie ich es bin...


    Ich versuche nochmal kurz mein Problem zusammenzufassen:

    Es handelt sich um ein Haus mit 6 Wohnungen, von denen 4 Wohnungen mit Kombithermen beheizt werden. Zwei Wohnungen werden noch mit Nachtspeicheröfen beheizt, die dieses Jahr umgerüstet werden sollen (eine muss neu vermietet werden, bei der anderen auf Wunsch der Mieter, verbunden mit einer Mieterhöhung).
    Kostenvoranschläge für den Einbau von Rohrleitungen, Heizkörpern und Kombitherme liegen bei 9.500 € pro Wohnung, also 19.000 € insgesamt.
    Ich müsste aber Heizwert-Geräte nehmen, weil sich Brennwert-Geräte nicht zusammen mit den vorhanden Heizwert-Geräten an einen Schornstein angeschlossen werden können. Ich befürchte aber, dass sich Heizwert-Thermen in Zukunft verteuern, weil sie ab Herbst 2015 nur noch in Ausnahmefällen (mehrere Thermen an einem Schornstein) eingebaut werden dürfen, was mir auch ein Heizungsbauer bestätigte.
    Da die bisher vorhandenen Thermen (19, 14, 9 und 6 Jahre alt) einiges an Reparaturkosten verschlingen und zumindest zwei davon evtl. auch die nächsten Jahre ausgetauscht werden müssten, ist mir an einer Investition gelegen, die längerfristig günstiger ist und das erhoffe ich mir von einem zentralen statt sechs dezentralen Geräten.
    Die Rohre aus dem Keller zu den Ringleitungen in den einzelnen Wohnungen könnten "relativ problemlos" über vorhandene, nicht mehr benutzte Schornsteine gelegt werden.

    Kosten für die dezentrale Lösung: 19 T € (für die beiden Wohnungen), in den nächsten Jahren womöglich noch 1-2 neue Thermen (7-8 T €) bzw. Reparaturen an 6 Geräten (bisher gut 1 T € pro Jahr für 4 Thermen)

    Kosten für die zentrale Lösung incl. Warmwasser: 34 T €, Gerät mit 5 Jahren Garantie (erspart mir 5 Jahre Reparaturkosten an den einzelnen Thermen (ca 5 T €), Heizkostenabrechnung umlagefähig...

    Ich versuche weiterhin beide Optionen im Auge zu behalten und mich nicht auf die Zentralheizung zu fixieren. In die "Problematik" der Heizkostenabrechnung arbeite ich mich gerade ein.
    Für eure Erfahrungen und Kommentare bin ich immer sehr dankbar!!
     
  17. sara

    sara Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    04.03.2013
    Beiträge:
    1.449
    Zustimmungen:
    202
    Ort:
    NRW
    Franke, irgendwie sind mir die Reparaturkosten die du hast schon sonderbar hoch. :158:

    Meine Freundin die ein altes 9 Fam. Haus mit Thermen hat die alle annähern über 25 Jahre alt sind, hat und auch da nur relativ kleine Beträge insgesamt jährl. als Reparatur anfallen.

    Aber bei der Gegenüberstellung der beiden Investitionen von dir, stelle ich mir nun mal vor, dass bei der Installation einer Zentralheizungsanlagen sicher auch Fliesenwände in den Badezimmern beschädigt werden oder wie geht das?
    Machst du dann alle Bäder auch gleich alle neu, oder lässt du nachfliesen?
    Dann kommen diese Kosten auch noch dazu.

    Abgesehen davon, dass 4 Wohnungen im Grunde unnötig zur Baustelle gemacht werden. (oder sollen die dabei grundlegend saniert werden)

    Dass keine Brennwerttechnik da eingebaut werden kann finde ich sogar einen Vorteil. Denn was ich bis jetzt mitbekomme sind die Brennwert Heizungen immer noch anfälliger für Reparaturen.
    Daher bin ich immer noch ein Fan der Niedertemperaturheizkesseln, bzw. Thermen.
    Bei Vermietung allemal.

    Noch eine Frage, wie alt ist das Haus eigentlich?

    Die Entscheidung musst letztendlich du selbst treffen.
     
  18. #17 immodream, 27.01.2015
    immodream

    immodream Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    05.05.2011
    Beiträge:
    2.207
    Zustimmungen:
    460
    Hallo sara,
    die Brennwerttechnik ist nicht anfälliger als normale Niedertemperaturkessel.
    Anfälliger sind grundsätzlich die neueren mit Elektronik vollgestopften Geräte.
    So Firmen wie z. B. Vaillant, die sich nicht mehr in Familienbesitz befinden und nur noch so viel Geld wie möglich für ihre derzeitigen Anteileigner heranscheffeln müssen,
    liefern auch schon lange nicht mehr die Qualität " Made in Germany ".
    Hier liegt das Qualitätsproblem.
    Frag mal einen alten Heizungsmonteur.
    Grüße
    Immodream
     
  19. Franke

    Franke Benutzer

    Dabei seit:
    16.12.2014
    Beiträge:
    32
    Zustimmungen:
    3
    Hallo,

    das Haus ist Baujahr 1959. Sogar noch mit einem Bad in Originalzustand...
    Sicher wäre es nicht zu vermeiden, dass ein paar Fliesen erneuert werden müssen, aber nur in einer Ecke und auf Bodenhöhe.

    Deine Vorbehalte gegenüber der Brennwert-Technik sind für mich aus eigener Erfahrung nicht nachvollziehbar. In meiner selbst genutzten Immobilie habe ich eine 23 Jahre alte Junkers Brenntwert-Therme, die keinerlei Probleme macht.
    Heizwert-Thermen sind schon jetzt z.T. teurer als Brennwert und dürften sich in Zukunft noch mehr verteuern.
    In dem Mietshaus macht auch die älteste Therme die wenigsten Probleme, sodass ich mich Immodreams Einschätzungen anschließen kann, die mir auch ein Heizungsbauer bestätigte: Neue Geräte halten 10, maximal 15 Jahre, meinte der, und können sich nicht mehr mit den alten Geräten messen...
     
  20. dots

    dots Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    08.07.2014
    Beiträge:
    1.634
    Zustimmungen:
    514
    Das ist wie mit alten Autos, Fernsehern, Küchengeräten, Waschmaschinen, Besen, ...

    1950 gab es gute und schlechte Geräte zu kaufen.
    Die schlechten sind nach einem Jahr kaputt gegangen, die guten funktionieren heute noch.

    Wenn man jetzt feststellt, dass die Hälfte der aktuell neuen Geräte nach einem Jahr kaputt ist und man das Gerät von 1950 daneben sieht, könnte man Schlüsse ziehen, die logisch überhaupt nicht haltbar sind.
     
  21. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    24.01.2012
    Beiträge:
    7.861
    Zustimmungen:
    508
    Hi,

    also ganz so schlimm ist es nun aber auch nicht, wie manche das jetzt versuchen darzustellen. Wir haben alte und neue Geräte und trotzdem haben wir nicht solche hohen Reparaturkosten im Jahr wie du hier angibst!

    Wenn die Thermen bei euch solche Kosten verursachen, du letztlich eh das Heizsystem ändern willst, dann ist doch eigentlich alles entschieden, oder nicht :?
     
Thema: Zentralheizung statt Kombithermen?
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. therme fuhr zentralheizung

Die Seite wird geladen...

Zentralheizung statt Kombithermen? - Ähnliche Themen

  1. Hausmeisterservice statt Hausmeister

    Hausmeisterservice statt Hausmeister: Hallo, unser Hausmeister, für den es in der Anlage eine Hausmeisterwohnung als Gemeinschaftseigentum gibt, ist in den Ruhestand gegangen. Unsere...
  2. Renovierung statt Miete

    Renovierung statt Miete: Wenn ich einem Mieter die Miete (400€) kalt für zwei Monate erlasse, mit der Bedingung, dass er die (zugegebenermaßen etwas ramponierte Wohnung)...
  3. 3-Familienhaus Renovierung Zentralheizung mit Warmwasser

    3-Familienhaus Renovierung Zentralheizung mit Warmwasser: Hallo zusammen, ich habe mir vor ca.2 Jahren ein 3-Familienhaus gekauft. Aktuell sind Nachtspeicheröfen installiert, jedoch schreckt dies die...
  4. Jährliche Wartung von Gas-Kombithermen unnötig?

    Jährliche Wartung von Gas-Kombithermen unnötig?: Hallo zusammen, wie bereits in einem anderen Beitrag beschrieben, haben wir in unserem MFH horrende Reparaturkosten für die vier vorhandenen...