Zu hohe Wärme der Wohnung nicht regelbar

Dieses Thema im Forum "Mietminderung" wurde erstellt von Caludia, 21.03.2009.

  1. #1 Caludia, 21.03.2009
    Caludia

    Caludia Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    nach längerer Suche im Internet zu meiner Frage bin ich gerade auf Euer interessantes Forum gestoßen.

    (ups, ich sehe gerade, dass mein Beitrag etwas länger geworden ist) Unsere Wohnsituation ist Folgende: Das Haus hat 8 Parteien, verteilt auf 3 Etagen/Neubau. Das Treppenhaus ist ununterbrochen überheizt (22°C, was bereits beim Öffnen der Haustür und Reinkommen äußerst unangenehm ist). Der Grund sind nicht-abgedichtete Heizrohre, die im Boden der Flure entlanglaufen, teilweise komplett durch die Wohnungen bis zur letzten Wand. Dies bedeutet, dass auch der Wohnungsflur 23°C hat, ebenso der Abstellraum und das Bad. Diese Temperatur ist nicht regelbar.

    Wir leiden unter dieser Wärme, zumal die Wohnung nur äußerst schlecht zu belüften ist: sie ist 17m lang und hat nur je 1 Zimmer-Fenster am jeweiligen Ende. Flur, Küche, Abstellkammer und Bad sind innenliegend, über den Heizungsrohren. Die Überheizung verursacht ein unsinniges Verdunsten der Heizungsröhrchen und somit unberechtigte erhöhe Heizkosten. Die Abstellkammer ist für Lebensmittel nicht nutzbar. In der Wärme des Badezimmers hat man ständig das Bedürfnis, seine Anziehsachen auszuziehen.

    Der Vermieter auf die Überheizung angesprochen, meinte nur knapp: "Wenn`s Ihnen zu warm ist, machen Sie doch das Fenster auf."

    Bei Euren Beiträgen habe ich gelesen, dass man eine Mietminderung nur machen kann, wenn ein Mangel nach(!) dem Vertragsabschluss aufgetreten ist. Dies ist nicht der Fall. Das Problem mit den Heizungsrohren bestand schon länger, wie meine Nachbarn mir mitteilten. Mir selber ist es erst ein paar Tage nach dem Einzug aufgefallen, als ich im Treppenhaus die Haustür wegen einer besseren Belüftung aufließ und mich wunderte, warum es überhaupt so unangenehm warm ist. Unabgedichtete Heizungsrohre im Boden kannte ich nicht und wäre beim Einzug auch nicht darauf gekommen, dass es sowas überhaupt gibt.

    Dass unsere Wohnung mit 17m Länge (bei 3,5m Breite) nur schwer zu lüften ist, darf ich nach(!) dem Einzug vor 3 Jahren wohl nicht bemängeln. Dass sie wegen der wenigen Fenster zu dunkel ist, auch nicht. Beides hätte ich (lt Eurer Kommentare in anderen Anfragen) vorher erkennen müssen. Aber dass diese Überheizung sowas von nervt, das war für uns nicht ersichtlich. Mitlerweile hat sich Fugenschimmel im Bad gebildet und mein Sohn ist an Asthma erkrankt.

    Kann ich die Miete wg. unangenehmer Raumtemperatur mindern?

    Kann ich die Miete mindern, weil sie - gemessen an der schlechten
    Wohnqualität - zu hoch ist? (Erdgeschoss, starke Fußbodenkälte wg. Tiefgarage mit Durchzug, dunkel weil Büsche vor den Fenstern und nur 2 Fenster, Leben nur mit dauerndem Kunstlicht möglich).

    Caludia
     
  2. AdMan

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  3. George

    George Neuer Benutzer

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    Hallo,

    geht es um eine zu warme Wohnung - oder um

    Mietminderung?

    Ich habe den Eindruck, dass es vorrangig um Gründe für eine Mietminderung geht. Auch dass sich jetzt Schimmel bildet, obwohl die Wohnung überheizt sein soll. War beim Vormieter kein Schimmel?

    Schimmel bildet sich bei zu feuchter, weil zu kühler Wohnung, wo an den Wänden Feuchtigkeit kondensieren kann, was kaum der Fall bei einer überheizten Wohnung sein wird.

    Haben die Heizkörper kein Regulierventil, mit der sie sich zumindest abstellen, wenn nicht sogar regeln lassen können? Ist die Wohnung trotz abgestellter Heizkörper zu warm? Wie werden die Heizkosten für die Wohnung berechnet?

    Wenn die gesamten Energiekosten durch die Anzahl der Mieter geteilt wird und lediglich ein Schlüssel durch Wärmemessgeräte an den Heizkörpern zur Berechnung herangezogen wird, kann ein Mangel vorliegen - jedoch nur dann, wenn Wärme verschwendet wird und eine (oder mehrere) Wohnungsparteien dadurch übermäßig in Anspruch genommen wird.

    Was sagen die anderen Mieter?
     
  4. #3 lostcontrol, 21.03.2009
    lostcontrol

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    drum heisst sie vermutlich "abstellkammer" und nicht "speisekammer".
    sorry, aber nicht jede räumlichkeit ist zur lagerung von lebensmitteln geeignet. das dürft ihr nicht erwarten!

    wie alt ist denn das haus? früher gabs sowas durchaus häufig...

    fugenschimmel lässt sich glücklicherweise mit handelsüblichen mitteln gut bekämpfen. wenn der schimmel neu aufgetreten ist, kann man davon ausgehen dass ihr die verursacher seid, da würde ich besser garnicht erst versuchen zu mindern sondern tunlichst darauf achten dass ich besser lüfte und den schimmel mit den genannten mitteln bekämpfen.

    du kannst die miete nicht einfach mindern, weil du plötzlich findest, dass die wohnqualität schlecht ist. da hättest du schlicht und ergreifend nicht einziehen dürfen.
    erdgeschoss ist immer blöd, da hat man meist fusskälte (sofern nicht darunter noch beheizte keller liegen, was logischerweise recht selten ist).
    die büsche vorm fenster waren vermutlich auch früher schon da.
    wenn sie in den letzten jahren deutlich gewachsen sind, dann bitte den vermieter darum, dass sie mal geschnitten werden. zahlt ihr gartenpflege bei den betriebskosten? dann könnt ihr auch erwarten dass sie stattfindet.
    aber bitte nicht hinterher meckern, dass man euch plötzlich von der straße aus in die wohnung schauen kann!
    dass es wenig fenster gibt war euch auch bekannt, da ist nichts zu wollen...
     
  5. #4 Caludia, 21.03.2009
    Caludia

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    Hallo lostcontrol, hallo George,

    zunächst vielen Dank für Eure so ausführlichen Antworten. Worum geht es mir?

    Zunächst einmal ist die Wohnsituation eine emotionale Angelegenheit, die ich mal kurz darstellen will: Das Haus ist vor 12 Jahren gebaut. Es gibt eine sehr hohe Flutuation (nur 2 Parteien wohnen seit dieser Zeit hier). Alle Parteien sind seit Beginn ihrer Mietzeit unzufrieden u.a. mit der schlechten und überheizten Luft des Treppenhauses. Deshalb wird die Haustür häufig sperrangelweit offengelassen, was aber kaum was nützt.

    Der Vermieter ist unbeliebt, weil er ständig kontrolliert, auf Beschwerden nicht eingeht oder auch wissentlich falsche Infos gibt, Abrechnungen stimmen nicht, er läßt abgestellte Gegenstände aus der Tiefgarage einfach auf die Terasse eines unbeteiligten Mieters bringen (Terasse vollgestellt und nicht benutzbar), er reißt Pflanzen aus den privaten Terassenbeeten raus, ...

    Alle Mieter haben sich vor 1 Jahr zusammengesetzt, um eine Vorgehensweise gegen zu hohe Heizkosten und die Sit. im Treppenhaus zu besprechen. Das Vortragen beim Vermieter brachte keine Änderung.

    Zur Heizsituation der einzelnen Wohnungen: die Heizungen müssen gar nicht angestellt sein: die Heizrohre im Wohnungsboden heizen eh schon zu viel. Auf die Bitte an den Vermieter, die Wohnungen so zu gestalten, dass man auch in weniger als 23 °C leben kann, antwortete er mit "Na, dann regeln Sie das doch mit Fensteröffnen!"

    Da die Flüssigkeit in den Temperaturröhrchen der Heizkörper zu viel verdunstet, bezahlt der Mieter zu viel Heizkosten, die er mit ausgeschalteten Heizkörpern gar nicht verbraucht hat. Die Kosten für die unnötige Beheizung des Treppenhauses wird auf alle Mieter umgelegt. Umrechnungsschlüssel in der NK-Abrechnung: 50:50.

    Zum Schimmel im Bad: Das Bad hat durchgehend 23-24 °C OHNE Heizung. Das Bad ist innenliegend und hat kein Fenster, ist also nur mit offener Tür zu belüften und das auch nur schlecht. Der Schimmel bildete sich wegen des feuchten Klimas und an genau den Stellen, wo die Heizluft am wenigsten hinkommt: Badewannenecke und Kachelfugen.

    Dass man Schimmel heute gut bekämpfen kann, erleichtert mich. Ich bin davon ausgegangen, dass ich dem ausgeliefert bin. Welches Zeug muss ich da kaufen? Wer bezahlt die Kosten für die Beseitigung? (bei niedrigen Beträgen würde ich den Vermieter gar nicht erst einschalten, um mir Ärger zu ersparen)

    Zusammenfassend: Sowohl die Überwärmung als auch die schlechte Belüftbarkeit (durch den ungünstigen Wohnungsschnitt) verursachen Schimmelbildung und schlechtes Wohnklima. Muss ich das als Mieter akzeptieren? (Wichtig: ich bin n i c h t auf Mietminderung aus. Ich will aber eine gerechte Beurteilung der Wohnsituation)

    Weitere Frage: Wie und wo kann ich erfahren, welche Miethöhe für diese Wohnung angemessen ist? Es ist eh schon einer überteuerte Miethöhe, daher die hohe Mieterfluktuation. Ab wann liegt Mitwucher vor?

    Caludia

    PS: So nebenbei: Der Vermieter will seit 2 Jahren das Haus verkaufen, aber keiner will es haben. Seltsam ??
     
  6. #5 pragmatiker, 21.03.2009
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    zu den heizungsröhrchen siehe meinen beitrag fett im lauftext oben.
    innenliegende bäder haben eine sog. kölner lüftung, die durchaus gut funktioniert, sofern die lüftungsrohre frei sind und kein bauschutt drin hängt (das kommt öfter vor, weil handwerder manchmal schlimme kerle sind...) schimmel bildet sich moderat in vielen bädern, das muss man halt sauber machen. ohne putzen geht es nicht. ich nehme 2 x im jahr domestos und eine alte zahnbürste und die fugen sind wie neu. man sollte danach eine weile das bad nicht nutzen (chlor ist nicht so gesund) , also machen sie das, bevor sie einkaufen, verreisen, spazieren gehen... schimmelex ist nicht so toll. sie können auch alkohol (vergällt ist er billiger :lol)nehmen, macht aber die fugen nicht so weiss. und nach dem duschen und baden die fliesen trocknen. ohne feuchtigkeit kein schimmel.
    wieso glauben mieter immer, ihre wohnugnen müssten noch besser sein, als die der eigentümer ? was glauben sie denn, wenn sie sich ein haus oder eine wohnung kaufen wer da den schimmel weg macht ?
     
  7. #6 lostcontrol, 21.03.2009
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    wenn die gegenstände nicht in die tiefgarage gehören muss man froh sein, wenn sie vom vermieter nicht einfach kommentarlos entsorgt werden. sie dem FALSCHEN mieter auf die terrasse zu stellen ist natürlich doof.

    das ist ein denkfehler.
    die verdunstung findet ja bei allen mietern gleichmässig schlecht bzw. falsch statt, das hab ich doch richtig verstanden?
    die röhrchen geben nur die VERTEILUNG an - nicht den verbrauch.
    wenn ihr mit den im boden verteilten heizrohren heizt anstatt mit den heizkörpern, dann ist das trotzdem ein verbrauch, für den ihr bezahlen müsst.

    wie, auch keine lüftungsanlage?
    das kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen, dass man vor 12 jahren auf sowas verzichtet hat.... das hat man ja schon in wesentlich älteren häusern eingebaut, einfach weil sowas NOTWENDIG ist, wenn man nicht über fenster lüften kann!

    das hab ich nicht geschrieben. es gibt superüblen schimmel, den man eben nicht so gut losbekommt.
    aber FUGENSCHIMMEL ist wirklich kein problem. ab in den drogeriemarkt, da gibt's reihenweise mittelchen dagegen. im zweifel von der verkäuferin beraten lassen.

    ich hatte es dir doch schon geschrieben:
    DU bist der VERURSACHER und musst das deshalb SELBST bezahlen.
    sei froh dass es nur fugenschimmel ist. das zeuchs aus der drogerie kostet 5 euro oder so, eine schimmelsanierung dagegen eher 5.000 euro.

    es gilt: "gemietet wie gesehen". du wusstest von dem "ungünstigen wohnungsschnitt" und hast trotzdem unterschrieben. mietminderung ist deshalb nicht möglich.
    der schimmel im bad ist VON DIR verursacht. da kannst du also auch nicht miete mindern.
    die wohnsituation mag schlecht sein, aber du hast dich für sie entschieden - dein fehler, nicht der des vermieters.

    mietspiegel von der stadt besorgen oder über google.

    aber ganz ehrlich:
    am besten du suchst dir einfach eine bessere und billigere wohnung.
    warum willst du überhaupt dort wohnen bleiben, wenn's dir nicht gefällt und das wohnklima so scheisse ist?
     
  8. #7 Caludia, 22.03.2009
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    Hallo lostcontrol, hallo pragmatiker,

    zunächst Danke für Eure hilfreichen Antworten.
    Geklärt ist: "gemietet wie gesehen". d.h. mit Unterschrift auf dem Mietvertrag wurde akzeptiert: schlechter Schnitt und schlechte Belüftbarkeit, kalte Füße wg. Tiefgarage, dunkel weil zu wenig Fenster.

    Geklärt ist die Sache mit dem Schimmel im Bad: Eure Tipps setze ich gleich am Montag um, besorge mir Domestos und mache mich ans Putzen. Mein Sohn kann da gleich mal mitmnachen ;-) Außerdem ist es wohl absolut notwendig, nach jedem Duschen/Baden immer sofort die Fliesen abzutrocknen.

    Ungeklärt bleibt meine Ausgangsfrage meines ersten postings bzgl. unangenehmer (weil zu hoher(!) und unregelbarer(!) ) Wärme. Nochmals zur Klärung: Eigentlich geht es mir ja gar nicht um Mietminderung. Aber ich will in einer Raumtemperatur leben, bei der ich mich wohlfühle und das ist bei durchgehend 22-24 °C einfach nicht möglich. Der Vermieter will nichts unternehmen, und ich will wissen, ob seine Haltung o.k. ist.

    Der Grund der überhöhten Wärme sind die im Boden verlegten unabgedichteten Rohre. Ich muss hier was korrigieren: Ich hatte von 'Heizrohren' geschrieben, meinte aber 'heizende Rohre', soll heißen: Wärme abgebende Rohre. Es handelt sich um Rohre, die das 60 °C Heißwasser vom Keller durch die Flure im Treppenhaus und durch die Wohnungen bis zu den Badezimmer-Wasseranschlüssen transportieren. Diese Rohre erzeugen die Raumtemeratur von 22-24 °C, die k e i n e r von uns Mietern haben will. Jeder von uns Mietern hat in seiner Wohnung genügend Heizkörper, mit denen er gerne selber seine gewünsche Raumtemperatur regeln will. Hierzu fand ich den Hinweis von George sehr gut. Er schrieb:
    ---------------------------------------------------------------
    Wenn die gesamten Energiekosten durch die Anzahl der Mieter geteilt wird und lediglich ein Schlüssel durch Wärmemessgeräte an den Heizkörpern zur Berechnung herangezogen wird, kann ein Mangel vorliegen - jedoch nur dann, wenn Wärme verschwendet wird und eine (oder mehrere) Wohnungsparteien dadurch übermäßig in Anspruch genommen wird.
    ---------------------------------------------------------------
    Wir Mieter finden es ungerecht, dass die Kosten der Wärmeverschwendung (insbesondere die im Treppenhaus) auf uns umgelegt wird.

    Wie die anderen Mieter die von den Heißwaserrohren verursachte Wärme in ihren Wohnungen empfinden, ist deren Sache. Ich persönlich fühle mich durch diese ungewünschte(!) und nicht-abstellbare(!) Wärme sehr belästigt. Im Klartext: ich brauche weder im Flur noch in der Abstellkammer, in der Küche und im Bad 24°C. Noch deutlicher: ich will die Wärme NICHT !!!!! Und ich will sie auch nicht bezahlen !!!

    Umformulierte Frage:
    1.) Müssen wir Mieter die Wärmeverschwendung im Treppenhaus und die hieraus resultierenden Kosten akzeptieren?
    2.) Muss ich die mir aufgezwungene Wärme in meiner Wohnung und die dazugehörenden Kosten akzeptieren?

    Caludia

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    PS: Ich bin eigentlich ein umgänglicher friedfertiger Mensch und wünsche mir einvernehmliche Lösungen. Sollten meine Fragen in meinen Postings zu kämpferisch wirken, so bitte ich um Verständnis. Meine Stimmung und die meiner Nachbarn ist wohl dadurch entstanden, dass wir so oft vergeblich uns um gute Gespräche und Lösungen bei unserem Vermeiter bemüht hatten. Seine generell aggressive und frustrierte Haltung ist für uns nicht nachvollziehbar.
     
  9. #8 pragmatiker, 22.03.2009
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    bei der wärme müssen sie 30% der gesamten wärmekosten entsprechend ihrer quadratmeter zahlen. den rest nach anzeige der heizungsableegeräte. wenn in dem haus nicht viel geheizt wird, weil die abwärme des heisswassers schon mehr als genug ist, dürfte -nach ihrer darstellung- kaum etwas übrig bleiben zur verfeuerung primärer energie (gas, öl). in ihrem haus würde dann lediglich öl oder gas verfeuert zur erwärmung des wassers, welches -unfreiwillig- auch noch die wohnungen mit heizt.
    insofern müssten sie eigentlich kaum heizungskosten haben. wie schon gesagt: ist der verbrauch 0 bleibt es bei 0, egal ob die röhrchen 0 oder 1000 anzeigen...

    mindern können sie, wenn ein baumangel vorliegt. der vermieter muss nachweisen, das keiner vorliegt.
    das sie -zumindest im winter- die temperatur durch öffen der fenster nicht runter kriegen, kann nicht sein. wenns draußen 0 grad hat, kühlt der raum schlagartig ab.

    fraglich ist natürlich auch, wieviel miete sie zahlen für wieviel qm ? und wieviel zahlen sie an heizkosten und wieviel für warmwasseraufbereitung ? (müsste sich an ihrer heizkostenabrechnung ablesen lassen)

    denn merke: wer sehr billig wohnt, kann nicht erwarten, das alles 1a ist.
     
  10. #9 lostcontrol, 22.03.2009
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    frage:
    gibt es in besagtem treppenhaus auch heizkörper? oder entsteht die wärme hier NUR durch die warmwasserleitungen?

    und hinweis: die mieter müssen selbstverständlich auch für die kosten der treppenhausbeheizung bezahlen, das sind allgemeinkosten die zurecht umgelegt werden. dass hier wärme verschwendet wird, wäre abzuklären.

    ich tippe mal dass der vermieter/eigentümer garkeine möglichkeiten hat, das zu ändern.
    bzw.: wenn die sachlage tatsächlich so ist wie du sagst (also dass die warmwasserleitungen nicht isoliert sind und deren abwärme treppenhaus und wohnungen so stark erhitzt), dann müsste der vermieter/eigentümer ja sämtliche wände und böden aufreissen um das zu ändern. das ist verdammt nah am neubau. so eine modernisierung wird kein mieter haben wollen, solange er dort wohnt.

    also bei DER sachlage kann ich die frustration schon verstehen. er hat ja eigentlich keine chance etwas zu ändern und wird ständig angemeckert...

    MEINE EMPFEHLUNG:
    andere wohnung suchen!

    ich kann mir nicht vorstellen dass der vermieter/eigentümer etwas ändern will bzw. kann. und wenn er sich ohnehin mit verkaufsabsichten trägt, dann wird er ohnehin keine grösseren umbaumaßnahmen mehr durchführen.
     
  11. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Noch ein kleiner einwurf bezüglich des Schimmels:
    Schimmel entsteht durch Feuchtigkeit. Soviel sollte bereits bekannt sein.
    Im Bad gibt es zweierlei Feuchtigkeiten:
    Das Kondenswasser und die übliche Raumfeuchte.
    Bei Kondenswasser gibt es Schimmel/ feuchtigkeit an kalten Bauteilen. fugen gehören garantiert nicht dazu, während die fliese wohl wärmer ist. Also ist dieser Schimmel kein Problem der fehlenden Belüftung.
    Also haben wir noch die übliche Raumfeuchte, die durch die üblichen Aktivitäten im Bad entsteht. Auch hier gilt: Je KÄLTER die Raumtemp umso weniger Feuchtigkeit kann in der Luft aufgenommen werden. Also ist sind wir wieder bei den zwei Voraussetzungen von Schimmel: Kälte + Raumfeuchte.

    Wie sollte also durch die zu hohe Temp Schimmel entstehen? Gar nicht. Das Raumklima kann also für den Schimmel vollends ausgeschlossen werden.
    Das bringt mich zu der vermutung, dass schlicht und einfach zurückgebliebenes Wasser vom duschen dafür verantwortlich ist. Durch die physikalischen Gegebenheiten von Acrylfugen samelt es sich dort. Wasser einfach abwischen und gut. (wie bereits erwähnt)
     
  12. #11 Unregistriert, 05.06.2011
    Unregistriert

    Unregistriert Gast

    Gleiches Thema, andere Situation

    Hallo,

    meine Situation ist ähnlich der o.a. - und doch anders:

    Meine Partnerin und ich sind April 2011 neu eingezogen; 3-Raum-Wohnung, Hoch-Parterre, Betonbau von 1990...

    Von Beginn an beklagen wir die Wärmeentwicklung in der Wohnung, wohlweislich auch bei Außentemperaturen von 10°C - und das, obwohl sämtliche Heizkörper auf "0" stehen.
    Die Heizkörper heizen allerdings munter weiter, was uns insbesondere unter aktuellen Außentemperaturen von >30°C ordentlich zu schaffen macht.

    Erste mündliche Beanstandungen wurden mit folgenden Bekundungen abgetan:

    (1) Mit dem Ein-Rohr-Heizungssystem haben wir im Erdgeschoss - über der Anlage - das hinzunehmen, weil es technisch unmöglich bzw. nicht zuzumuten wäre, eine neue Anlage zu installieren. In gewisser Weise stimmt das - schließlich will ich nicht über Wochen eine Baustelle in unserer Wohnung haben.

    (2) Außerdem dürften wir froh sein, da die Ablesegeräte ja nur den relativen Anteil am Verbrauch ermitteln, und im Sommer entsteht kaum Verbrauch (und somit kaum Kosten), im Winter ist der Verbrauch der anderen Mietparteien höher und wir sparen hier (was wir im Sommer mehr bezahlen).

    Es geht aber nicht allein um den Verbrauch, den wir nicht wollen, sondern um die nicht regulierbaren Temperaturen! Denn wir haben regelmäßig mindestens - auch in kalten Nächten - 24°C Innentemperatur, entsprechend mehr, wenn wir keinen Ausgleich durch Lüften mehr hinbekommen...

    Neben Beeinträchtigungen bei der beruflich notwendigen Büroarbeit zu hause stellen sich inzwischen gesundheitliche Folgen (Hals-Nasen-Entzündungen) auch aufgrund der zu trockenen Luft ein.

    Das sind alles Dinge, die wir zum Einzug nicht wussten. Mit diesem Wissen hätten wir uns definitiv nicht für diese Wohnung entschieden!

    Nachdem wir unseren Vermieter nun (faktenorientiert) freundlich aber schriftlich informiert haben, würden wir gern - von euch, liebe Forumsteilnehmer - wissen, wie wir reagieren sollen/dürfen, wenn der Vermieter sich querstellt, mit Beschwichtigungen die Beanstandungen "verschleppt" und uns auch sonst nicht entgegenkommt.
    Mehr noch: da wir uns auf Dauer in der Wohnqualität beeinträchtig fühlen, möchten wir wissen, wie wir erfolgreich und mit so wenig Aufwand/Kosten wie möglich ggf. den Mietvertrag (mit Selbstverpflichtung, innerhalb von noch 9 Monaten von einer ordentlichen Kündigung abzusehen) kündigen/annulieren können.

    Vielen Dank für eure Tipps und Hinweise!

    Daniel
     
Thema: Zu hohe Wärme der Wohnung nicht regelbar
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