Zu wenig Grundsteuer?

Dieses Thema im Forum "Grundsteuer" wurde erstellt von laser, 24.01.2015.

  1. laser

    laser Benutzer

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    Hallo!
    Ich habe den Grundseteuerheranziehungsbescheid für eine kürzlich erworbene Wohnung erhalten.
    Auffällig ist, dass der Betrag deutlich niedriger ausfällt als erwartet (was ja im Prinzip nicht schlecht ist ;) )
    Im Vergleich zu anderen (sogar etwas kleineren) Vergleichswohnungen in der selben Stadt ist die geforderte Grundsteuer um etwa mehr als die Hälfte geringer. Meine Frage: Kann das sein? Oder könnte dem Steueramt evtl. ein Fehler unterlaufen sein?
     
  2. AdMan

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  3. AJ1900

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    Fehler sind immer möglich. War bei mit bei einem ganzen Mehrfamilienhaus so gewesen und das ging über Jahrzehnte, bis es irgend wann mal bemerkt wurde.
    Das Ende vom Lied war, soweit ich mich erinnere, das das Finanzamt 10 Jahre Frist hatte um was nachzufordern.
    Problematisch ist das, wenn es Mietwohnugen sind, da deine Fristen als Vermieter, z.Bsp Grundsteuer vom Mieter nachzufordern ja wesentlich kürzer sind.
    Daher macht es in der Regel keinen Sinn, letztendlich dem Mieter durch einen Fehler des Amtes umlegbare Grundsteuer zu sparen, bei der die Gefahr besteht, das du Sie in einigen Jahren nachzahlen darfst, wenn es auffällt.
     
  4. #3 Bürokrat, 24.01.2015
    Bürokrat

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    Die Grundsteuer B hängt nicht von der Größe der Wohnung ab sondern von der Grundstücksgröße. Des weiteren gibt es natürlich unterschiedliche Faktoren die jede Stadt erhebt.
    Daher sind die Grundsteuern bei grundstücken auf dem Land oft deutlich teurer als in der Stadt weil einfach die Grundstücke normalerweise größer sind und die gemeinden oft auch höhere Hebesätze haben weil sie weniger Möglichkeiten haben Geld zu verdienen als eine Stadt.
     
  5. #4 Venceremos!, 24.01.2015
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    Das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Bemessungsgrundlage ist der Einheitswert.
     
  6. #5 Bürokrat, 24.01.2015
    Bürokrat

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    Ah, mein Fehler... Freilich hängt der auch am Grund...
     
  7. #6 alibaba, 24.01.2015
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    als ich noch jung war , dachte ich immer nur Kneipen und Puffs

    zahlen SchutzGeld :D

    Gruss
    alibaba :D:
    PS:
    alles was man unfreiwillig zahlt und oder ein unter Androhung ausgepresst wird ist Diebstahl ,je nach strukturen der Organisatoren zählt im deutschen Recht
    als gewerbsmässiger Moloch :erschreckt003:
    Früher gab es den Turm da wurden die NichtZahler eingesperrt bei Wasser & Brot :D
    jeder Uli & MillionenMäky tauscht seine ehrlichen Franken in € um ,
    bald mit 28% Gewinn :rauch008:
     
  8. #7 Nero, 24.01.2015
    Zuletzt bearbeitet: 24.01.2015
    Nero

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    Ja, das mit dem Einheitswert als Grundlage ist richtig.

    Entscheidend für die Höhe der Grundsteuer ist jedoch, wie schon gesagt, wie sich eine Gemeinde regional "individuell" nach verschiedenen Kriterien (Objektgröße, Nutzung etc) positioniert.

    Ich weiß jetzt nicht, ob es als Vergleich zwecks Beantwortung der Eingangsfrage behilflich ist, aber hier die aktuelle Steuerfestsetzung unserer ländlichen Gemeinde:

    Grundsteuer B: 135,29 €, Hebesatz: 300 %, Sollbetrag 405,87

    Aber bevor ich einen saftige Nachzahlung riskiere, weil ein möglicher Irrtum doch irgendwann mal auffliegt - würde ich zum Telefon greifen und bei den zuständigen Stellen den Sachverhalt klären.
    Doch ich meine, wenn was zu holen ist, irren Behörden sich selten zu ihren Ungunsten.
     
  9. #8 immodream, 24.01.2015
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    Hallo laser,
    wenn du ernsthaft die Grundsteuer zweier Wohnungen vergleichen willst, mußt du die Einheitswertbescheide vergleichen.
    In diesen Bescheid geht natürlich die Größe der Wohnung, Grundstücksgröße, Baujahr ( mit entsprechender Ausstattung ) und auch die erzielbare Miete mit ein.
    Die Fragen zum Einheitswertbescheid werden meistens beim Neubau des Objektes gestellt.
    Wenn nicht gerade große Umbauten oder Modernisierungen der Behörde bekannt werden, ist das ein Selbstläufer und wurde z. B .auch beim nächsten Erwerber nicht mehr in Frage gestellt.
    Grüße
    Immodream
     
  10. #9 PHinske, 24.01.2015
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    Ich würde es lassen

    laser,

    wenn du den Einheitswertsbescheid vom Finanzamt kennst und du diesen mit dem Hebesatz der Gemeinde multiplizierst, müsstest du auf die korrekte Grundsteuer kommen.

    Nachforschen würde ich nur, wenn mir die Steuer ungeahnt hoch vorkommen würde.

    Wahrscheinlich hat die Steuerhöhe auch mit dem Baujahr zu tun.

    Für meine 90m²-Eigentumswohnung aus den 1980er Jahren zahle ich zB 3 x so viel Grundsteuer wie unser Oberbürgermeister, der ein Grundstück mit Einfamilienhaus aus den 1920er Jahren hat.
    SEINE Grundsteuer hat er im Herbst selbst in der Zeitung genannt, als es um die (angeblich) geringe geplante Erhöhung ging.

    MfG PHinske
     
  11. #10 Nero, 24.01.2015
    Zuletzt bearbeitet: 24.01.2015
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    Wieso muss der Fragesteller die korrekte Steuer selbst ermittteln?
    Und nicht diejenigen, die sie von ihm" korrekt" beanpruchen?

    Bin ich auch jetzt noch für die eventuell mangelhaften Arbeitsergebnisse Dritter verantwortlich?

    Er soll nicht vergleichen - sondern nur beruhigt zahlen oder auch nicht.

    Und bevor es dies tut, sollte er sich ganz einfach mal erkundigen!
     
  12. #11 immodream, 24.01.2015
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    Hallo PHinske,
    Der Oberbürgermeister hat einen auf Basis 1920 ermittelten ,du einen für einen Neubau aus 1980 ermittelten , Einheitswert.
    Grüße
    Immodream
     
  13. #12 Nero, 24.01.2015
    Zuletzt bearbeitet: 24.01.2015
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    Von wem genau kam denn jetzt der Bescheid?

    Das Finanzamt bezieht sich i. d. T. auf den Einheitswert. Anno "Toback" bei mir = 2003!

    Die Gemeinde - darauf abhebend - aber auch , wie zuvor schon gesagt -bis heute u. a. auf andere Belange.

    Und nur diese sind letztendlich - wie vor beschrieben - in der Rechnungsstellung relevant

    Dies meine ich schon deshalb, weil ich nicht das Finanzamt, sondern akut nur ! die Gemeinde in der Grundsteuer B bediene.
    Siehe nochmals mein Info über die aktuelle Rechnung ( 7) zum eventuellen Vergleich.
     
  14. #13 PHinske, 24.01.2015
    PHinske

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    300 % Hebesatz hört sich echt human an.

    Bei uns sind es 670 %.
    Heftig.
     
  15. #14 Nero, 25.01.2015
    Zuletzt bearbeitet: 25.01.2015
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    Ja, aber dann hast Du auch wahrscheinlich auch ein "klein wenig mehr" an Grundstücksgröße als ich zu bieten oder Du wohnst in einer Großstadt mit anderen Bedingungen. (Die Objektgröße bei mir ist nur 330 m2 , aber ohne das dazugehörige Agrarland = Gärten, die recht groß sind.

    Wie auch immer - wenn nur das Finanzamt oder die Gemeinde zuschlägt- dann ist das Mietobjekt rentabel.
     
  16. #15 SingleBells, 25.01.2015
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    Geht doch noch. Bei uns wurde gerade auf 830% angehoben.
     
  17. #16 immodream, 25.01.2015
    immodream

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    Hallo Nero,
    die Höhe des Hebesatzes hat doch nichts mit der Größe des Grundstücks zu tun.
    Diese beeinflußt nur den Einheitswert.
    Den Hebesatz legt die Gemeinde je nach Finanznot fest und gilt dann für alle Immobilien.
    Bei einigen unserer Ruhrgebietsstädte z. B. 660 % .
    Grüße
    Immodream
     
  18. #17 Nero, 25.01.2015
    Zuletzt bearbeitet: 25.01.2015
    Nero

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    Hallo Immodream,

    Größe: Weil ich mir schlussendlich nicht genau erklären konnte, warum es zu solch horrenden Unterschieden, wie geschildert, in der Besteuerung kommt. Die Dimensionen hielt ich dabei für vordergründig.

    Aber grundsätzlich wollte ich dem Fragesteller gegenüber nur eine individuelle Information darüber abgeben, was als niedrig oder hoch empfunden werden kann - je nach Kommune/Gemeinde und v. a. Standort.

    L. G. BM
     
  19. laser

    laser Benutzer

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    Danke an alle für die Antworten!
    Laut Voreigentümer war die Grundsteuer schon immer so niedrig.
    Ich habe mich entschlossen nichts zu unternehmen und die Steuerschuld (lächelnd) zu begleichen.
    :)
     
  20. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Es ist immer wieder interessant, mit welcher Selbstverständlichkeit die Grundsteuer mit der Grundstücksgröße in Verbindung gebracht wird.

    In die Berechnung der Grundsteuer gehen eine ganze Reihe von Werten ein. Die Grundstücksgröße kommt dabei - zumindest für bebaute Grundstücke - allerdings an keiner Stelle vor.
    Das Verfahren fängt mit §76 BewG an. Alles weitere ergibt sich daraus. Man muss sich nur die Mühe machen, die Verweise auch zu lesen.
    In Kurzform:
    Jahresrohmiete (§79 BewG) x Vervielfältiger (§80 BewG) = Grundstückswert (§76 BewG)
    Grundstückswert (§76 BewG) X Steuermesszahl (§15 GrStG) = Steuermessbetrag (§13 GrStG)
    Steuermessbetrag x Hebesatz = Grundsteuer (§25 Abs. 1 GrStG)
     
  21. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Mit der Jahresrohmiete kann ja nicht stimmen. Dann würde kein Eigentümer, der in seinem Eigenheim lebt Grundstücksszeuer zahlen oder liege ich jetzt falsch?
     
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