Zukunftsplanung - wann MFH?

Dieses Thema im Forum "Immobilienmarkt /Investments" wurde erstellt von slandi, 10.07.2015.

  1. slandi

    slandi Benutzer

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    Hallo zusammen!

    Erstmal stelle ich mich kurz vor. Ich bin slandi, 24 Jahre alt und Student.

    Anfang des Jahres habe ich mir eine kleine Wohnung gekauft. Ich werde noch etwa 5-6 Jahre brauchen, bis sie abbezahlt ist. Für mich stellt sich jetzt die Frage, wann es sinnvoll ist, auf ein MFH umzusteigen.

    - Option 1: Direkt nach meinem Studium in 2,5 Jahren. Zu dem Zeitpunkt wird die Wohnung noch nicht abbezahlt sein, dennoch werde ich nach deren Verkauf etwa 60-70.000 Euro Eigenkapital haben. Ich habe bereits einen sicheren Job für die Zeit nach dem Studium in der Tasche, (Nettoeinkommen ca. 3000 Euro Einstiegsgehalt, 5000 Euro nach 7-8 Jahren).

    - Option 2: Erst die Wohnung verkaufen, sobald ich sie abbezahlt habe. Werde mit dem Verkauf (soweit man das eben vorhersehen kann...) voraussichtlich 120-130.000 Euro bekommen. Problem: Ich müsste die Wohnung 3 Jahre vermieten (muss nach dem Studium umziehen). Und m.E. lohnt sie sich für die Vermietung überhaupt nicht (400 Euro Bruttokaltmiete sind wohl realistisch, vielleicht 450; bei 120.000 Euro Kaufpreis).

    Welche Variante ist eurer Meinung nach die sinnvollere? Das "Endziel" ist es, möglichst schnell in den Besitz von Immobilien im Wert von ca. 1-1.5 Mio Euro zu kommen.

    Mir ist natürlich klar, dass ich damit sehr weit in die Zukunft plane. Aber ich glaube, das ist bei so einem Ziel auch notwendig, sonst erreicht man es vermutlich nie...

    Vielen Dank im Voraus für eure Ratschläge!
     
  2. AdMan

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  3. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Schließe einen oder mehrere Mietverträge über Immobilien deiner Wahl ab - und schon bisst du Besitzer dieser Imobilien.

    Mehr aus persönlicher Neugierde: Hast du als Student ein entsprechendes Einkommen? Bzw. von welchem Geld bezahlst du die Wohnung ab?
     
  4. #3 slandi, 10.07.2015
    Zuletzt bearbeitet: 10.07.2015
    slandi

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    Gut, Eigentümer. Ich bin mir sicher, dassdu genau verstanden hast, was ich gemeint habe. Scheinst ja ein kluger Kopf zu sein.

    Ich habe etwa 20.000 Euro Eigenkapital investiert. Zudem verfüge ich über ein Einkommen von insgesamt 1900 Euro monatlich durch mehrere Nebenjobs und 400 Euro Unterstützung meiner Eltern.

    Außerdem beteiligt sich mein Partner, mit dem ich gemeinsam hier lebe, mit 600 Euro monatlich. So kommen wir zusammen auf 2500 Euro, wovon wir monatlich 1600-1700 Euro in die Wohnung stecken. Warum ist das so interessant? ;)

    Vielleicht hast du ja nun auch einen Ratschlag für mich, ich würde mich sehr darüber freuen.
     
  5. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

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    Mhh, hallo erst mal. Ehrlich gesagt, wäre ich heute Student, und hätte nach Abschluß ein ordentlichen Gehalt sicher, würde ich mir nicht unbedingt eine Immobilie zwecks Vermietung ans Bein binden, jedenfalls nicht wenn ich damit Geld verdienen wollen würde.
    Ansonsten wäre ich grundsätzlich skeptisch wenn dir hier jemand raten sollte, wie du "möglichst schnell" Millionär wirst.
    Der absolut schnellste Weg in den Besitz von Immobilien im Wert von 1-1,5Mio € zu kommen ist zur Bank zu gehen und sich bis unter die Hutkrempe zu verschulden, so du denn einen Kredit bekommst.
    Soweit so einfach.
    Leider geht der Spaß dann aber mit nörgelden Mieten, kaputten Dächern, tropfenden Rohren, verstopften Toiletten, Abrechnungen, Umrechnung, hin und her Rechnungen usw. usw. dann erst los.
    Willst du das wirklich? Mein Rat wäre bei der ersten Immobilie:
    Kaufe am besten das, was du mehr oder weniger gut in bar bezahlen kannst, sprich der Eigenkapitalanteil sollte möglichst groß sein.
    Alles andere ist leider oft wirklich ein Tanz auf der finanziellen Rasierklinge, und das über Jahre oder Jahrzehnte.
     
  6. slandi

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    Danke für deine schnelle Antwort, AJ1900.

    Genau das ist ja meine Überlegung. Ich hoffe, du hast mich nicht missverstanden - ich spreche von einem Zeitraum von etwa 30 Jahren. In 10 Jahren werden wir beide ein gemeinsames Nettoeinkommen von 6-7000 Euro haben (zum Glück sind unsere angestrebten Berufe da relativ Planungssicher =) ).
    Deswegen glaube ich, dass das durchaus ein realistisches Ziel ist.

    Meine erste Immobilie kennst du ja bereits: Derzeit 120.000 Euro wert, bei Vermietung bringt sie etwa 400 Euro Nettokaltmiete. Wenn ich ohne Wertsteigerung plane, habe ich also in 3 Jahren ca. 60.000 Eigenkapital, in 6 Jahren 120.000 Euro.

    Wenn ich dich richtig verstehe, würdest du also erstmal diese Wohnung abbezahlen, anschließend verkaufen und erst dann den Schritt zu einem Mehrfamilienhaus wagen?

    Ich bin mir ja im Moment selbst noch unschlüssig. Aber in den 3 Jahren Differenz gehen mir natürlich die Mieteinnahmen durch die Lappen, die ich beim Kauf eines Mehrfamilienhauses mehr hätte.
     
  7. Andres

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    Aus deiner Beschreibung schließe ich, dass du die Wohnung selbst nutzt. Kannst du das bitte kurz bestätigen oder korrigieren?


    Grundsätzliches Problem: Dieser ganze Kauf und Verkauf von Immobilien ist immer wieder mit Nebenkosten verbunden, die letztendlich nur Eigenkapital vernichten. Wenn ich eine Immobilie nach gerade einmal 3 Jahren Haltedauer wieder verkaufe, spekuliere ich entweder auf die (explosive) Wertentwicklung oder ich habe etwas falsch gemacht. Selbst sehr sparsame 5 % NK sind sonst nämlich ein massiver Klotz am Rendite-Bein.


    Der Verkaufsgewinn wäre dann steuerpflichtig. Das muss nicht sein.

    Jedenfalls wäre das kein Objekt, dass ich für eine Vermietung kaufen würde.


    Zur Vermietung? Dann würde ich baldmöglichst aus ETW herauskommen und auf MFH umsteigen, aber dazu wirst du unterschiedliche Meinungen finden. Allgemein sollte der Kauf von Immobilien viel langfristiger ausgerichtet werden.
     
  8. AJ1900

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    Na ja klar, oder die geht 3 Jahre der Verlust durch die Lappen, die du mit einem Mietobjekt ebenso ohne Probleme einfahren kannst. Wie gesagt, gekauft ist das schnell, aber dann geht der Tanz doch erst los. Wer verkauft schon bitte eine Immobilie die nicht oder noch nicht defizitär ist?
    Eigentlich müsstest du davon ausgehen, das du derjenige sein wirst der erst mal modernisieren oder erneuern darf.
     
  9. slandi

    slandi Benutzer

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    @Andres: Ja, wir nutzen die Wohnung selbst. Wir haben sie auch nie mit dem Ziel einer langfristigen Vermietung gekauft, sollten wollten sie bis zum Ende meines Studiums selbst bewohnen. Mit ca. 5% Kaufnebenkosten (etwa 6000 Euro) kommst du übrigens recht genau hin. Allerdings sparen wir uns in diesen 3 Jahren im Gegenzug locker 12000 Euro Miete, deswegen hat es sich auch gelohnt, wenn wir die Immobilie zum gleichen Preis wieder verkaufen, wie wir sie gekauft haben. Außerdem steckt dahinter auch ein psychologischer Trick wenn du so willst: Ohne den Kauf dieser Wohnung hätten wir niemals so eisern gespart, so haben wir uns in gewisser Hinsicht selbst ausgetrickst ;)

    Wieso ist der Verkaufsgewinn steuerpflichtig? Wenn ich die Immobilie selbst mindestens 2 Jahre bewohnt habe, kann ich sie doch steuerfrei verkaufen? Oder habe ich da irgendwas grundlegend falsch verstanden?

    Der Kauf des Mehrfamilienhauses soll natürlich langfristig ausgerichtet sein. Diese Wohnung hier war aber tatsächlich nur als Übergangslösung gedacht, damit wir uns schon als Studenten ein ordentliches Startkapital für etwas Größeres zusammensparen können. Hätte mir auch gleich ein Mehrfamilienhaus gekauft, aber dafür bekommt man als Student natürlich keinen Kredit ;)

    @AJ1900: Ich verstehe deinen Einwand, aber wenn ich so denke, dürfte ich mir ja nie ein MFH zulegen! Dieses Problem habe ich ja immer. Oder willst du damit andeuten, dass es sinnvoller ist, eins zu bauen? Davor schrecke ich etwas zurück, weil die Investition doch deutlich höher ausfällt als bei einer "gebrauchten" Immobilie, ohne dass das durch ausreichend höhere Mieten ausgeglichen wird.
     
  10. #9 Newbie15, 10.07.2015
    Newbie15

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    Naja, das würde ich mal anzweifeln. Wie hier schon steht, werden gebrauchte, gut vermietete Immobilien, die rentabel sind, i.d.R. nicht verkauft (bzw. dann nur über Kontakte). Das, was du auf dem "Gebrauchtmarkt" bekommst, sind dann entweder bereits aufwändig sanierte MFH, die ebenfalls Neubaupreis haben, weil jemand an der Sanierung Geld verdienen wollte, oder aber, und das wird der Regelfall sein, mehr oder weniger stark renovierungsbedürftige Objekte, deren Sanierungskosten ebenfalls, zusammen mit dem Kaufpreis, Neubaupreis erreichen werden. Verschenkt wird nämlich nichts. Dazu bekommst du dann aber "gratis" nicht selten Uralt-Mietverträge, die du nur ganz langsam anheben kannst, im Gegensatz zum Neubau, wo alles auf 0 steht.

    Ich will nicht sagen, dass ich Neubauten grundsätzlich als besser erachte, da spielen so viele Faktoren eine Rolle, aber das "Investition deutlich höher" ist in aller Regel nicht so. Zumal bei Neubauten oft auch die Erwerbsnebenkosten geringer ausfallen, weil die ja dann (von Bauträgerkomplettkäufen abgesehen) sich nur auf das Grundstück beziehen. Gerade bei MFH macht das einen erheblichen Unterschied (oftmals kleines Grundstück in Relation zu Wohnfläche).
     
  11. slandi

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    Hm, verstehe. Noch ein Grund, der mich vom Neubau abhält ist folgender: Ich habe in meiner Wohngegend die Erfahrung gemacht, dass Wohnungen in Innenstadtlage (oder -nähe) oft wesentlich schneller vermietet werden als außerhalb. Ein Neubau in der Innenstadt ist ja im Grunde nicht möglich. Ist dann nicht mehr Leerstand weiter außerhalb zu befürchten?

    Was sagen denn die Mehrfamilienhausbesitzer unter euch? Habt ihr tatsächlich überwiegend neu gebaut?

    Ich habe auch darüber nachgedacht, ob es nicht u.U. günstiger wäre, ein Fertig-Mehrfamilienhaus hinzustellen. Oder sind da inzwischen die Baukosten genauso hoch wie bei einem Massivhaus?

    Das mit den Kaufnebenkosten leuchtet mir jedenfalls ein, soweit habe ich noch gar nicht gedacht.
     
  12. Andres

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    Gibt es 0 %-Finanzierung jetzt auch für Immobilien? Da fehlt was ...


    Ok, das musst du selbst wissen. Bei ehrlicher Gesamtabrechnung würde es mich trotzdem sehr wundern, wenn sich durch die Wohnung euer Vermögen vergrößert hätte.


    Hast du. Die Steuerbefreiung gilt in drei (nicht vollständig disjunkten) Fällen:
    1. Du hast die Wohnung ausschließlich selbst genutzt.
    2. Du hast die Wohnung im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangehenden Jahren selbst genutzt.
    3. Zwischen Anschaffung und Veräußerung liegen mehr als 10 Jahre.
    Wie du siehst, trifft im Moment nur 1. zu. In 2,5 Jahren träfe dann 1. und 2. zu. Vermietest du die Wohnung im Anschluss, trifft bis zum Schluss des Kalenderjahres noch 2. zu, danach gar nichts mehr - ab jetzt wäre ein Veräußerungsgewinn steuerpflichtig. Das ändert sich erst wieder, sobald 3. eintritt.


    Wenn man so denken würde, dürfte sich niemand mehr ein MFH kaufen. Ganz nebenbei gibt es natürlich solche Objekte auf dem Markt, nämlich dann, wenn jemand sein Vermögen versilbern möchte. Ob das dann ein geeignetes Kaufobjekt ist oder ob man nicht doch lieber ein Haus kauft, in das man zeitnah noch weiter investieren muss, das dafür aber in einem ganz anderen Preissegment spielt, wäre eine andere Frage.

    Neubau ist auch eine Option - aber nicht für Einsteiger. Die unternehmerischen Risiken einer Vermietung genügen für den Anfang. Man muss sich nicht auch noch sämtliche Risiken eines Bauherrn aufladen.
     
  13. #12 slandi, 10.07.2015
    Zuletzt bearbeitet: 10.07.2015
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    Hallo nochmal und danke für die Rückmeldung!

    Zu meiner jetzigen Wohnung: Ich zahle in dem Zeitraum durchschnittlich ca. 100 Euro Zinsen monatlich, entspricht etwa 3000 Euro in 2,5 Jahren. Hinzu kommt Instandhaltungsrücklage von 1500 Euro und Kaufnebenkosten 6000 Euro.

    Macht ein Plus von 1500 Euro in 2,5 Jahren ohne Wertsteigerung. Ist sicherlich nicht viel, das ist mir bewusst, aber es ist auf keinen Fall ein Draufzahlgeschäft. Und dafür stehe ich am Ende meines Studiums mit 60.000 Euro da - wer tut das sonst schon? Hinzukommt, dass der Wert der Wohnung ja durchaus auch noch ein bisschen steigen könnte, zumal Siemens nur wenige Kilometer entfernt massiv aufstocken wird in den nächsten Jahren.

    Was die Steuer beim Verkauf angeht: Das schockiert mich jetzt tatsächlich etwas, eigentlich dachte ich, ich hab mich gründlich informiert. Aber gut, da hab ich eben nicht gründlich nachgedacht. Ist das aber wirklich ein Grund, früher zu verkaufen? Die Steuern zahle ich doch nur auf die Differenz zwischen ursprünglichem Kaufpreis und dem Verkaufspreis, oder? Das dürfte ja dann nicht die Welt ausmachen... Oder habe ich auch das falsch verstanden?
     
  14. Andres

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    ... und diese Lücke schließe ich mit einer anständigen Verzinsung des Guthabens, das sich ansonsten durch Sparen (und ein ggf. zu Beginn vorhandenes Eigenkapital) aufgebaut hätte. Ich will dir deine Wohnung nicht schlechtreden - dafür ist das Endergebnis zu gut:

    Das ist nämlich richtig. Nur mache ich das ja auch nicht erst seit gestern und habe eine grobe Vorstellung, wo am Ende das Geld bleibt.


    Entweder früher (1.) oder später (3.). Das Ende der Finanzierung wäre jedenfalls kein guter Zeitpunkt. Ein früherer Ausstieg könnte problematisch werden, weil die Bank dann noch eine Vorfälligkeitsentschädigung für den Kredit kassiert. Es hat schon seine Gründe, dass man als übliches Ausstiegsszenario bei Immobilien mit einem Verkauf nach 10 Jahren rechnet.


    Nein, das hast du schon richtig verstanden. Nur zahlst du damit eigentlich Steuern auf die Inflation (die die Wertentwicklung einer Immobilie unter sonst unveränderten Umständen meist ausgleicht) und verringerst deinen Gewinn unnötig, wenn sich der Wert der Immobilie doch unerwartet gut entwickelt hat. Nicht vergessen: Zu diesem Zeitpunkt zahlst du mit dem zu erwartenden Gehalt einen ziemlich stattlichen Grenzsteuersatz.

    Diese Chance - es ist im Immobilienbereich so etwas wie der Hauptgewinn, weil die Renditen, die auf diese Art manchmal erzielbar sind, niemals in der Bewirtschaftung zu erzielen wären - würde ich mir unbedingt erhalten wollen.
     
  15. #14 alibaba, 10.07.2015
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    riiichtig , endscheident ist jedoch der NotarVertrag /Datum der zeichnung bei der 10 Jahresfindung :D

    Gruss
    alibaba :D
     
  16. AJ1900

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    Eigentlich wollte ich damit nur ausdrücken, das der Eigenkapitalanteil, besonders beim ersten Objekt, möglichst hoch sein sollte. Und du solltest auf jeden fall noch Reserven haben um mal wenigstens das zu machen was nötig ist um die Mieteinahmen zu sichern.
    Ansonten sollte man eben auf der lauer liegen und sich nicht unter Druck gesetzt sehen nun was zu kaufen, wo schon der Vorbesitzer draufgezahlt hat.
    Für dich, denke ich mal, sollte es ein Objekt in halbwegs seriösem Zustand sein, zu einem halbwegs seriösen Preis. Das zu finden dürfte allerdings schon mal gar nicht so einfach werden, denn das suchen ja wohl alle.
     
  17. slandi

    slandi Benutzer

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    Denkst du nicht, die Bank würde da mitspielen, wenn ich im Gegenzug einen viel höheren Kredit zu einem vermutlich höheren Zinssatz aufnehme (Glaube kaum, dass ich in 3 Jahren für mein MFH nur noch 1,5% zahle). Das war jedenfalls mein Gedanke dabei, für die Bank wäre das doch ein super Geschäft.

    Um es jetzt mal auf den Punkt zu bringen: Es müsste doch vernünftiger sein, die Wohnung dann gleich nach dem Studium zu verkaufen. Auf die Mieteinnahmen würde ich dann ja auch Steuern zahlen, bis die 10 Jahre rum sind. Und da ich dann ja kaum noch Zinsen zahle, habe ich auch nix zum Absetzen.

    Nur: Dann gleich MFH kaufen mit 60.000 Eigenkapital? Ist das realistisch? 500.000 Euro sollten es beim ersten Haus schon sein eigentlich.

    Dass es immer gut ist, wenn das Eigenkapital so hoch wie nur möglich ist, leuchtet sicher jedem ein. Aber was heißt so hoch wie möglich für dich? 30%, 60%? Es ist natürlich schwer, sich etwas aufzubauen, wenn man erstmal 300.000 Euro zusammensparen müsste.

    Wie habt ihr das denn alle gemacht? Hattet ihr so ein hohes Einkommen? Habt ihr vielleicht geerbt? Oder habt ihr erstmal mit mehreren Wohnungen angefangen, bis genug Geld für etwas Größeres da war?
     
  18. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Bist Du Dir sicher, dass da nicht der Grundbucheintrag gilt, oder gar dann noch das Jahr dazu zählt, in dem Du eingetragen wirst?

    Weißt Du zufällig, wann die drei Jahresfrist für Investitionen endet?
     
  19. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    die Wohnung ist für Euren Zweck schon einmal gut, auch wenn sie sehr teuer ist. Die Frage ist doch, was wollt Ihr für ein MFH kaufen. 3, 5 oder gar 10 WHG

    Wir haben angefangen mit einem kleinen Grundstück, 1 Wohnung drauf, für 360€ Kalt vermietet. Das war nicht teuer. Das haben wir Bar bezahlt und selber umgebaut. Weiter gespart, kleines MFH gekauft 3WHG. Bar gezahlt. Muss viel gemacht werden, jetzt sind die 3 Jahre bald um, jetzt investieren wir die angesparte Miete. Dann weiteres mit 5 WHG mit Hilfe der Bank. Das ist wesentlich einfacher, weil mehr rein kommt. Größer würde ich nie gehen. Halte es überschaubar, sonst bist Du in der Zwangsversteigerung. Man muss nicht ein super großes Objekt kaufen. Streue lieber weit, wie es Investmentfonds machen. Als kleiner Tip von mir. Du planst von 30 Jahren. Wie schnell kann sich die Wohngegend oder das Umfeld negativ ändern. Abwanderung junger Leute, das solltest Du alles Bedenken.
     
  20. Andres

    Andres
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    Möglich, aber nicht sicher. Außerdem legt dich das bei der nächsten Finanzierung auf genau diese eine Bank fest.


    Sollte sich dein Einkommen wie geschrieben entwickeln, wäre das tatsächlich besser. Noch besser wäre es gewesen, die Finanzierung der aktuellen Wohnung gleich etwas anders zu planen, aber das ist nun nicht mehr zu ändern.


    Zumindest aktuell wirst du für jede Finanzierungsidee, und wenn sie noch so dämlich ist, irgendeine Bank finden. Ich bleibe bei meinen bewährten Quoten: Keinesfalls mehr als 80 % finanzieren, möglichst weniger als 60 %.


    Auch nur begrenzt. Mal davon abgesehen, dass nur sehr wenige Leute ein komplettes Objekt bar zahlen können, kann man oft mit ein wenig zusätzlichem Kapital leicht ein viel besseres Objekt kaufen.


    Das zwar auch, aber von beidem wäre ich nie so weit gekommen. Klein anfangen, rechtzeitig Erfahrungen in einer finanziellen Größenordnung sammeln, die einen nicht ruiniert, Objekte nicht unbedingt im besten Zustand kaufen, aber unbedingt auf einen sehr guten Preis achten. Alte Kaufmannsregel: Im Einkauf liegt der Gewinn. Und am Ende steckt viel eigene Zeit in der ganzen Sache ...
     
  21. slandi

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    Stimmt, aber die Wohnung hat uns sehr gut gefallen und wir fühlen uns hier pudelwohl. Dass sie nicht günstig ist, war uns vorher schon klar :)

    Ich dachte so an 5-6 Wohnungen. es sollte jedenfalls mindestens 2000 Euro Kaltmiete ergeben.

    Das weiß ich, deswegen sollte das Objekt in einer größeren Stadt liegen (am besten mit Uni). Das Risiko ist zwar immer da, aber da ist es trotzdem wesentlich überschaubarer als auf dem Land. Das erkauft man sich aber natürlich oft mit einer geringeren Rendite...

    Deine Taktik, sich von klein nach groß zu arbeiten, ist natürlich sehr vernünftig. Nur glaube ich nicht, mein Ziel so schnell genug erreichen zu können. Mir geht es nicht darum, in Saus und Braus zu leben wenn ich älter bin oder ein kleines Vermögen für meine Nachkommen aufzubauen. Vielmehr will ich genug haben, um in 30 Jahren von der Miete leben zu können und nicht mehr arbeiten zu müssen.

    Was mir bei einem vernünftigen Angebot nichts ausmachen würde. Zum jetzigen Zeitpunkt war diese Bank unschlagbar, alle anderen Banken haben mir Zinssätze von 2,5% aufwärts angeboten. Aber da ich nicht in die Zukunft schauen kann, heißt es abwarten.

    Das Einkommen wird sich definitiv so entwickeln. Ich habe einen Arbeitsvertrag unter Dach und Fach, und da ich nach Tarif bezahlt werde gibt es daran auch nichts zu rütteln. Es wird eher etwas mehr als weniger werden. Ich habe auch lange überlegt, ob ich es so machen soll oder doch nur 3 Jahre Zinsbindung. Da sich aber z.B. aus gesundheitlichen Gründen das Ende des Studiums immer mal verzögern kann, war mir das zu riskant.

    Ich nehme an, du meinst nach Abzug der Kaufnebenkosten? Da würde ja dann nicht mehr allzuviel übrig bleiben. Mehr als 250.000 Euro ist dann ja nicht drin, und dafür bekomme ich in einer guten Lage wohl kein MFH.


    Eine andere Variante, die mir noch im Kopf rumspukt, ist folgende: Statt MFH mehrere Dachgeschoss(!!)Wohnungen. Die sind zwar im Kauf eher etwas teurer, dafür bringen sie (zumindest hier bei mir) aber auch deutlich mehr Miete pro qm. Der große Vorteil an der Sache in meinen Augen: Wegen der viel geringeren Fläche (wegen den ganzen Schrägen) muss man wesentlich weniger in die Rücklagen einzahlen und würde auch bei eventuellen Reparaturen weniger belastet werden. So ist es zumindest bei unserer jetzigen Wohnung, dadurch bin ich überhaupt erst auf die Idee gekommen.

    Was haltet ihr von dem Gedanken?
     
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