Zum Thema Restmüll / Mülltrennung

Diskutiere Zum Thema Restmüll / Mülltrennung im Kantine Forum im Bereich Off-Topic; In einem meiner Anwesen gibt es bei der Mülltrennung und dem damit verbundenen Restmüllaufkommen massive Probleme. Normalerweise ist das keinen...

  1. #1 ehrenwertes Haus, 29.09.2018
    ehrenwertes Haus

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    In einem meiner Anwesen gibt es bei der Mülltrennung und dem damit verbundenen Restmüllaufkommen massive Probleme.

    Normalerweise ist das keinen Gedanken Wert, da man Müllgebühren ja auch Mieter umlegen kann... theoretisch...

    Praktisch musste ich Mietverträge übernehmen mit All-Inklusiv-Mieten mit nicht anpassbarer NK-Pauschale.

    Bei vernünftigen Mietern, die ihren Müll trennen,auch kein sooo großes Drama, aber bei exzessiv nicht trennenden Müllproduzenten geht das dann doch ganz gut ins Geld.

    Mieterbezogene Mülltonnen sind nicht möglich, Müllgemeinschaft für die Müllabholung pro Anwesen ist zwingend von den Abfallbetrieben und der Stadt vorgeschrieben.

    Die Müllbehälter wurden wiederholt wegen Fehleinwürfen nicht abgeholt. Da der Mietermüll in mein Eigentum übergeht, sobald er in der Tonne landet, darf ich der Depp sein, der nachsortiert bzw. jemand damit beauftragt. Natürlich von meiTaschengeld.

    Eine kleine Müllmengenerfassungsanlage scheidet aus, weil das baurechtlich nicht drin ist.

    Kameraüberwachung ist nicht erlaubt, weil ein Teil der Mieter das ablehnt. Sind natürlich alles Müll(schein)heilige, wenn sie darauf angesprochen werden.



    Daher hätte ich gerne eure Meinungen zu folgendem Gedankengang:

    - jede Mietpartei erhält von mir gestellte, wohnungsbezogene abschließbare Müllbehälter (z.B. Windeltonnen), Generalschlüssel dafür beim HM
    - diese "privaten" Müllbehälter werden an Stelle der Gemeindemüllltonnen für die Mieter frei zugänglich aufgestellt
    - vor der Leerung werden die "Mietertonnen" vom HM in die Gemeindetonnen umgefüllt, Ausnahme Mietertonnen mit nicht getrenntem Müll
    - Mietertonnen die unsortierten Müll enthalten müssen dann entweder von den Mietern selbst nachsortiert werden oder kostenpflichtig vom HM



    Ich weiß, dass kostenpflichtiges Nachsortieren von Fehleinwürfen zulässig ist.

    Bisher ist das nur ein Gedankenspiel und auch noch nicht zu Ende gedacht.
    Ich hätte aber gerne eure Meinungen, wo meine Denklücken, Denkfehler oder eure rechtlichen Bedenken liegen.
    Alternative Vorschläge sind auch willkommen.
     
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  3. #2 Immofan, 29.09.2018
    Immofan

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    Ich habe selbst keine Idee, finde aber Deine garnicht so schlecht.

    Ich frage mich aber wo rechtlich der Unterschied sein soll zwischen Kameraüberwachung und persönlichen vom Hausmeister kontrollierten Tonnen. Letztlich sieht in beiden Fällen ein Fremder was im Müll landet.
     
  4. #3 ehrenwertes Haus, 29.09.2018
    ehrenwertes Haus

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    Der Unterschied liegt im Recht am eigenen Bild. Daher braucht man für eine Kameraüberwachung die Zustimmung aller Mietparteien.
     
  5. Andres

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    Bei den "All-inclusive"-Mietern ist eben die Frage, ob die zusätzliche Arbeit des Hausmeisters insgesamt gesehen wirklich eine günstigere Lösung ist. Das kann ich mangels Erfahrungswerten nicht beurteilen. Ansonsten fallen mir zumindest im Moment keine Probleme ein.


    Kameraüberwachung hat immer auch "Beifang".
     
  6. #5 ehrenwertes Haus, 30.09.2018
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    In diesem Fall ja.
    Über die deutlichen geringeren Müllgebühren bei durchschnittlicher Restmüllmenge, wäre mehr als ein zusätzlicher Hausmeister bezahlt.
     
  7. #6 ehrenwertes Haus, 30.09.2018
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    Hat Jemand eine Idee, ob man als VM die Annahme unsortierten Mülls überhaupt verweigern darf?
    Genau das wäre ja ein "zurück an den Mieter zum Nachsortieren".
     
  8. Andres

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    Keine Quelle, nur meine Meinung: Mülltrennung ist eine Nebenpflicht aus dem Mietvertrag. Insbesondere kann der Mieter nicht verlangen, dass der Vermieter Teilnehmer seiner Ordnungswidrigkeit nach dem KrWG wird. Vor allem für die Mieter, die den Müll richtig trennen, sollte eben kein unverhältnismäßiger Aufwand entstehen.

    Ich frage mich gerade, ob die Hardcore-Müllverweigerer ihr Zeug dann einfach im Treppenhaus auskippen. Irgendwann wird man wohl doch herausfinden müssen, wer die Verursacher sind ...
     
  9. #8 ehrenwertes Haus, 30.09.2018
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    Möglich...

    Hardcore umerziehen ist schwierig und langwierig...und endet meist mit einem Umzug.

    Sollte aber einer der Hardcores auf diese Idee kommen, kann mandamit eine allg. Videoüberwachung der Gemeinschaftsräume gerichtlich durchsetzten. Kerngedanke der Begründung ist dann Gesundheitsgefährdung evt. sogar Gefahr für Leib und Leben der Hausbewohner.
    Flucht und Rettungswege müssen ja frei sein, unsortierter Müll lockt Ungeziefer an, Störung Hausfrieden usw.
    Das habe ich schon mal mit einem der hier zuständigen Richter inoffiziell angedacht.

    Vorsätzlich und wiederholt wäre das ja auch ein harter Kündigungsgrund und ich nicht traurig über den "Verlust" bestimmter Mieter.
     
  10. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Ich gehe davon aus, dass der Vermieter den Müll gar nicht "annimmt" (oder annehmen muss).
    Der Vermieter stellt ja nur die Entsorgung zur Verfügung (und reicht die Kosten im der Regel im Rahmen der Betrieskostenabrechnung an den Mieter weiter).
    In diesem Gedankengang kommt sowas wie Mülltrennung, Müllvermeidung, Verschwendung etc. nicht vor.

    Wenn der Mieter Müllentsorgung (mit-)gemietet hat, hat er auch einen Anspruch darauf.
    Der Mieter hat m. E. Müllentsorgung (mit-)gemietet, also muss der Vermieter dafür sorgen, dass der Müll entsorgt wird. Was das kostet, interessiert in diesem Gedankengang nicht.
     
  11. Duncan

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    wobei ich davon ausgehe, dass der Mieter sich an die örtlich gültigen Gesetze, Verordnungen und Vorschriften zu halten hat...
    Schadenersatz aus Verletzung nebenvertraglicher Pflichten halte ich nicht für ausgeschlossen - sprich Tragung der zusätzlichen schuldhaft verursachten Kosten...
    Könnte man mal den Mietern erläutern, dass da gerade die "Rechtsabteilung" dran sitzt und gedenkt ihr Geld zu verdienen und ggf. Klage zu erheben...

    @taxpert: kann man Pokerkosten als Ausgaben zur Vermietung geltend machen? Man hat da ja immerhin was gelernt was der Vermietung zu Gute kommt...
     
  12. #11 ehrenwertes Haus, 30.09.2018
    ehrenwertes Haus

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    Nein, da hast du einen Denkfehler.

    Sobald Müll in die Behälter eingeworfen wird, gehört (im Sinn von Eigentum) demjenigen, der die Behälter bereit gestellt hat. Hier dem VM.
    Der Müllabfuhr gehört der Inhalt sobald ein Mitarbeiter von der Müllabfuhr seine Hand an der "Tonne" hat.

    Das Thema ist für mich ja nicht neu und ich habe mich mit dem Eigentumsübergang dabei schon zangsweise beschäftigen "dürfen".
    Irgendwo im Netz gibt es auch ein Urteil zum Thema Nachsortieren von Müll von Mietern und da wird das (wenn ich mich recht erinnere) ganz gut erklärt.


    Das stimmt, sofern der Müll entsprechend der gesetzlichen Vorgaben + evt. Besonderheiten der Gemeinden getrennt wurde.
    Mülltrennung ist nicht nur vertragliche Nebenpflicht, sondern jeder Bürger ist dazu vom Gesetzgeber verpflichtet worden.
    Gegen diesen Part der Verpflichtung habe ich auch nichts einzuwenden.


    Was aber nicht eingeschlossen ist, ist das Restmüllvolumen und damit auch die Müllgebühren künstlich in die Höhe zu treiben.
    Einer meiner Ex-Hardcores hat z.B. nachweislich! aus Kartons Türmchen gebaut in den Müllbehältern (ähnlich wie Kleinkinder mit Bauklötzchen).
    Das kam auch bei einer Räumungsklage zum Vortrag, samt Videobeweis (von einem netten Hausbewohner erstellt) und wurde als Schikane gewertet, weil nach seinem Türmchenbau 1 Altpapierkontainer fast voll war, dieser Mieter aber Miete kürzte u. A. wegen angeblich unzureichenden Müllbehältern.
     
  13. dots

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    Gibt's zu diesen ominösen "gesetzlichen Vorgaben" und "evt. Besonderheiten der Gemeinden" irgendwas zum Nachlesen für mich? Vielleicht beispielhaft für (irgend)eine Gemeinde?
     
  14. #13 ehrenwertes Haus, 30.09.2018
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  15. #14 immodream, 30.09.2018
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    Hallo ehrenwertes Haus ,
    deine Probleme mit der Mülltrennung kenne ich ja auch zu genüge.
    Gottseidank habe ich alles neuere Mietverträge, wo die Mieter die tatsächlichen Nebenkosten bezahlen müssen.
    Die Masse der Mieter gibt sich Mühe , aber einige Dreckschweine sind immer darunter.
    Ich hänge dann öffentlich ein Schreiben aus ( hab ich bereits abgespeichert ), das mich die falsche Sortierung nicht stört und ich dann einfach die kostenfreien Mülltonnen für gelben, blauen und braunen Müll wegen Fehlbefüllung abbestellen werde und diese durch die kostenpflichtigen grauen Tonnen ersetzen werde. Die Mehrkosten schreib ich auch dabei.
    Und dann geht der gegenseitige Erziehungsprozess , wie sortiere ich den Müll richtig , los.
    Das hat auch schon öfters dazu geführt , das den Drecksäcken die fehlbefüllten Müllsäcke wieder vor die Tür gelegt wurden oder auch schon mal lauthals das gemeinsame Müllsortieren geübt wurde.
    Meine "Hausmeister Krause Typen " sind da inzwischen sehr durchsetzungsstark.
    Du hast das Problem, das natürlich die Mieter mit den Altverträgen nicht zur Kasse gebeten werden können.
    Aber die ordentlichen Mieter müssten ja den Mehraufwand für nachsortieren oder die Umstellung auf nur Restmülltonnen mit bezahlen.
    Und da kannst du die doch gegeneinander ausspielen und das gleiche hässliche Schreiben wie ich es gemacht habe, unter die Mieter bringen.
    Viel Erfolg
    Immodream
     
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  17. Andres

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    Hier lehnt die Müllabfuhr aber die Abholung des Restmülls ab, was man - ganz nebenbei bemerkt - auch erst einmal schaffen muss, denn die Motivation, den Restmüll zu filzen, hält sich dort doch in engen Grenzen.
     
  18. #16 immodream, 30.09.2018
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    Hallo Andres,
    die Abholung des Restmülls ( bei uns graue Mülltonnen ) wurde bei meinen Objekten gottseidank noch nie verweigert.
    Grüße
    Immodream
     
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