Zur Miete, zzgl. Küche....

Diskutiere Zur Miete, zzgl. Küche.... im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo alle zusammen, ich habe meine Eigentumswohnung saniert und renoviert. Zusätzlich habe ich diese Wohnung mit einer neuen Küche ausgestattet...

Lily7

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Hallo alle zusammen,
ich habe meine Eigentumswohnung saniert und renoviert.
Zusätzlich habe ich diese Wohnung mit einer neuen Küche ausgestattet, die ich zzgl. extra zur Miete dazurechne.
Mittlerweile glaube ich fast, dass das ein Fehler war und das dies Nachteile für mich als Vermieter hat.
Wie regelt ihr sowas?
LG
 

ehrenwertes Haus

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Wie regelt ihr sowas?

Sanierung, Renovierung, vermietete Kücheneinrichtung oder meinst du was ganz anderes?
Warum meinst du einen Fehler gemacht zu haben?
 

Lily7

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Hallo,
normalerweise ist in der Kaltmiete die Küche mit einkalkuliert.

Ich habe die Kaltmiete angegeben und zzgl. die Küche extra aufgelistet.
Das bedeutet, wenn ich die Küche dazu vermiete auch für sämtliche Reparaturen aufkommen muss?
 

Andres

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normalerweise ist in der Kaltmiete die Küche mit einkalkuliert.

Ich habe die Kaltmiete angegeben und zzgl. die Küche extra aufgelistet.

Insbesondere das mache ich nicht, genauso wie ich keine separaten Preise für einen Stellplatz ausweise, keine Miete je m² (außer in Mieterhöhungsverlangen bzw. allgemein nur, wenn ich muss) und das alles mit der gleichen Logik: Ich vermiete nicht eine Wohnung und dann noch eine Küche, ich vermiete keine einzelnen Quadratmeter, ... - ich vermiete diese Wohnung in dieser Ausstattung zu diesem Preis. Alles andere führt nur zu seltsamen Diskussionen und Erwartungen bei den Mietern, z.B. dass man diese Bestandteile irgendwie einzeln kündigen könnte, dass die Küche nach X Jahren "abbezahlt" wäre, womit sich der Vermieter angeblich die Taschen vollmacht, ...


Das bedeutet, wenn ich die Küche dazu vermiete auch für sämtliche Reparaturen aufkommen muss?

Spätestens wenn eine Küche mitvermietet wird (und eigentlich schon viel früher) hat man eine Kleinreparaturklausel im Vertrag. Die sollte dann schon einmal die üblichen "Verdächtigen" bei Griffen, Knöpfen, Scharnieren usw. abdecken, insbesondere wenn man keine zwei linken Hände hat, in der Nähe der Mietwohnung wohnt und Ersatzteile selbst montieren kann. Dann ist es ziemlich leicht, unter der Kleinreparaturgrenze zu bleiben, und damit zahlt der Mieter. Das nimmt schon einmal einiges an Druck raus.

Davon abgesehen ist Vermietung eine unternehmerische Tätigkeit und damit gehört Kalkulation zum Geschäft: Wenn ich eine Küche vermiete, kostet das Geld für die Anschaffung, ggf. Reparaturen und irgendwann für einen Austausch. Das muss die Miete ausgleichen, sonst macht es keinen Sinn. Entweder erziele ich durch die Küche also tatsächlich mehr Miete oder ich würde zumindest ohne Küche Abschläge hinnehmen müssen, ganz typisch in kleineren Singlewohnungen. Den Kaufpreis der Küche hätte ich gerne in 7-10 Jahren wieder eingespielt. Die Küche hält normalerweise ein bisschen länger durch und davon kannst du Reparaturen bestreiten. Verdient ist erst etwas, wenn die Küche deutlich länger hält, d.h. auf eine Rendite wartest du bei dieser Kalkulation über 10 Jahre!

So, jetzt kannst du ein paar Zahlen schubsen: 25 € monatlich über 7 bis 10 Jahre macht 2000 bis 3000 €. Davon gibt es eine einfache Küchenzeile mit Elektrogeräten bei Selbstmontage ohne große Markennamen und ohne irgendwelche Sonderwünsche. Schon wenn es ein Doppelblock sein soll, ist diese Kalkulation nicht zu halten. Wenn man seine Nerven durch wenigstens einfach Markengeräte schonen will, ist das auch nicht mehr machbar. Wenn man für Ausfälle bei Zeiten ein paar gebrauchte Ersatzgeräte anschafft, kann man vielleicht noch ein bisschen die Kosten drücken (lohnt aber nur bei einem gewissen Bestand an Wohnungen), außerdem könnte man natürlich Glück mit dem Mieter haben, denn bei pfleglicher Benutzung hält eine Küche (wie praktisch alles) deutlich länger.

Effektiv darf der Mieter die Küche auf deine Kosten nutzen, wenn du nicht wenigstens 8-12 € monatliche Miete je 1000 € Anschaffungkosten verlangst. Und da bei den sich daraus ergebenden Preisen für den "Küchenaufschlag" die Mieter regelmäßig ausrasten, weist man den Aufschlag nicht aus.
 

Ferdl

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Kleine Singelwohnungen haben bei mir eine Küche, das erleichtert die Vermietbarkeit so mein Eindruck. Da ist dann auch nur eine kleine einfache Küche drin.
Große Wohnung vermiete ich ohne Küche, weil, wird nicht unbedingt erwartet. Mein Eindruck ist das ich relativ gesehen eine höhere Miete für die Wohnung nehmen kann als wenn ich noch eine (große) Küche mit einpreisen muss.
Das bedeutet, wenn ich die Küche dazu vermiete auch für sämtliche Reparaturen aufkommen muss?
Ja, unabhängig davon wie da Vertraglich gestaltet ist, selbst eine "Überlassung" entbindet dich nicht von der Instanthaltung der Küche

PS: Wenn ich eine Küche einbauen muss, bau ich diese mit freistehendem Kühlschrank, weil das ist zumindest bei mir das Gerät was am schnellsten reif für die Tonne ist. Freistehen ist deutlich billiger und man hat weniger Probleme die richtige Abmessung zu finden.
 

Duncan

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ch habe die Kaltmiete angegeben und zzgl. die Küche extra aufgelistet.
Das bedeutet, wenn ich die Küche dazu vermiete auch für sämtliche Reparaturen aufkommen muss?
Das extra ausweisen halte ich für nachteilig, das ich die entsprechend kalkulieren muss ist aber richtig. Also zwei "Rechnungen", eine für den Mieter, eine für mich. Weil
Das musst Du immer, egal ob Du die Miete offen ausweist oder in die Kaltmiete mit einrechnest.
Mit den Reparatur- und Instandhaltungskosten bin ich bei meinen Küchen bisher ganz gut gefahren. Mittlere Lebenserwartung liegt bei über 20 Jahren, was sogar für die Geräte gilt. Da mal ein Kühlschrank getauscht, da mal ein Topfscharnier erneuert, dort mal ein Griff ergänzt, bisher hielten sich Aufwand und Kosten in Grenzen und unterm Strich haben die Küchen Geld verdient.
PS: Wenn ich eine Küche einbauen muss, bau ich diese mit freistehendem Kühlschrank, weil das ist zumindest bei mir das Gerät was am schnellsten reif für die Tonne ist. Freistehen ist deutlich billiger und man hat weniger Probleme die richtige Abmessung zu finden.
Einer der wichtigsten Punkte! Haben die Voreigentümer bei mir leider nicht immer so gehandhabt. Im Fall der Fälle versuche ich mich da durchaus mal des Schrankes zu entledigen und biete dem Mieter einen größeren(höheren) Kühlschrank an, der weil freistehend immer noch günstiger ist...

Ich vermiete mit Küche zum einen, weil es so gewachsen ist und weil ich so die Erfahrung gemacht habe, ich bekomme mit Küche eher die unkomplizierteren Mieter, die ob des Gesamtpaketes auch bereit sind eine entsprechende Miete zu bezahlen.
 

MyBentley

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Hallo zusammen,
wir handhaben das so, dass wir die Küchenmieten gesondert in den Mietverträgen aufführen, da diese Kosten bei gefördertem Wohnraum zusätzlich erhoben werden können.
Da Küchen Inventar darstellen, welches mit vermietet wird, sind diese extra bei der Gebäudeversicherung berücksichtigt mit einem Durchschnittswert.
Bei uns soll sich der Kaufpreis für die Küchen nach 5 Jahren amortisiert haben, ab dann machen wir Gewinn mit der Küche.
In den meisten Fällen bieten wir den Mietinteressenten die Küche als Option zum Mietverhältnis an, wer diese dazu nimmt, muss damit leben, dass wir damit langfristig Gewinn machen, dafür erhält man als Mieter eine "Garantie" über die gesamte Mietzeit mit. Unsere Küchen werden mittlerweile ohne Kühlschrank angeboten, da dieser aus Hygienischen Gründen bei jedem Mieterwechsel getauscht werden sollte (unsere Auffassung).
Für uns als Vermieter bieten durch uns bzw. durch unsere Dienstleister installierte Küchen den Vorteil, dass wir eine "vernünftige", fachmännisch montierte Küche in den Objekten haben, von denen in der Regel keine Folgeschäden ausgehen.
 

jorgk

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... da dieser [Kühlschrank] aus Hygienischen Gründen bei jedem Mieterwechsel getauscht werden sollte (unsere Auffassung)

Als Biologe kann ich da nur sagen: So ein Schwachsinn. Einmal mit Essigwasser ordentlich auswischen und gut ist; die Einsätze ggf. mal mit in eine Geschirrspülmaschine geben.
Was Laien unter Hygiene verstehen ist in Corona-Zeiten schon schlimm genug (sowohl vollkommen über- wie untertriebene Vorstellungen). Fehlt noch das künftig die WC Keramik beim Mieterwechsel fällig wird (oder ähnliches) wenn man/frau hier entsprechend weiterspinnt.

[ NB: Und da wundern wir uns wie schnell eine Spezies ihren Planeten ruinieren kann ... in evolutionären Zeiten gesehen ist es verdammt flott ]
 
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Ferdl

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@MyBentley deinen ersten Beitrag hier im Forum finde ich etwas seltsam.
Vielleicht möchtest du dich mal vorstellen, insbesondere wer "wir" und "uns" ist?

Wirkt evtl. etwas indiskret, aber in letzter Zeit tauchen hier einige seltsame User mit merkwürdigen Meinungen auf die gerne von sich in Pluralis Majestatis reden.
 
Thema:

Zur Miete, zzgl. Küche....

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