Zusätzliche Rechnungen nach einem halben Jahr

Diskutiere Zusätzliche Rechnungen nach einem halben Jahr im Sicherheitsleistung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Ok, ich hätte eine Vermutung: Könnte es sein, dass die Verbrauchswerte der Heizkostenverteiler (Seite 2, Ablese-/Verbrauchswerte, Pos. 1 und 2)...

  1. Andres

    Andres
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    Ok, ich hätte eine Vermutung: Könnte es sein, dass die Verbrauchswerte der Heizkostenverteiler (Seite 2, Ablese-/Verbrauchswerte, Pos. 1 und 2) sich auf das ganze Jahr 2018 statt nur auf den Dezember beziehen? Dann würden sich nämlich Heizkosten in plausibler Höhe ergeben.

    Ist bei Einzug ein Übergabeprotokoll angefertigt worden? Sind dort die Zählerstände der Heizkostenverteiler erfasst? Sind das die Werte, die auf Seite 2 unten in der Spalte "Anfang" stehen?

    Falls nicht im Protokoll enthalten, würde ich das direkt bei der Hausverwaltung nachfragen. Die sollten eine Übersicht haben, wann welcher Zähler abgelesen wurde. Die entscheidende Frage ist: Gab es 2018 nur die Hauptablesung oder auch eine Zwischenablesung? Anders formuliert: Sind die Werte in der Spalte "Anfang" die Werte vom 01.12.2018 oder 01.01.2018?

    Sofern es einen Fehler gibt, dürfte er an dieser Stelle sein.
     
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  3. #22 jorgk, 17.03.2020
    Zuletzt bearbeitet: 17.03.2020
    jorgk

    jorgk Erfahrener Benutzer

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    Wie @sara schon angemerkt hat ...
    ... ist meine Rechnung (Beitrag #7), was ...
    , doch mit einem ziemlichen Fehler behaftet (Sorry!).

    Eigentlich würde folgendes zu erwarten sein (Grundlage ist die Vermieterseits vorgegebene Vorauszahlungshöhe von € 40 allein auf die Heizkosten. Ich habe hier allerdings nicht berücksichtigt, das diese Heizkosten-Vorauszahlungen natürlich auch Vorauszahlungen auf die Warmwasserkosten beinhalten. Letztere würden den Abrechnungs'peak' mit hohen Gradtagszahlen im Winter wiederum glätten, so das hier, mit einem Mietverhältnis über die Wintermonate, die erwartbaren Heizkosten idR etwas geringer ausfallen müssten):
    Monat____Vorausz____Gradtage*__erwartbareHeizk._Total'18(12/18)_Total'19(1-5/19)
    12/2018....€40......160/1000.......€76,80..........76,80
    .1/2019....€40......170/1000.......€81,60
    .2/2019....€40......150/1000.......€72,--
    .3/2019....€40......130/1000.......€62,40
    .4/2019....€40...... 80/1000.......€38,40
    .5/2019....€40...... 40/1000.......€19,20............................273,60


    Hoffe das ist verständlich. Mit € 180 Heizkosten in der Betriebskostenabrechnung für 12/2018 herauszukommen, statt den eigentlich zu erwartenden € 76,80 (die sich aus den Vorauszahlungen von € 40 ergeben), ist immer noch ein deutlicher Unterschied.

    Bei den Heizkosten 1/2019 - 5/2019, würden diese entsprechend der Vorauszahlung entstehen, käme es allein aufgrund der vor allem im Winter gelegen Mietperiode zu einer vorab schon antizipierbaren Nachzahlung:
    € 273,60 - 5x€40 = € 73,60.

    * Gradtage: Anteilige Gradtage lt. Gradtagstabelle DIN 4713-5 bzw. VDI 2067.
     
  4. Sxrent

    Sxrent Neuer Benutzer

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    Hallo,
    Vielen Dank für Ihre Hilfe. Ich schätze es sehr.

    Ich fand auch zwei Protokolle: als ich einzog und auszog.

    Danke nochmal!
     

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  5. Andres

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    Damit hat sich meine Theorie erledigt. Die Ablesewerte sind korrekt in die Abrechnung übernommen worden. Ich sehe damit keinen Grund, weshalb hier ein rechnerischer Fehler vorliegen sollte. Die richtige Antwort liegt damit eher in Richtung von @jorgk: Die Vorauszahlung könnte zu niedrig angesetzt sein und/oder die Wohnung ist wirklich teuer gewesen.
     
  6. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    Also ich verstehe das nun überhaupt nicht.

    Wenn das die Ableseprotokolle vom Einzug u. vom Auszug sein sollen.
    Dann wäre der Verbrauch doch bis Mai Endstand berechnet worden so verstehe ich das dann oder?
    Dann wäre das auch evtl. mit den Verbrauchseinheiten für diesen Zeitraum erklärlich. (Aber für 21qm und 1 Monat Mietzeit eher nicht)
     
  7. Andres

    Andres
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    Also für mich liest sich das ziemlich eindeutig. Bleiben wir einfach mal beim HKV im Wohnzimmer: Bei Einzug Anfang 12/2018 (unterer Zettel) steht dort:
    Bei Übergabe stand der Zähler also bei 1364. "Vorjahr" ist 2017, also egal. Beim Auszug Ende 05/2019 (oberer Zettel) steht dort:
    1895 sind die Einheiten des aktuellen Jahrs, also 01/2019 bis 05/2019, während im Vorjahr (das ist das Jahr 2018, also das Jahr, um dessen Abrechnung es hier geht) 2019 Einheiten gezählt wurden.

    Genau dieses Zahlenpaar taucht auch in der Abrechnung auf: Ende 2019, Anfang 1364, macht 655 Einheiten.


    Naja, da in der Abrechnung nirgends K-Faktoren genannt werden, handelt es sich wohl um HKV, die mit dem K-Faktor programmiert werden und diesen in den Ablesewert einrechnen. Das macht die Raterei, welches Heizverhalten hinter einem bestimmten Ablesewert steckt, noch ein bisschen schwerer als sonst. Trotzdem gebe ich dir Recht: Wenn diese Werte stimmen, steckt dahinter ein heftiger Verbrauch im Dezember 2018. In diesem einen Monat sind ein Drittel der Verbrauchseinheiten angefallen - das ist das Doppelte der Gradtagzahl!

    Dann hat der Vermieter wohl vergessen (wenn's nicht Absicht war, böse oder nicht), dass man für ein Mietverhältnis, das im Dezember beginnt, besser nicht eine Vorauszahlung in Höhe von 1/12 der jährlichen Heizkosten ansetzt: Das wären nämlich 8 %, während die Gradtagzahl für Dezember ja 16 % beträgt. Wenn ich nun noch den tatsächlichen Verbrauch in doppelter Höhe der Gradtagzahl berücksichtige, stimmt das Gesamtbild: Die Heizkosten sind viermal so hoch wie "geplant" und die restlichen Betriebskosten sind im Verhältnis dazu im Prinzip egal.

    Nochmal: Rechnerisch sieht die Abrechnung für mich korrekt aus. Es könnte aber durchaus Fehler an andere Stelle geben.
     
  8. Sxrent

    Sxrent Neuer Benutzer

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    Hallo,

    Leider habe ich früher keine Bewertungen über diese Agentur gelesen.

    Ich schrieb für die Agentur:

    Übergabeprotokoll:
    30/11/2018
    Bad: 289
    Wohnzimmer: 1364

    Abnahmeprotokoll:
    27/05/2019
    Bad: 298
    Wohnzimmer: 1895

    Nach Ihren Zahlen
    01-31/12/2018
    Bad: 426
    Wohzimmer: 2019

    Warum zu Beginn des Jahres die Zählerzahlen größer sind als Ende Mai?

    Ich habe eine Antwort bekommen:
    Elektronische Heizkostenverteiler arbeiten so, dass Sie zum Jahresanfang auf Null gehen und von vorn zu zählen beginnen, d.h. der Stichwert zum 01.01.2019 war wieder Null.

    Situation ist, dass niemand überprüfte der Zähler der Wärmekostenverteiler bis 01.01.2019.Nur Mitte Januar.

    Also habe ich geschrieben:

    in diesem Fall, Bitte senden Sie ein Protokol mit den Messwerten der Zähler der Wärmekostenverteiler mit meiner Unterschrift bis 01.01.2019.

    Falls der Stichwert zum 01.01.2019 war wieder Null, Sie müssen überprüfen Zähler der Wärmekostenverteiler bis 01.01.2019.

    Ich habe eine Antwort bekommen:

    die Zählerablesung erfolgte durch Frau .... im Januar 2019. Ob Sie anwesend waren oder jemand den Schlüssel überlassen haben, wissen wir nicht – Sie werden sich daran noch erinnern. In jedem Fall wurde abgelesen, sonst hätte „Schätzung“ gestanden. Im Zeitalter der Digitalisierung gibt es auch keine Protokoll mehr dazu.

    Aber in Ihrem Fall gibt es dennoch eine Bestätigung mit Ihrer Unterschrift. Sie haben das Abnahmeprotokoll vom 27.05.2019 unterschrieben, Bestandteil des Protokolls sind die Zählerstände auf Seite 1, die auch den Ausweis zum 31.12.2018 darstellen, nämlich da wo Vj (Vorjahr) steht. Diese finden Sie auch in der Heizkostenabrechnung von SDS – wie bereits erläutert – wieder.



    Wenn die Agentur die Zähler im Mitte Januar überprüft hat, werden sie nicht auf Null zurückgesetzt zum 01.01.2019.Es stellt sich heraus, dass die Zählerstände im Mai weniger sind als im Januar.

    Leider gab es keine Erklärung für Vj. Es ist erst spät und es ist mein Fehler.

    Schönes Wochenende!
     
  9. Ferdl

    Ferdl Erfahrener Benutzer

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    Ich finde deinen Text recht verwirrend, mir scheint jedoch, dass du die Funktion des Wärmekostenverteilers nicht richtig verstanden hast.
    Vielleicht etwas zur Erklärung der üblichen Funktion elektronischer Heizkostenverteiler:
    Der Zähler speichert am 31.12., 0:00 Uhr den bis dahin gezählten Wert ab und beginnt gleichzeitig neu von 0 an zu Zählen. Dies geschieht vollautomatisch.
    Zur Verdeutlichung: Am 31.12.2018 speichert das Gerät den Zählerstand und fängt neu bei 0 an zu Zählen. Am 31.12.2019 wird der Zählerstand von 31.12.2018 gelöscht und der Zählerstand 31.12.2019 gespeichert, der Zähler beginnt wider von 0 an zu Zählen. Dies wiederholt sich jedes Jahr.
    Daher kann man jederzeit im laufenden Jahr den Zählerstand des letzten 31.12. ablesen.
    Niemand muss den Zähler am 31.12. ablesen da der Zählerstand im Heizkostenverteiler gespeichert wird.
     
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