Zwangsvollstreckung gegen Ex-Mieter

Diskutiere Zwangsvollstreckung gegen Ex-Mieter im Räumungsklage Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Mir sind vor ein paar Jahren zwei Mieter nach erfolgter Kündigung (wegen Trennung) zwei Monatsmieten schuldig geblieben. Nachdem beide keinerlei...

  1. #1 Venceremos!, 02.02.2016
    Venceremos!

    Venceremos! Erfahrener Benutzer

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    Mir sind vor ein paar Jahren zwei Mieter nach erfolgter Kündigung (wegen Trennung) zwei Monatsmieten schuldig geblieben. Nachdem beide keinerlei Anstalten machten diese zu zahlen habe ich einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragt, gegen den die Mieter, nachdem die Widerspruchsfrist bereits verstrichen und der Vollstreckungsbescheid ergangen war, jeweils noch rechtzeitig Einspruch erhoben haben. Ich musste daraufhin einen Anwalt engagieren, der gegen Ex-Mieter 1 ein (Versäumnis)Urteil erwirkt hat. Mit Ex-Mieter 2 habe ich mich verglichen. Ich bin mir nicht sicher, ob bei dem Deliquenten M1 etwas zu holen ist und würde die Zwangsvollstreckung daher gerne wieder kostensparend selbst erledigen. Dazu folgende Fragen:

    1) In dem Urteil heißt es: "Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar". Ist das damit schon eine vollstreckbare Ausführung, aus der ich die Forderung betreiben lassen kann? Oder kann ich sogar noch aus dem ursprünglichen Vollstreckungsbescheid betreiben?

    2) Ich kenne den Arbeitgeber des Schuldners, sofern dieser die Arbeitsstelle nicht zwischenzeitlich gewechselt hat. Nach Angabe des Schuldners entsprach seinerzeit sein Einkommen ziemlich genau der Pfändungsfreigrenze, allerdings ist ein Kind inzwischen volljährig und deshalb evtl. nicht mehr unterhaltsberechtigt. Würdet ihr in diesem Fall eher zu einer Gehaltspfändung raten oder den Gerichtsvollzieher mit der "klassischen" Vollstreckung samt Abgabe der eidesstattlichen Versicherung beauftragen?
     
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  3. Andres

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    Nein, das ist keine Vollstreckungsklausel. Die gewünschte Vollstreckungsklausel steht auch nicht im Urteil selbst, sondern ist ein zusätzlicher Vermerk auf einer Ausfertigung (man könnte auch Abschrift oder Kopie sagen - nicht Ausführung) des Urteils, meist mit einer Formulierung wie "wird zum Zwecke der Zwangsvollstreckung erteilt".


    Ja, zumindest wenn "ein paar Jahre" weniger als 30 sind.


    Das sind ganz schön viele Eventualitäten ...


    Raten würden bzw. werden wir gar nichts - das ist ein Auftrag für einen Anwalt.

    Welche Vollstreckungsmaßnahme man wählt, hängt zunächst einmal von der Informationslage ab. Wenn ich ausreichende Informationen für einen Gehalts- oder Kontopfändung habe, dann ist das oft der einfachste Weg, an mein Geld zu kommen - natürlich immer unter der Grundvoraussetzung, dass beim Schuldner auch wirklich etwas zu holen ist. Wenn eine Gehalts- und eine Kontopfändung gleichzeitig laufen, zieht die Kontopfändung den Kürzeren. Da hat man also auch klare Präferenzen ...

    Die "klassische" Sachpfändung macht man bei Leuten mit angespannten Vermögensverhältnissen meist eher deshalb, weil man keine besseren Ideen hat. Der zweite denkbare Grund für die Sachpfändung wäre, dass man die Vermögensauskunft haben möchte, entweder weil man an deren Inhalt tatsächlich interessiert ist oder weil man zum Zweck der "Landschaftspflege" dem Schuldner nachhaltig die Bonität versauen möchte.
     
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  4. Berny

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    hattest Du "vergessen", Deinem Anwalt diese Fragen zu stellen?
     
  5. #4 Venceremos!, 03.02.2016
    Venceremos!

    Venceremos! Erfahrener Benutzer

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    Nein, Inkasso war aber auch nicht dessen Aufgabe. Das müsste man separat beauftragen und natürlich auch bezahlen. Grundsätzlich macht der Anwalt dann auch nichts anderes, als das Formular für den Gerichtsvollzieher auszufüllen. Das sollte man eigentlich auch selbst schaffen. In einem anderen Fall habe ich auf diesem Wege auch schon einmal erfolgreich Rückstände eingetrieben.
     
  6. #5 ImmerPositiv, 03.02.2016
    ImmerPositiv

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    Hallo und guten Abend,

    Gut der RA macht kein Inkasso aber er könnte Dir empfehlen was jetzt sinnvoller wäre und //oder was Du genau machen kannst.

    Du schreibst ein Kind habe der M...aber das sei jetzt volljährig ... d.h.aber nicht dass er dem Kind gegenüber nicht mehr Unterhaltspflichten ist.

    Es kann noch zur Schule gehen z.B

    Es kann gerade in der Ausbildung sein

    Es kann Arbeitslos sein

    Es kann gerade fsj machen oder ein Auslandsjahr

    Oder es fängt an zu studieren oder Ost erst mal von Beruf Sohn/Tochter ;-))

    Meine Tochter ist 18 1/2 und geht noch zur Schule (macht nächstes Jahr Abi) mein Sohn ist 24 und in der Ausbildung ... beide bekommen noch Kindergeld und bd gegenüber sind wir noch UnterhaltspflichtIG. .. und das auch gern ;-)

    LG
     
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