Zweifalienhaus -Heizkosten zu 100% über WMZ

Diskutiere Zweifalienhaus -Heizkosten zu 100% über WMZ im Abrechnungs-/Umlagmaßstab Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen! Stand: 2-Fam.Haus - 1 x selbstbewohnt + 1 x vermietet, 2 x WMZ vorhanden, Gasheizung. Ich würde gern die Heizkosten zu 100% nach...

  1. Lutz63

    Lutz63 Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen!
    Stand: 2-Fam.Haus - 1 x selbstbewohnt + 1 x vermietet, 2 x WMZ vorhanden, Gasheizung.
    Ich würde gern die Heizkosten zu 100% nach den tatsächlich verbrauchten - ermittelten Anteilen nach WMZ abrechnen und dabei auf die 30-70 prozentuale includierte Aufteilung nach WFl verzichten. Also jeder Nutzer zahlt exakt das was nach WMZ berechnet wurde.
    Ist das so zulässig wenn es im MV so vereinbart wird?

    Danke im Voraus!
     
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  3. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Die Sonderregeln (siehe Heizkostenverordnung) gelten nur, wenn die eine der beiden Wohnungen vom Vermieter der anderen Wohnung bewohnt wird.

    Wird die "selbstbewohnte" Wohnung vom Vermieter der anderen Wohnung bewohnt?

    Bist du (der "Selbstbewohner" der einen Wohnung) der Vermieter der vermieteten Wohnung?

    Wird der Vermieter der anderen Wohnung bis in alle Ewigkeit (oder solange wie vermietet wird) diese Wohnung bewohnen?
    Bedenke, dass bei einem Verkauf, Übertrag, Todesfall oder Umzug des Vermieters oder sonstiger Änderung des Mietvertrags die Sonderregeln nicht mehr anwendbar sein könnten.
     
  4. set

    set Erfahrener Benutzer

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    Ja und, was hat das mir der jetzigen Situation zu tun. Berücksichtigst du in deinen Mietverträgen alle Eventualitäten bis in alle Ewigkeit?

    @Lutz63

    wie wird denn das Warmwasser in den Wohnungen erwärmt, auch über die Gasheizung?
     
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  5. #4 ehrenwertes Haus, 20.11.2019
    ehrenwertes Haus

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    Meinst du wirklich der jetztige Vermieter/Eigentümer macht über potentielle Probleme eines neuen Eigentümers Gedanken, wenn er JETZT einen neuen Mietvertrag abschließen will? Vor Allen da von einer geplanten Änderung der Eigentumsverhältnisse gar nicht die Rede ist.

    Berücksichtigst du bei deinen Neuvermietungen auch deinen u.U. während dieser Mietzeit eintretenden Tod und Erbfolge? Das macht nur Sinn, wenn man weiß, dass die eigene Restlebendauer ziemlich sicher vor einem Mieterwechsel endet.
     
  6. #5 ehrenwertes Haus, 20.11.2019
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    Lies dir die Heizkostenverordnung durch und prüfe ob bei dir eine der Ausnahmeregelungen zutrifft.

    Über die Zulässigkeit von Individualvereinbarungen in Mietverträgen entscheidet im Streitfall ein Richter.
     
  7. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Dass man sich evtl. in der jetzigen Situation viele Möglichkeiten für die Zukunft verbaut.
    Nein, dann müsste ich hellsehen können. ich versuche es aber (beides - sowohl, alle Eventualitäten bis in alle Ewigkeit zu berücksichtigen, als auch hell (und auch dunkel) zu sehen).

    Keine Ahnung, ob er Gedanken macht.
    Ich weiß auch nicht, ob in diesem Fall irgendwann zum Beispiel mal ein Übertrag auf die Kinder/Enkel oder irgend was ähnliches anstehen könnte.
    Ja, definitiv.
    Nein. Nicht nur dann.
     
  8. #7 ehrenwertes Haus, 20.11.2019
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    @dots
    Die Mehrheit der Vermieter macht sich eher Gedanken in einem Testament über evt. Probleme bei Todesfall des VM als in den Mietverträgen.
    Probleme, die ein evt. Käufer haben könnte ohne VK-Absichten...

    Man könnte auch einfach auf die konkrete Frage und Konstellation des TE eingehen ohne Spekulationen darüber, welche weiteren Risikofaktoren in Zukunft auf den TE zukommen könnten, ohne das es irgenwelche Anhaltspunkte dafür gibt.
     
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  9. Lutz63

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    Ausnahmeregelungen treffen zu. Es wird in der HKV nur Nichts darüber geschrieben. - WW läuft über WWZ. Grund der Fragestellung ist - ich Vermieter / Eigentümer - meine Whg. 165 m² - vermietete Whg. 60 m². - selbst bei Umlage 30/70 bin ich bes****en dran. ;O(
     
  10. Andres

    Andres
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    Dann würde ich mal § 2 lesen ...
     
  11. Lutz63

    Lutz63 Neuer Benutzer

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    - ich schrieb doch Ausnahmeregelungen treffen zu - es sich auch zwei WMZ vorhanden - die Frage ist doch - muß ich 30/70 anwenden oder nicht? Verbrauchserfassung mach ich seit Jahr und Tag ordentlich - will nur nicht die vermehrten HK der Mieter zum Teil mit tragen!
     
  12. Andres

    Andres
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    Also, § 2 HeizkostenV lautet:

    "Außer bei Gebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen eine der Vermieter selbst bewohnt, gehen die Vorschriften dieser Verordnung rechtsgeschäftlichen Bestimmungen vor."

    Mit anderen Worten: Die Heizkostenverordnung ist zwingendes Recht, außer wenn dieser Ausnahmefall vorliegt - dann ist die Heizkostenverordnung dispositives Recht, d.h. Vertragsparteien können abweichende Bestimmungen treffen. Wenn dir das nicht konkret genug ist, musst du einen Anwalt befragen, den konkretere Hinweise dürfen wir hier im Forum nicht geben.
     
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  13. #12 RMHV, 20.11.2019
    Zuletzt bearbeitet: 20.11.2019
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    Ich frage mich, ob irgendjemand die HeizkV schon mal persönlich und im Original gelesen hat.
    Es ist zwar zweifellos richtig, dass in dem Ausnahmefall des § 2 HeizkV abweichende Vereinbarungen möglich sind. Die hier in Rede stehende Abrechnung zu 100% nach Verbrauch kann allerdings immer vereinbart werden. Die Ausnahme des § 2 HeizkV muss also keineswegs zwingend vorliegen.

    Mal sehen, ob jemand den richtigen der 14 Paragraphen findet...
     
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  14. #13 ehrenwertes Haus, 20.11.2019
    ehrenwertes Haus

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  15. Andres

    Andres
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    § 2. Auch wenn der TE an diesem Umstand trotz zwei Nachfragen elegant vorbeisegelt und andere Probleme wohl nicht auf dem Radar hat, geht es hier nicht nur um die Überschreitung der Höchstsätze sondern auch um den fehlenden WMZ zur Erfassung des Warmwassers. Wenn man dann ohnehin schon unter § 2 fällt, braucht man sich über § 10 keine Gedanken mehr machen.
     
  16. Lutz63

    Lutz63 Neuer Benutzer

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    Prima ! - endlich mal jemand der mich versteht - Danke ! - ich würde sageb §10 HKV.
    "§ 10 Überschreitung der Höchstsätze
    Rechtsgeschäftliche Bestimmungen, die höhere als die in § 7 Absatz 1 und § 8 Absatz 1 genannten Höchstsätze von 70 vom Hundert vorsehen, bleiben unberührt."
     
  17. #16 Papabär, 21.11.2019
    Zuletzt bearbeitet: 21.11.2019
    Papabär

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    Bingo! :148:

    Trotzdem: Eine Trennung der Kosten der Wassererwärmung mittels WMZ wäre trotzdem erforderlich. Es sei denn, man schließt die Umlage gem. HeiKVO eben komplett aus.

    Eine Umlage nach anderen Maßstäben kann man ja trotzdem vereinbaren.
     
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